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Christian Ahlmann - erster deutscher Sieger beim CHIO in Aachen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Samstag, 07. Juli 2012 um 17:37

 

Aachen. Als erster Deutscher gewann Christian Ahlmann ein höher dotiertes Springen, in der Dressur siegte Kristina Sprehe zum zweiten Mal vor der zweifachen deutschen Meisterin Helen Langehanenberg.

 

 

Kristina Sprehe (25) auf Desperados, Siegerin im Grand Prix Special beim CHIO in Aachen, auf dem Foto mit dem Sponsor-Ehepaar Meggle, vor dem ersten Start bei Olympia in London im nächsten Monat

 

Die deutsche Dressur-Equipe für die Olympischen Sommerspiele in London müsste stehen: Kristina Sprehe auf Desperados, Helen Langehanenberg auf Damon Hill und Dorothee Schneider auf der erst zehnjährigen Stute Diva Royal, dazu als Einzelstarterin Anabel Balkenhol auf Dablino. Vier Neulinge, die nichts zu verlieren haben, vielleicht gewinnt das Mannschafts-Trio gar Silber.

 

Kristina Sprehe, 21, bei der deutschen Meisterschaft vor ein paar Wochen in Balve mit dem Hengst jeweils Dritte in Grand Prix Special und Kür und dadurch mit Bronze geehrt, siegte beim 97, Deutschen CHIO in Aachen nach dem Grand Prix für die Team-Wertung auch im Grand Prix Special. Im GPS mit dem Hannoveraner Hengst Desperados (11), der zweieinhalbjährig auf der Hannoveraner Auktion in Verden 104.000 Euro kostete, setzte sie sich mit 81,0 Prozentpunkten wiederum – wie im GP – vor der deutschen Titelträgerin und Weltcupzweiten Helen Langehanenberg (Havixbeck) auf dem westfälischen Vererber Damon Hill (80,622) durch. Den dritten Platz belegte mit deutlichem Abstand die Österreicherin Victoria Max-Theurer auf Augustin (77,6).

 

Entscheidend für den Erfolg der 25 Jahre alten Gewinnerin (Preisgeld 11.000 €) war natürlich die großzügige Notenvergabe des französischen Richters Jean-Michel Roudier, der vor lauter Begeisterung für den Rappen  jede Zurückhaltung vergaß und mit 85,444 richtig in die Vollen ging, während sich der Niederländer Wim Ernes – Olympiarichter in London -  mit 77,444 ganz keusch zurückhielt. Helen Langehanenberg wurde von den Juroren dreimal auf Platz 1 gesetzt, Kristina Sprehe nur zweimal, aber das französische Geschenk hievte sie letztendlich ganz nach oben. Ihr Coach Jürgen Koschel, auch Bundestrainer für den deutschen Nachwuchs-Bereich („der macht echt Freude“) meinte danach: „Schön zu sehen, wie die jungen Leute frisch reiten, mit leichter Hilfengebung – das macht im Grunde genommen die Schönheit der Dressur aus.“

 

Dorothee Schneider (43) aus Framersheim, mit der jungen Stute Diva Royal bei der deutschen Meisterschaft die unerwartete Entdeckung, belegte mit der Hannoveranerin (77,378) den vierten Platz vor der dänischen Prinzessin Nathalie zu Sayn-Wittgenstein auf Digby (75,378) und der italienischen Weltcup-Dritten Valentina Truppa auf Eremo del Castegno (75,378).

 

Christian Ahlmann knapper Sieger

 

Christian Ahlmann - bisher einziger deutscher Gewinner eines höher dotierten Springens während des CHIO von Deutschland in Aachen

 

Christian Ahlmann, Trabrennfahrer im Nebenjob, in wenigen Wochen erstmals Papa, ließ es im Springen mit Siegerrunde richtig krachen. Auf der Westfalenstute Lorena gewann er als erster Deutscher in der Soers bei diesem CHIO ein Springen und als Börse 12.500 Euro. Mit nur sechs Hundertstelsekunden Abstand wurde die amerikanische Team-Olympiasiegerin Laura Kraut auf Tierra Zweite (10.000), den dritten Platz belegte der deustche Rekordmeister Ludger Beerbaum (Riesenbeck) auf dem Hengst Chaman (7.500). Beerbaum (48), der bereits am ersten Tag des CHIO von Deutschland unmittelbar nach dem Eröffnungsspringen seinen Verzicht auf seine siebten Olympischen Spiele verkündete, erklärte nochmals den Grund dazu: „Die Stute Gotha hat nach dem Sturz bei der Deutschen Meisterschaft noch nicht wieder das Herz, um mutig jeden Parcours zu gehen. Ich muss ihr langsam erst wieder Vertrauen in das eigene Können geben, dann wird es wieder.“

 

Von seiner Kritik am überzogenen Trara um den Dressur-Hengst Totilas nahm er auch nichts zurück. Er sagte nochmals, der Reiter Matthias Rath könne gar nichts dafür, aber das Umfeld hätte aufpassen müssen. Vor jeder PR-Aktion habe die Leistung zu stehen, nicht umgekehrt.

 

Bei den Olympischen Spielen in London wird der viermalige Goldmedaillen-Gewinner als Coach sein, wahrscheinlich für seine beiden Bereiter Henrik von Eckermann und Philipp Weishaupt. Der Allgäuer Weishaupt muss noch zur Nominierung vorgeschlagen werden, von Eckermann startet auf dem lange verletzten Hengst Coupe de Coeur für Schweden neben dem Weltranglisten-Ersten und Europameister Rolf-Göran Bengtsson.