Duell der beiden Dressur-Königinnen in Herning Drucken
Geschrieben von: fn-press/ Susanne Hennig/ dl   
Sonntag, 08. März 2026 um 10:33

Herning. Im Rahmen der dänischen Warmblutkörung in Herning gibt sich auch die Dressurprominenz die Ehre: Beim Fünf-Sterne-CDI lieferten sich Isabell Werth mit Wendy und die Dänin Cathrine Laudrup-Dufour mit Mount St. John Freestyle ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Sowohl im Grand Prix als auch in der Kür wurde die dänische Nationalhymne gespielt. Über einen Sieg konnte sich Isabell Werth dennoch freuen. In der zweiten Dressurtour (CDI3*) siegte sie mit Viva Gold OLD.

Ein kleines, aber feines Teilnehmerfeld von nur 13 Paaren im Grand Prix und elf in der Kür trat zum CDI5* im Messezentrum der dänischen Stadt Herning an. Eingebettet ist das Turnier in die dänische Warmblutkörung. Erwartungsgemäß dominierten Isabell Werth und Cathrine Laudrup-Dufour das Geschehen im Viereck. Die beiden Damen hatten schon im vergangenen August bei der Europameisterschaft im französischen Crozet die Silber- und Bronzemedaillen unter sich ausgemacht. Die 33-jährige Dänin ritt mit der Hannoveranerin Mount St John Freestyle zu zweimal Silber, ihre 56-jährige deutsche Konkurrentin mit der dänischen Stute Wendy de Fontaine zu zweimal Bronze. Gold hatte sich der Belgier Justin Verboomen mit dem rheinischen Hengst Zonik Plus gesichert. Der Champion verzichtete auf die Reise nach Dänemark, so dass die Entscheidung über die Siege zwischen Isabell Werth und Cathrine Laudrup-Dufour fallen musste. Die dänische Sezuan-Tochter erwischte einen hervorragenden Auftakt. Isabell Werth gelang eine makellose Prüfung, die mit 81,913 Prozent bewertet wurde – neues „personal best“ des Paares. Für den Sieg sollte es jedoch nicht reichen, die Dänin stellte die Fidermark-Tochter Freestyle noch einen Hauch besser vor. Alle fünf Jurymitglieder waren sich einig. Für Piaffen, Passagen und deren Übergänge vergaben sie mehrfach die Zehn, insgesamt 84,174 Prozent. Auch Wendys starke Piaff-Passage-Tour sowie die Galopp-Pirouetten wurden mit der Höchstnote belohnt, aber Abzüge im Schritt drückten etwas aufs Resultat.

In der Kür zelebrierten beide Reiterinnen allerfeinstes Reiten. Diesmal fiel das Ergebnis deutlich knapper aus. Cathrine Laudrup Dufour ließ Freestyle zu einer wahren Gänsehautmusik übers Viereck schweben, Isabell Werth und Wendy tanzten zu ihrem Medley „Mandy“. Beide Paare belohnte die Richtergruppe einstimmig jeweils mit der Note 10 für Choreographie und Musikinterpretation. Und beide sprangen über die nahezu magische 90 Prozent-Hürde. Cathrine Laudrup-Dufour erhielt 90,465, Isabell Werth 90,08, wobei zwei Richterinnen Isabell Werth auf Platz eins gesehen hatten. Das drittbeste Ergebnis gelang in beiden Prüfungen der Norwegerin Isabel Freese. Die Bereiterin im Hengststall von Paul Schockdemöhle führte den Oldenburger Totilas-Sohn Total Hope OLD im Grand Prix zu 74,562 Prozent und in der Kür zu 81,885 Prozent.

Siegreich verlief für Isabell Werth der CDI3*. Hier setzte sie den Oldenburger Hengst Viva Gold OLD ein. Der Fuchs, Sohn des Vivaldi, hatte im vergangenen Dezember in der Frankfurter Festhalle das Finale des Louisdor-Preises für junge Grand Prix-Pferde gewonnen. Mit 77,5 Prozent verwies sie Leonie Richter auf den zweiten Platz im Sattel des Hannoveraner Hengstes Lord Europa v. Lord Leatherdale, der ebenfalls am Finale des Louisdor-Preises teilgenommen hatte. Aufgefallen war er bereits 2023 als Zweiter im Finale des Nürnberger Burg-Pokals. In Herning wurde das Paar mit 70,109 Prozent bewertet. Die Britin Annabella Pidgley behauptete sich mit dem niederländischen Wallach Gio an dritter Stelle (69,978).

 

 

 

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