Sie befinden sich hier: Home Porträts JF Meyer: Aussicht auf EM und Absicht auf Hochzeit

Wer ist Online

Wir haben 823 Gäste und 2 Mitglieder online

Statistik

    Inhaltsaufrufe seit dem
    16.09.2009
: 9683786

Suche

Anzeige

Banner

Anzeige

Anzeige



Anzeigenschaltung

Google Translate

German Chinese (Simplified) Chinese (Traditional) Czech Danish Dutch English French Galician Greek Hungarian Italian Japanese Norwegian Polish Portuguese Romanian Russian Spanish Swedish Turkish Ukrainian

Anzeige

Anzeige: Collagen von Olaf Rutschek

  Olaf Rutschek - mehr als
  ein Fotograf

Newsletter

Anmeldung



Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Banner

Anzeige

JF Meyer: Aussicht auf EM und Absicht auf Hochzeit PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Alexandra Koch/ DL   
Dienstag, 13. Dezember 2016 um 16:16

Pinneberg. Janne-Friederike Meyer war in den letzten Jahren eine der erfolgreichsten Springreiterinnen der Welt. Nachdem ihr Spitzenpferd Lambrasco verabschiedet worden war, wurde es kurzzeitig ein wenig ruhiger – aber nur für eine Weile…

 

Sehr schnell hatte die erfolgreiche Springreiterin Janne-Frierike Meyer neue Perspektiven für sich gefunden. Eine davon trägt den Namen Goja und ist ein zehnjähriger belgischer Wallach. Mit ihm war sie im vergangenen Jahr bei den Europameisterschaften Ersatz in Aachen.

2016 verlief der Start ins Jahr etwas unglücklich, denn der Wallach verletzte sich, was eine mögliche Olympianominierung kostete. Doch Aufgeben ist nicht das Ding bei der begeisterten Hobby-Pilotin und Sammlerin von Cowboystiefeln. Zum Nationenpreisfinale der besten Teams eines Jahres in Barcelona war Goja wieder fit und zeigte, zu welchen Leistungen er fähig ist. Und wer weiß, was die Reiterin im kommenden Jahr mit diesen Perspektiven erarbeiten kann. Die Europameisterschaft winkt wieder... Bei allen Veranstaltungen, bei denen Goja in diesem Jahr auftrat, war er schließlich ausnahmslos ganz vorne mit dabei. So auch bei den Erfolgen in den Nationenpreisen der CSIO`s von Großbritannien in Hickstead und von Schweden in Falsterbo.

Neben ihren Auftritten mit Goja und ihren anderen vierbeinigen Talenten hatte Janne Meyer, das Nordlicht im deutschen Championats-Kader, in diesem Jahr viel zu tun. Denn sie bezog gemeinsam mit ihrem Lebenspartner Christoph Zimmermann, einem internationalen Pferdehändler, eine neue Reitanlage in Waldenau, einem Ortsteil von Pinneberg, direkt am Forst Klövensteen in Schleswig-Holstein. Diese ist wahrlich prachtvoll und ein echtes Paradies für Zwei- und Vierbeiner. Hier fehlt es keinem Pferd an irgendetwas, von hellen, geräumigen Außenboxen über Weiden und Paddocks bis hin zu Springplätzen mit perfekten Bodenverhältnissen.

Doch natürlich war diese Aufgabe für die Reiterin nicht ganz leicht zu bewältigen. Schließlich musste ganz nebenbei auch geritten werden: „Wir haben zuhause aber ein paar tolle Mitarbeiter, die sich um vieles gekümmert haben, damit ich mich hauptsächlich auf das Reiten konzentrieren konnte.“ Janne kann über die neue Anlage nur schwärmen: „Um die Trainingsbedingungen für unsere Pferde zu optimieren, haben wir mit der Firma LGS einen großen Ebbe-Flut-Springplatz gebaut. Daneben entsteht noch ein Grasplatz, und außen rum führt eine lange Galopprennbahn. Wir haben eine ovale Führanlage gebaut und die Boxen der Pferde so vergrößert, dass sie viel Platz zum Ausruhen haben. Außerdem haben alle Boxen ein Außenfenster.“ Die Aufgaben auf der Anlage werden fair geteilt: „Während ich zuhause unsere Pferde trainiere, ist Christoph oft unterwegs, um immer wieder talentierte Nachwuchspferde für uns und unsere Kunden zu entdecken. Am Wochenende sind wir in der Regel gemeinsam auf einem Turnier. Dann kann es auch mal passieren, dass wir unsere Rollen tauschen und ich ein interessantes Pferd entdecke und Christoph sich auf eines meiner Pferde setzt, um wie z.B. in OlivaNova eine Runde am Strand zu galoppieren.“

In diesem Jahr verlobte sich das glückliche Paar und die Hochzeit soll auch bald ins Haus stehen. Die passionierte Reiterin besitzt im Übrigen eine Privatpilotenlizenz, und wann immer es die knapp bemessene Zeit einmal erlaubt, steigt sie gerne ins Flugzeug. „Ich habe 2010 meinen Flugschein gemacht, aber leider komme ich viel zu selten zum Fliegen. Ich liebe das Gefühl von Freiheit und gucke mir die Welt gerne mal von oben an. Ein gelegentlicher Perspektivwechsel hat noch niemandem geschadet“, sagt sie lachend und fügt hinzu: „Aber auch wenn ich nicht selber fliege, geht es ja immer noch für mich mit dem Flugzeug oft genug von Turnier zu Turnier.“

Ab und zu kommt auch Lebenspartner Christoph zu Jannes Rundflügen über der Heimat mit: „Wir sind schon mehrfach gemeinsam geflogen. Gelegentlich reisen wir auch sehr gerne in ferne Länder und lassen den Alltag hinter uns. Beeindruckend war unsere Reise nach Tibet, wo wir den Palast des Dalai Lama besuchten. Ich bin auch leidenschaftliche Taucherin und großer Sylt-Fan.“

Neben dem Reiten ist Janne-Friederike Meyer auch soziales Engagement überaus wichtig. Beispielsweise unterstützt sie „Pink Ribbon Deutschland“ und die „Hamburgische Regenbogenstiftung“. Es ist ihr sehr wichtig, dass sie ihre Bekanntheit dafür nutzen kann, um viel Gutes zu tun.

Janne-Friederike Meyer ist eine Meisterin, wenn es darum geht, sich die eigenen Träume zu erfüllen. Als sie ihr Abitur in der Tasche hatte, war sie bereits fest entschlossen, ihren eigenen Stall aufzubauen. Gesagt, getan. Sie machte sich vor den Toren Hamburgs selbstständig und wurde – auch unter der Trainer-Ägide des Holsteiners Tjark Nagel – rasant zu einem bekannten Namen auf den Parcours` weltweit.

Was mit dem Schimmel Callistro begann, setzte Janne Meyer nahtlos und noch mit deutlicher Steigerung mit Lambrasco, den sie liebevoll „Mops“ nennt, fort. Bis heute ist Lambrasco, mittlerweile 18 Jahre, für Janne das Pferd ihres Lebens. Mit ihm wurde sie 2010 in Kentucky/ USA Mannschafts-Weltmeisterin, ein Jahr später folgte der Mannschafts-Europameistertitel. 2012 dann die Olympischen Spiele, ein Höhepunkt für jeden Reiter, bei dem Meyer jedoch eine herbe Niederlage verkraften musste: Die Mannschaft erreichte das Finale nicht, sie selbst nahm ihren Holsteiner-Wallach im Zuge dessen aus dem Springen. Er hatte genug gezeigt und sollte fortan nicht mehr auf einem Championat antreten müssen. Die Olympischen Spiele waren für die Reiterin dennoch „ein unvergessliches Erlebnis“.