Und erneut grauselige Tierquälereien bei Distanzrennen Drucken
Geschrieben von: Sascha Dubach   
Donnerstag, 11. Februar 2016 um 18:24

Zürich. Man darf mit Fug und Recht behaupten: Sie haben nichts dazu gelernt – oder sie wollen nicht…Erneut verlief ein Distanzwettbewerb in den Vereinigten Arabischen Emiraten unter skandalösen Umständen. Ob weitere hohe Geldstrafen etwas nützen, erscheint mehr als fraglich.

 

Im vergangenen Jahr kam es in den Vereinigten Arabischen Emiraten (UAE) immer wieder zu Regelverstössen und schrecklichen Tierquälereien bei Distanzrennen. Zudem wurden bei Veranstaltungen auch Ergebnislisten gefälscht, und wie ein niederländischer Tierarzt erzählte, seien Pferde während der Rennen völlig entkräftet tot zusammengebrochen und wären im Sand verbuddelt worden. Der Reitsport-Weltverband (FEI) sperrte nach ersten Untersuchungen die nationale Föderation der UAE, was nicht nur die Endurancereiter betraf, sondern Aktive und Funktionäre aller Disziplinen. Diese Sperre wurde wieder aufgehoben mit der Auflage, dass sich sämtliche involvierten Personen ohne Ausnahme an die Reglemente der FEI zu halten hätten.

Nun kam es nach englischen Medien wieder zu massiven Vorfällen bei den letzten Rennen gekommen. Bei einem Junioren-Distanzrennen in Al Wath­ba wurden fünf Reiter wegen Misshandlung ihrer Pferde disqualifiziert. Die entsprechenden Ställe wurden von der nationalen Reiterlichen Vereinigung (EEF) der UAE zu je 100'000 US-Dollar Busse verurteilt. Wie ein Video, das auf https://www.google.de/?gws_rd=ssl#q=youtoube.com%2Fyassports.tv publiziert wurde, dokumentiert, hatten die Teilnehmer im Zieleinlauf nach rund 120 Kilometern ihre bereits erschöpften Vierbeiner auf extremste Weise angetrieben. Zudem wurden diese von Grooms – entgegen allen Reglementen – wäh­rend dem Vorbeigaloppieren mit Schlägen weiter traktiert.

Die FEI reagierte prompt und entsandte Endurance-Direktor Manuel Bandeira de Mello nach Abu Dhabi zu einem «Express-Meeting». Resultate aus den Gesprächen sollen noch diese Woche bekannt werden. Der Schweizerische Verband für Pferdesport (SVPS), der im Kampf gegen die schweren Verstöße in den UAE stets eine Vorreiterrolle einnahm, behält sich weiter vor, die Weltmeisterschaft im Dezember 2016 in Dubai zu boykottieren. Auf der Webseite «change.org» wurde zudem zu Händen des FEI-Präsidenten Ingmar de Vos eine Onlinepetition gestartet mit der Auuforderung, die WM an einen anderen Austragungsort zu vergeben.

 

 

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