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Charlotte Dujardin wurde Dressur-Königin von Olympia PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Donnerstag, 09. August 2012 um 17:49

 

London. Nach Gold mit der Dressur-Equipe gewann die 27 Jahre alte Britin Charlotte Dujardin mit dem Erfolg in der Kür ihre zweite Goldmedaille bei den 30. Olympischen Spielen in London und ist damit gleich erfolgreich wie der deutsche Vielseitigkeitsreiter Michael Jung. Erfolgreichste Reiternation: Großbritannien mit drei Goldmedaillen.

 

 

Der britische Reitsport erlebte in London fast ständig historische Momente. Erstmals gewann eine Spring-Equipe der Insel die Goldmedaille, erstmals siegte eine Dressur-Mannschaft um Gold, und am Ende der Reiterwettbewerbe schwebte auf dem Sand im altehrwürdigen königlichen Greenwich Park die 27 Jahre alte Charlotte Dujardin auf dem Wallach Valegro in der Dressur-Kür auch zusätzlich zur ersten Goldmedaille für das Empire seit Beginn der Reiterspiele 1912. Damit wurde Großbritannien zur erfolgreichsten Reiternation der 30. Olympischen Spiele.

 

Nach Grand Prix und Grand Prix Special – gleichzeitig Team-Wertung – hatten sich 18 Reiter für die Kür als Einzelentscheidung qualifiziert. Als Schlussreiterin setzte Charlotte Dujardin auf dem holländischen Wallach Valegro das goldene Schlusszeichen. Als Charlotte Dujardin beim Absatteln die 90,089 Prozentpunkte zugerufen wurden, brach sie in Tränen aus. Völlig aufgelöst sank sie von einer Umarmung in die nächste ihrer engsten Umgebung. Sie hatte Geschichte geschrieben. Zu Recht. Sie zeigte die beste und auch schwierigste Kür. Silber mit 88,250 Punkten ging an die niederländische Weltcupsiegerin Adelinde Cornelissen, die ihren Wallach Parzival korrekt mit ebenfalls vielen Höhepunkten durch die Vorstellung ritt. Bronze erhielt Laura Bechtolsheimer aus dem britischen Goldteam mit dem Wallach Mistral Hojris (84,339).

 

Um lediglich 36 Hundertstel Prozentpunkte verpasste die deutsche Meisterin Helen Langehanenberg (Havixbeck) auf dem Hengst Damon Hill (84,195) als Vierte die Bronzemedaille. Dorothee Schneider (Framersheim) wurde bei ihrem letzten Ritt auf der Rappstute Diva Royal (81,661) Siebte, Kristina Sprehe (Dinklage) auf dem Hengst Desperados (81,375) Achte. Diva Royal wird in Zukunft von der Besitzerin vorgestellt, einer Schülerin von Dorothee Schneider.

 

Jürgen Koschel (Hagen a.T.W.), Coach von Kristina Sprehe (25), am Kür-Tag 66 Jahre alt geworden, bemerkte noch vor dem Ende der Kür: „Wir kriegen hier nichts mehr ab…“ Er sollte Recht behalten. Die deutschen Pferde wirkten etwas müde, kein Wunder, sollten sie doch ab Balve Anfang Juni – Deutsche Meisterschaften – über den CHIO Aachen vier Wochen später bis nun in London über zwei Monate in Höchstform gehalten werden. Die Niederländer und auch die Briten gingen andere Wege, ganz gezielt auf Olympia los, mit staatlicher oder besonderer Unterstützung durch Sponsoren. Adelinde Cornelissen bestritt mit ihrem Wallach Parzival bis zu den Olympischern Spielen in den letzten Monaten oder Wochen keinen einzigen ernsthaften Wettbewerb, musste sich auch nicht bei der nationalen Meisterschaft zeigen, die Briten verließen in den letzten Wochen die Insel auch nicht mehr. Die Ergebnisse bei Olympia geben ihnen Recht. Im deutschen Dressur-Ausschuss muss umgedacht werden.

 

Doch ein Neuanfang ist gemacht. In London starteten völlig unbedarfte Reiterinnen, sie schlugen sich großartig, dass in der Kür keine Plakette mehr an sie überreicht wurde, schmälert nicht ihre Leistungen. Nur eines haben sie alle mitbekommen: Olympia ist etwas anderes als Weltcup, Deutsche Meisterschaft oder Aachen, Olympia ist und bleibt eben einmalig. Eine Olympische Medaille kann vier Jahre bei den nächsten Spielen auch nicht verteidigt werden, eine solche Auszeichnung ist wie ein Orden, der kann nicht verteidigt werden. So gibt es auch keinen Ex-Olympiasieger….