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Anabel Balkenhol oder: Mit einem "Angsthasen" im Championats-Kader... PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Oliver Wehner/ "Die Rheinpfalz"/ DL   
Donnerstag, 12. Januar 2017 um 12:16

Anabel Balkenhol und Dablino

(Foto: Kalle Frieler)

Rosendahl. Weihegold, Showtime, Cosmo, Emilio, Zaire: 2016 war das Jahr junger Dressurpferde im deutschen Championatskader – in dem sich aber weiter frisch und munter ein alter Bekannter tummelt und mit seiner Reiterin Anabel Balkenhol noch einiges vor hat - Dablino.

 

 

„So fit in seinem zweiten Frühling, das ist ein Geschenk“, weiß Anabel Balkenhol als langjährige Bundeskaderreiterin aus dem Münsterland. Ihr Wallach Dablino hat zum Jahresende in Frankfurt mit zwei Grand-Prix-Siegen seine Klasse auch im fortgeschrittenen Dressuralter nachgewiesen und in der Festhalle unter anderem mit sehr guten Passagen und fliegenden Galoppwechseln gepunktet. 17 ist er jetzt „und hat eine Menge gesehen“, sagt Anabel Balkenhol. Medaillen bei den deutschen Meisterschaften, WM-Teambronze in Kentucky 2010, die Olympia-Teilnahme 2012 in London, Nationenpreissieg in Aachen 2013 – hinter dieser Erfolgsgeschichte verbirgt sich aber auch ein kleines Pferdewunder.

 

Denn so imposant der 1,76 Meter große Dunkelfuchs erscheinen mag, in dem Hannoveraner De-Niro-Sohn schlägt ein „Hasenherz“, wie’s die Reiter gern nennen, wenn ein Pferd eher ängstlich ist. Behutsam, geduldig, mit viel Glauben an den Erfolg des Projekts und der Hilfe von Experten wie Linda Tellington-Jones haben Anabel Balkenhol und ihr Vater, Reitmeister und Ausbilderlegende Klaus Balkenhol, das Vertrauen Dablinos gewonnen und ihn mental gestärkt. „Wir haben einen Weg gefunden, ihn gelassen ins Viereck zu bringen“, sagt die 44-Jährige. Seine langjährige Pferdepflegerin führt den menschenbezogenen Fuchs auf den Abreiteplatz, „das hat ihm Sicherheit gegeben.“

 

Und dann ist da ja noch Anabel Balkenhols persönliche Geschichte, die Lösung eines Problems und die positive Folge für ihre Pferde. 2014 musste sie wegen einer Erkrankung operiert werden. Jetzt fühlt sie sich rundum fit und gesund, ist selbst gelassener geworden – und das überträgt sich auch auf Dablino. „Die Erwartungen sind nicht mehr so hoch“, sagt sie einerseits, stellt andererseits seine „extreme Konstanz“ heraus. Soll heißen: Alles, was jetzt noch kommt, ist Zugabe, was auch für die EM im Sommer in Göteborg gelten würde.

 

Aber so weit denkt Anabel Balkenhol noch nicht, zumal sie ja mit dem erst zehnjährigen Heuberger (Spitzname: „Herr Berger“) noch ein heißes Grand-Prix-Eisen im Feuer hat. Der ist stolzer Hengst „und mag sich selbst sehr gern“, sagt die Reiterin lachend. „Tolle Werbung für den Trakehner“ findet sie die Tatsache, dass im Championatskader auch Heubergers Vater Imperio (mit Hubertus Schmidt) steht. Ein Pferd dieser alten Rasse so weit gebracht zu haben, macht Balkenhol stolz, denn: „Die Trakehner lernen unwahrscheinlich schnell – das Gute wie das Schlechte.“