Sie befinden sich hier: Home Magazin Der FEI stehen schwere Tage bevor...

Wer ist Online

Wir haben 962 Gäste online

Statistik

    Inhaltsaufrufe seit dem
    16.09.2009
: 10337662

Suche

Anzeige

Banner

Anzeige

Banner
Banner

Anzeigenschaltung

Google Translate

German Chinese (Simplified) Chinese (Traditional) Czech Danish Dutch English French Galician Greek Hungarian Italian Japanese Norwegian Polish Portuguese Romanian Russian Spanish Swedish Turkish Ukrainian

Anzeige

Anzeige: Collagen von Olaf Rutschek

  Olaf Rutschek - mehr als
  ein Fotograf

Newsletter

Anmeldung



Anzeige

Anzeige

Anzeige

Banner

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Der FEI stehen schwere Tage bevor... PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Mittwoch, 15. März 2017 um 19:41

Jan Tops (links) und Ingmar de Vos - echte Freunde werden sie wohl nicht, dazu sind die Interessensfelder zu verschieden

(Foto: Kalle Frieler)

Valkenswaard/ Niederlande. In seinem neuen Springreiter-Tempel „Tops International Arena“ im niederländischen Valkenswaard schob Jan Tops als Erfinder der Global Champions Tour die angegliederte Team-Liga in den Mittelpunkt, Ingmar de Vos als Präsident des Weltreiterverbandes machte nicht gerade ein glückliches Gesicht…

 

 

Zufriedenheit sieht anders aus, und abgeklatscht haben sie sich am Ende auch nicht, Jan Tops und Ingemar de Vos (53). Der Niederländer Jan Tops, 1992 in Barcelona Team-Olympiasieger und 2005 Erfinder der geldschwangeren „Global Champions Tour“ im Springreiten, stellte in der VIP-Lounge seines über 50 Millionen Euro teuren eigenen Stadions in Valkenswaard die neue Form des überdachten und erweiterten Mannschaftswettbewerbs vor, der an die seit 2006 bekannte Global-Tour angetackert wurde. Es hörte sich an, als hätte man die Pferde gefragt, was Jan Tops (55) erzählte. Alles auf die Pferde abgestimmt, keine Überforderung, dem Tierschutzgedanken nachgekommen, überall Tierärzte, man wolle noch mehr Interessenten gewinnen, den Reitsport als Kulturgut um die Welt tragen, Ideen entwickeln, keine National-Teams. 15 Turniere, 18 Mannschaften, „aber kein Stress für die Pferde“, so Jan Tops.

 

Ingmar de Vos (Belgien), der anfangs zum Tops-Team der Global Champions Tour gehörte vor über zehn Jahren, seit Dezember 2014 Präsident des Weltverbandes (FEI), war etwas später gekommen, was vielleicht seine Wichtigkeit unterstreichen könnte oder sollte. Er und Tops betonten zunächst, dass es gut gewesen wäre, dass die Differenzen zwischen der FEI nun beigelegt wären, denn man wolle ja nur das Beste für den Sport. Zur Erinnerung: Die FEI war wegen der Einführung gegen die Mannschafts-Liga vor Gericht gezogen und hatte zweimal verloren, daraufhin hat man sich geeinigt. Der vielsprachige Belgier, übrigens früher FEI-Generalsekretär, strich heraus, dass die weltweite Serie der Nationen-Preise mit einem Finale beim Weltverband in jedem Falle Priorität genießen würde.

 

Als Gewinner der Runde darf sich Jan Tops sehen. Er thronte an diesem Tag, nicht der Weltpräsident, er hat sein Vorhaben durchgedrückt. Er darf sich gar als Sieger sehen, denn er hat ohne Mithilfe der FEI eine Serie geschaffen, die dem Weltverband für Nichtstun Lizenzgebühren bringt, zu der die Springreiter drängen, nicht zuletzt wegen der hohen Preisgelder und der sonstigen Vergünstigungen – während die FEI nicht in der Lage war, für die gerade erst begonnene Nationen-Preis-Serie einen Hauptsponsor zu finden…

 

Zwei Szenarien kann man bereits durchspielen: Jan Tops wird FEI-Präsident – oder er gründet einen eigenen Verband mit ihm als Präses, Sponsoren hat er, als Holländer kennt er das Geschäftemachen aus dem Effeff, und vom Sport hat er dazu Ahnung wie von Beziehungen knüpfen. Sollten die 18 Teamwettbewerbe der Global Champions Tour an Gewichtung gewinnen und die Nationen-Preis-Serie an Bedeutung verlieren, steht Reiten auch bei Olympia auf der Kippe…