Deutscher Springreiter-Erfolg beim 114.CSIO von Deutschland Drucken
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Sonntag, 03. Mai 2026 um 17:35

Mannheim. Beim zum 114. Mal seit 1929 veranstalteten Internationalen Offiziellen Springreiterturnier (CSIO) von Deutschland gewann in Mannheim die deutsche Equipe den Preis der Nationen.

Fehlerlos zum Sieg. So nur kann die Schlagzeile lauten, Und diese herausragende Leistung gelang der deutschen Equipe von Bundestrainer Otto Becker in Mannheim im Rahmen des dortigen 62. Maimarktturniers. Und es war gleichzeitig der einzige CSIO von Deutschland, denn Aachen verzichtete vernünftigerweise wegen der dort auf dem Programm stehenden Weltreiterspiele im August auf ein CSIO mit 5-Sterne-Level, wäre auch aus finanziellen Gründen kaum verantwortbar oder vertretbar gewesen. Mannheim freute sich, wie schon 2015, als Turniermacher Peter Hofmann in "seinem" Stadion den 100. CSIO von Deutschland organisieren konnte.

Bei Sonnenschein traten zum Preis der Nationen in der badischen Metropole elf Teams an, die Dotierung war mit Blick auf die zum gleichen Zeitpunkt in China oder Mexiko organisierten 5-Sterne-Turniere nicht gerade üppig. Die Aufstockung von Drei- auf Viersternelevel war Peter Hofmann als Turnierorganisator nicht genehmigt worden, doch die Schwierigkeiten im Parcours zeigten kaum Unterschiede. Und so hielt die Spannung bis zum letzten deutschen Starter in diesem Teamwettbwerb, den die deutsche Equipe nach dem Reglement - gezählt werden die besten drei Resultate einer jeden Mannschaft - fehlerlos beendete. Lediglich Michael Jung auf dem Wallach Fischerheros Z war im ersten Durchgang knapp zu langsam, was ein Strafpunkt bedeutete, und in der zweiten Runde kullerte bei Sandra Auffarth und dem Hannoveraner Wallach Quirici H einmal eine Stange aus der Auflage. So wurden beide Umläufe bei der deutschen Equipe ohne Strafpunkte bewertet.

Für Deutschland ritten der viermalige Vielseitigkeits-Olympiasieger Michael Jung (43) auf Fischerheros Z, gleichzeitig sein vierter Nationen-Preis im Springen, Sandra Auffarth (39), ebenfalls bislang vor allem in der Vielseitigkeit unterwegs, und Stefan Engbers (43) mit Baju NRW sattelten beide zum sechsten Mal auf, und auf der holländischen Stute Queen ritt Gerrit Nieberg (32) zum 13. Mal in der Roten Jacke als Teamkluft.

Hinter Deutschland belegte Belgien (Equipechef Peter Weinberg) mit lediglich vier Strafpunkten den zweiten Rang, vor Irland, das ebenfalls nur vier Miese hatte, aber in der zweiten Runde langsamer war. Die Schweizer Equipe wurde Vierte, Frankreich Fünfte (beide je 8 Strafpunkte).

Dotiert war die Konkurrenz mit 65.000 Euro, an die Gewinner gingen 20.800 Euro.

Preis der Nationen (3 Sterne-Level)

 

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