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Zwei ganz Große verlassen die Bühne des Springsports PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Mittwoch, 05. April 2017 um 15:17

London. Zwei Größen des Springsports verabschieden sich von der Bühne des großen Sports am 14. Mai am Schlusstag der Windsor Horse Show in London: Nick Skelton und sein Gold-Ross Big Star.

 

 

Wie kaum ein anderer Springreiter hat Nick Skelton die Höhen und Tiefen im Sport und Leben durchlebt und durchlitten. Vier Jahrzehnte lang ritt der oftmals zerknautschte Brite in internationale Parcours ein. Wortkarg fast wie sein Landsmann John Whitaker, doch auf Rasen oder Sand sprachen seine mit Medaillen und Urkunden verbrämten Leistungen. An sieben Olympischen Spielen nahm er teil, er sammelte nicht weniger als 20 Plaketten bei Championaten und Olympischen Spielen, darunter fünf goldene Medaillen, Teamgold in London 2012 und Einzelgold in Rio de Janeiro 2016 bei Olympia. Als bisher einziger gewann er beim deutschen CHIO in Aachen viermal den Großen Preis, viermal war er erfolgreich im Grand Prix des CSIO von Kanada in Spruce Meadows, zweimal im Großen Preis des CSIO von Italien auf der Piazza di Siena von Rom. Höhepunkte und Erfolge im Leben eines Springreiters, wie sie kein anderer bisher erreichte. Seit 1987 hält er, nebenbei gesagt, mit 2,31 m, aufgestellt in Hickstead auf Lastic, auch den Hochsprung-Rekord von Großbritannien, geschafft in einem regulären Mächtigkeitsspringen.

 

Vor 17 Jahren stürzte er schwer beim Turnier in Cheshire, mehrere Wirbelbrüche, darunter ein Genickbruch. Die Ärzte sagten ihm, noch ein Sturz, und er sitze womöglich für immer im Rollstuhl oder könne der Welt Adieu sagen. Zwei Jahre später saß er wieder im Sattel und feierte ein großes Comeback 2003 mit einem dritten Platz auf Arko im Großen Preis beim CSIO von Italien in Rom, 2005 erneut schwerer Sturz beim Finale um den Weltcup in Las Vegas, ein Jahr danach beim CSIO von Großbritannien in Hickstead ein weiterer böser Sturz, doch Nick Skelton ritt immer wieder weiter, er konnte nicht aufhören.

 

Den ersten ganz große Höhepunkt erlebte Nick Skelton am 6. August 2012 in London, als er im Sattel von Big Star zusammen mit Ben Maher auf Tripple X, Scott Brash auf Hello Sanctos und Peter Charles auf Vindicat erstmals eine Goldmedaille für Großbritannien im Springsport seit Einführung der Reiterwettkämpfe ins Olympische Programm im Jahre 1912 erritt. Königin Elizabeth II erhob ihn zwei Monate später in den Stand eines „Member of the Order of the British Empire“. Und vier Jahre danach in Rio de Janeiro wurde er mit Big Star Großbritanniens erster Springreiter-Olympiasieger. Überwältigt vom Augeblick nahm er, der sonst so knochenharte Kerl, mit Tränen in den Augen die Goldmedaille entgegen.

 

Am 14. Mai im Windsor Park werden die beiden Ausnahmeerscheinungen des Springsports verabschiedet, Nick Skelton, der Ende des Jahres 60 Jahre alt wird, und der 14 Jahre alte holländisch gezogene Hengst Big Star, der eigentlich What a Quickstar hieß und von dem kleinen Vererber Quick Star aus einer Nimmerdor-Mutter abstammt. Fünfjährig war Big Star von Gary und Beverley Widdowson gekauft worden, er hatte immer nur einen Reiter – Nick Skelton. Es war die richtige Wahl für alle.Der Sport ist bald um zwei Große ärmer...