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Hetzel-Auktion - 21 Pferde brachten über 3,5 Millionen Euro PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Sonntag, 04. Dezember 2016 um 15:12

 

Holger Hetzel

Goch. Erneut brachte die Springpferde-Auktion von Holger Hetzel (56) auf seiner Anlage in Goch ein überaus großartiges Ergebnis: Die 21 angebotenen Pferde gingen für insgesamt 3.514.000 Euro an neue Besitzer, den Höchstpreis erzielte mit 450.000 €  der dänische Wallach Hulapalu.

 

 

„Ich bin sehr zufrieden.“ Ein Satz, ein Mann, Holger Hetzel – und ein Team voller Herz und Energie dahinter. Seine 12. Springpferdeauktion in Goch auf seiner Musteranlage übertraf erneut alle Erwartungen, doch noch nie davor wartete eine derart geballte Ladung erstklassiger junger Springpferde auf neue Besitzer und Reiter.

 

Ehe der international bekannte und erfolgreiche Auktionator Volker Raulf erstmals auf sein Pult klopfte, trafen sich in der voll besetzten stilvoll umgestalteten Halle zwei Olympiasieger, der Deutsche Michael Jung und der US-Amerikaner Chris Kappler. Michael Jung (34), wahrlich in allen Sätteln gerecht, ob Dressur, Springen oder Vielseitigkeit, lobte Hetzels Freund und  Stammgast auf den bisherigen Auktionen als fairen Sportsmann und ausgezeichneten Ausbilder, Kappler (49), Mannschafts-Gold und Einzel-Silber bei Olympia 2004 in Athen, gab das Kompliment an den inzwischen dreimaligen Olympiasieger im „Busch“ zurück.

 

Dann nahm Volker Raulf Haltung an und sagte: „Wenn Qualität Ihr Anspruch ist, sind Sie hier richtig.“ Es wurde ruhig an den weiß gedeckten Tischen. Der braune siebenjährige holländische Wallach Deluxe Edition von Catoki nit Blut von Caletto I und Landfriese in den Adern, Katalog-Nummer 1, brachte 280.000 Euro und ging nach Russland. Für die holländisch gezogene Stute Be my Baby, am 1. Januar sieben Jahre alt, von Azteca VDL mal Indictro I  legte einer aus Viersen 150.000 Euro an, er nahm für seine Tochter auch noch den Schimmelwallach Peek a Boo - 100.000 € - von Lucky Boy aus der Holsteiner Linie Lavall II – Landgraf I und auf der Mutterseite Contender – Calypso II mit. Der hoch im Blut stehende Wallach Stay with me (6), geprägt von seinen Vorfahren Indoctro und Grannus, wird in Zukunft eine spanische Box beziehen, Raulf senkte den Hammer bei 110.000 €.

 

Wie in den beiden letzten Jahren so auch diesmal verstärkte der Kölner Ted Assenmacher den Beritt seiner Tochter Joanna. Der Chef einer Werbeagentur  sicherte der Rheinischen Meisterin der Jungen Reiter für 180.000 € den dunkelbraunen Hannoveraner Wallach Vucello (6) von Ucello.

 

Ein in Insiderkreisen mehr als bekannter Vermögensberater, auch in der Formel 1-Szene vertraut, schlug zweimal zu. Der holländische Fuchs-Wallach Enorm von Spartacus mal Stakkato und mütterlicherseits Ultimo wurde ihm für 205.000 € zugeschlagen, dazu wenig später für 390.000 der belgische Wallach Mountain Man (8) von Tangelo. Enorm wird in Zukunft von dem Schweden Henrik von Eckermann  (35) geritten, der – 2015 auf Gotha erster schwedischer Sieger des begehrten Großen Preises beim CSIO vo Italien in Rom -  sich nach zwölf Jahren als Bereiter bei Ludger Beerbaum selbständig machte und sich einmietete auf dem Bonner Rodderberg bei Karl Schneider. Sollte Stakkato durchschlagen, wird Spartacus ein ganz, ganz Großer. Dazu knapp die Story von oder über „Großvater“ Stakkato, wie sie Ludger Beerbaum mal erzählte. Stakkato war als junges Springpferd vorgestellt worden, für seine damalige Schülerin Eva Bitter. Beerbaum: „Er sprang mit einer solchen Manier, dass ich dachte, da kann etwas nicht stimmen, eine unglaubliche Technik, ging jeden Sprung mit solchem Selbstbewusstsein an, als brauche er solche Aufgaben.“ Also sagte er, misstrauisch geworden,  man solle mal einpacken und wiederkommen. Das nächste Mal nichts anderes. Daraus wurde der inzwischen begehrte und gesuchte  große Vererber Stakkato, der im Sport mit der deutschen Rekordmeisterin Eva Bitter viele Erfolge hatte und in der Zucht bereits berühmt ist.

 

Am Telefon ersteigerte Prinz Turkui aus Saudi-Arabien für 200.000 € den Holsteiner Wallach Mac Uwe (6), wozu Holger Hetzel sagte: „Ich hatte vorher keinen Kontakt mit dem Kunden.“ Als der sechsjährige dunkelbraune Hannoveraner Wallach Bonfire aufgerufen wurde, legte der für die Ukraine reitende Ungar Ferenc Szentirmai (33) das Handy nicht mehr aus der Hand. Jedenfalls steckte er das mobile Telefon erst wieder ein, nachdem ihm der Quintero-Nachkomme für 185.000 € zugeschlagen wurde. Vielleicht war der Zuflüsterer am anderen Ende der Leitung  sein ehemaliger oder Immer-Noch-Chef Alexander Oinischenko (Ukraine), von dem man ja bekannterweise seit vielen Wochen nichts mehr hörte und nichts mehr sah, nachdem nach ihm angeblich wegen Korruption gefahndet wird…

 

Von der Atmopshäre, Stimmung und wahrscheinlich auch eigener guter Laune beflügelt war Frank Auer. Für den Unternehmer, der zusammen mit Maja Möltgen neben Spring- auch Dressurpferde besitzt, beide selbst im Sattel aktiv,  ließ Volker Raulf nicht weniger als dreimal den Hammer – Teil des früheren Arztbestecks seines Onkels – auf die hölzerne Unterlage knallen, bei der holländischen Van Gogh-Stute Girl on Fire (85.000), bei der Rheinländerin  Cristalla von Cristallo II (300.000) und schließlich beim dänischen Wallach Hulapalu (5) von Heartbeat. Der außergewöhnliche Jumper brachte den Spitzenpreis  der 12. Auktion mit 450.000 €.

 

Und wie in allen Jahren zuvor hatte auch diese Versteigerung wiederum eine eigene Story parat. An diesem Mittwochabend - 30. November 2016 - wurde sie geschrieben von einer Zahnärztin aus Duisburg. Angetan von der gerade aus den Lautsprechern rieselnden Musik, kaufte sie für 80.000 Euro den siebenjährigen Schimmelwallach Easy Lover…

 

Der „Schnitt“ für alle 21 verkauften Pferde lag bei 167.330 Euro. Volker Raulf: „Das Geld muss man erst einmal hinlegen…“ Und das Risiko trug einzig und allein Holger Hetzel. Da gehört schon Mut dazu.