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Michael Jung Zweiter - erstmals nach zwei Jahren geschlagen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: NK/ DL   
Samstag, 07. Juli 2012 um 12:42

Aachen. Der Australier Christopher Burton gewinnt die Gesamtwertung des CCIO in Aachen vor Weltmeister Michael Jung, der erstmals seit zwei Jahren geschlagen wurde. Deutschland siegt im Preis der Nationen.

 

„Ein wunderbarer Kurs, ich habe heute einen großen Tag erwischt und bin sehr glücklich. Ich reite zum zweiten Mal in Aachen, alles ist eine großartige Erfahrung, hier zu gewinnen“, so Christopher Burton, der mit Underdiscussion die Gesamtwertung der Vielseitigsprüfung für sich entschied. Der 31-Jährige lebt seit seit einem Jahr im englischen Gillingham, um sich dort auf die Olympischen Spiele in London vorzubereiten. Sein internationales Debut gab er erst 2010, im gleichen Jahr startete er bei den Weltreiterspielen in Kentucky.

 

2008 erhielt er die Anna Savage Medaille für den besten und fairsten australischen Eventer. Er beendete die 4.075 Meter lange Strecke in der vorgegebenen Zeit von 7,07 Minuten fehlerfrei in 7, 04 Minuten (Gesamtergebnis 38.80 Minuspunkte). Burton startete in Aachen beim Offiziellen Internationalen Turnier der Vielseitigkeit (CCIO) mit zwei Pferden: Während er mit dem 14-jährigen Hannoveraner Underdiscussion, ein Lantham-Sohn, siegte, wurde er zusätzlich mit dem zehnjährigen Vollblüter Haruzac Zehnter.

 

Zweiter wurde Welt- und Europameister Michael Jung (Horb) auf seinem Erfolgspferd Sam FBW. Das Paar galoppierte in 7,11 Minuten ins Ziel und erhielt insgesamt 40,60 Minuspunkte. „Ich war hier sehr zufrieden. Ich bin nicht auf volles Risiko gegangen und habe mir für die einzelnen Sprünge sehr viel Zeit gelassen. Aber es ist super hier in Aachen, man kann vorwärts galoppieren, das Publikum ist erste Sahne und steht voll hinter einem. Das macht Riesenfreude“, so Jung. Mit Blick auf die Olympischen Spiele sagte er: „Wir müssen noch etwas daran arbeiten, die Kondition weiter verbessern, und wir haben gesehen, dass in der Dressur alles anders laufen kann wie geplant. Deswegen werden wir auch in der Dressur noch weiter arbeiten. Aber ich denke, dass meine Chancen auf einen Platz in London sehr gut sind, wenn man Zweiter in Aachen wird, kann man die Sache ruhig angehen. Wir haben eine starke Mannschaft, die auch mental sehr stark ist.“

 

Einen Vorbeiläufer im Gelände musste Ingrid Klimke auf ihrem Abraxxas am ersten Wasserhindernis verbuchen. „Ich bin vor dem Sprung ein bisschen zur Seite gedriftet. Das war einfach Pech. Der Rest war ganz easy und leicht. Wir müssen schauen, Braxxi ist gestern gut gesprungen, war in der Dressur gut, heute hatten wir einmal Pech, aber das war mein Fehler, der passieren kann. Den Rest hat er prima absolviert.“

 

Den Nationenpreis gewann Deutschland mit 136.40 Minuspunkten vor Großbritannien mit 141.00 und Schweden mit 176.80 Minuspunkten.