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Weihegolds weihevolle Rekordjagd... PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Oliver Wehner/ "Die Rheinpfalz"/ DL   
Sonntag, 20. November 2016 um 11:24

 

Schöner geht kaum oder müsste erfunden werden -  Isabell Werth im Sattel der völlig losgelassenen Oldenburger Rappstute Weihegold vor dem erfolgreichen Abschluss der Kür in Stuttgart

(Foto: Kalle Frieler)

Stuttgart. Isabell Werth und ihr vierbeiniger Shooting-Star Weihegold kratzen beim Dressur-Weltcup in Stuttgart nach Lyon Ende Oktober (90,09) erneut an der 90-Prozent-Marke. Die beiden sind jetzt schon das beste Dressurpaar der Welt.

 

 

Die emotionale Ehrenrunde glich einer schier endlosen Piaffe-Passage-Tour: Zum einen, weil die Königslektionen der Dressur Weihegolds Glanzstück sind. Und dann natürlich, weil die sagenhafte Stute diese Kunststücke der höchsten Versammlung mit großer Leichtigkeit und völlig zufrieden absolviert. Was Isabell Werth vor allem mit dem erheblichen Kraftaufbau des dabei trotzdem nie massig, sondern immer elegant und grazil wirkenden Pferdes erklärt.

 

In der Tat hat Weihegold optisch mehr Ähnlichkeit mit ihrem Muttervater Sandro Hit denn mit ihrem direkten Erzeuger Don Schufro. „Jeder kann sehen, dass das Pferd mittlerweile eine ganz andere Präsenz hat. Es hat entscheidend an Muskelmasse und Kraft zugelegt. Die ganze Trabtour hat an Kadenz und Ausdruck gewonnen, und in der Piaffe ist sie wie ein Metronom“, schwärmte Werth nach dem mit 89,4 Prozent belohnten Kürritt.

 

Angesichts der Grandezza der erst elfjährigen Rappstute und der absoluten immerwährenden Weltklasse ihrer Reiterin darf man die Stuttgarter Auftritte getrost in die weihevolle Rekordjagd des noch recht frischen Paares einreihen – schließlich setzte sich Werth ja Anfang des Jahres erst dauerhaft in den Sattel Weihegolds, als ihre damaligen Spitzenpferde Don Johnson und Bella Rose für die Freiluftsaison ausfielen. Jetzt steigerten die Rheinbergerin und die Oldenburger Stute ihre Grand-Prix-Bestmarke auf über 84 Prozent und knöpften zudem einem gewissen Totilas den sieben Jahre alten „Schleyerhallen-Rekord“ in der Kür ab. „Es gibt absolut nichts auszusetzen, außer an mir“, bekannte Werth gewohnt salopp-humorig. Sie selbst habe wohl kurzfristig im Kopf ein paar Einerwechsel zu wenig eingeplant, Weihegold aber „hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass wir noch ein paar machen sollten …“

Apropos Galoppwechsel: die Einer wie die Zweier herrlich nach vorn gesprungen, wie an der Schnur gezogen. Es ist wie bei vielem beim – nach Valegros nahender Verabschiedung im Dezember in London – weltbesten Paar der Dressur: Vielleicht geht manche Lektion noch besser, aber gewiss nicht schöner.

 

Den deutschen Dreifachsieg komplettierten Kristina Bröring-Sprehe mit dem 15 Jahre alten Hengst Desperados („Er ist topfit, wir konzentrieren uns nächstes Jahr auf die EM“) auf Rang zwei mit 86 Prozent und Stuttgart-Liebhaber („Er spitzt schon beim Einreiten die Öhrchen“) D’Agostino mit Fabienne Lütkemeier im Sattel.

 

Mit dem Traditionstitel „German Master“ darf sich derweil Daniel Deußer (35) nach seinem Erfolg in der zweitwichtigsten Springprüfung des bedeutendsten deutschen Hallenturniers dekorieren – und das zum bereits zweiten Mal seit seiner Premiere 2013. „Diesmal fühlt es sich genau so schön an, oder ehrlich gesagt: noch schöner“, bekannte der Team-Bronzegewinner von Rio. Denn seine junge Stute Happiness van T Paradijs, die am Donnerstag bereits ein Zeitspringen gewann, hat der gebürtige Wiesbadener erst seit Juli unterm Sattel, um sie für seinen belgischen Arbeitgeber Stephex Stables zu bereiten. Dies buchstäblich ganz schnell mit großem Erfolg. „In den letzten zwei, drei Monaten“, so Deußer, habe die im Parcours ungemein flotte und dann auch noch sicher springende Neunjährige riesige Fortschritte gemacht – und in Stuttgart nun richtig abgeräumt. Nicht die Stangen, sondern Siegerschleifen …