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Erstes Gold für Laura Klaphage - 13. Gold für Isabell Werth bei Deutscher Meisterschaft PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Offz/ DL   
Samstag, 10. Juni 2017 um 19:30

Balve. Wie erwartet, doch nicht mit dieser Überlegenheit, gewann Isabell Werth durch den Erfolg im Grand Prix spezial ihre 13. deutsche Meisterschaft der Dressurreiter in Balve. Erstmals Titelträgerin bei den Springreiterinnen wurde Laura Klaphage aus Mühlen.

 

 

Isabell Werth (Rheinberg) gewann in Balve bei den 80. Deutschen Dressur-Meisterschaften ihren 13. Deutschen Titel. Mit ihrem Westfalen-Wallach  Emilio siegte sie im Grand Prix Special mit 84.275 Prozentpunkten. Hinter der Titelverteidigerin, 2016 auf Weihegold, sicherten sich Sönke Rothenberger (Bad Homburg) und Cosmo (80.804) die Silbermedaille, Bronze ging an Reitmeister Hubertus Shcmidt (Borchen) auf dem Trakehner-Hengst Imperio (77.196).

 

Im vergangenen Jahr stand Emilio, der elfjährige Westfale (von Ehrenpreis – Cacir AA), noch ein wenig im Schatten seiner Stallgenossin Weihegold. Die Stute fehlt diesmal in Balve aufgrund einer Entzündung. „Emilio ist jetzt noch ein Jahr weiter. Er hat aufgeholt an Routine, an Kraft und an Erfahrung. Heute hat er sich aus dem Schatten Weihes herausgekämpft“, sagte Werth. Bereits am Freitag gingen die beiden als Sieger aus dem Grand Prix hervor, auch dort schon mit Bestleistung. Ihre heutigen 84.2 Prozent sind das mit Abstand beste Ergebnis, dass die beiden in einem Grand Prix Special bisher erreicht haben. „Die Art und Weise wie er die beiden Tage gegangen ist, das war einfach sehr souverän, sehr sicher, sehr routiniert und im Special war das Ganze nochmals ein Stück kompakter, geschlossener. Ich habe ihn wunderbar reiten können, er war auf dem Punkt, in der Piaffe, Passage, bei den Übergängen, Wechseln und Pirouetten. Emilio hat wirklich sehr gut mitgemacht. Das war genau die richtige Mischung aus Power, Durchlässigkeit und Souveränität“, die 47 Jahre alte deutsche Rekordmeisterin.

 

Der 22-jährige Student Sönke Rothenberger und sein niederländischer Wallach Cosmo waren 2014 bei den Jungen Reitern Beste um die deutsche Meisterschaft ihrer Altersklasse, nun waren sie zum zweiten Mal bei den Deutschen Meisterschaften der Senioren in Balve am Start. Im vergangenen Jahr schrammten sie in der Kür knapp an einer Medaille vorbei, diesmal holten beim ersten Meisterschaftsstart bei den Senioren im Special ihre erste Medaille. Cosmos sei im Vergleich zum Grand Prix, ebenfalls zweiter Platz, etwas wacher gewesen.

 

Bereits auf zwei Deutsche Meistertitel kann der 57-jährige Hubertus Schmidt blicken. Der Reitmeister freute sich im Special besonders über die gelungene Runde seines Trakehner Hengstes Imperio (von Connery - Balfour xx), die ihm die Bronzemedaille einbrachte. „Wir hatten im Winter ein bisschen ein Loch, als alles nicht so ganz gut lief. Dann haben wir wirklich viel an den Schwächen gearbeitet, um ihn schön aufs Hinterbein zu bekommen. Das ist uns glücklicherweise gelungen.“

 

Laura Klaphage erstmals Amazonen-Meisterin

 

Erstmals deutsche Meisterinm der Springreiterinnen wurde beim insgesamt 80. Championat der Amazonen die 23-jährige Laura Klaphake (Mühlen). ld) hat erstmals den Deutschen Meistertitel der Springreiterinnen. Mit ihrem Pferd Silverstone G blieb sie in beiden Wertungsprüfungen ohne Strafpunkte. Zweite wurde, wie im Vorjahr, Angelique Rüsen (Marl), diesmal mit Carlson. Erstmals auf dem Treppchen stand auch Vanessa Borgmann (Wesel), die wie Rüsen insgesamt vier Strafpunkte verzeichnete.

 

Laura Klaphake konnte ihren Triumph selbst kaum fassen. Zwar weiß sie, wie es sich anfühlt, Deutsche Meisterin zu werden, doch ihr letzter Titel liegt schon sieben Jahre zurück. Damals wurde sie mit ihrem Pony Jerome Deutsche Meisterin ihrer Altersklasse, genau wie schon drei Jahre zuvor. Nun hat sie den Sprung ins Seniorenlager geschafft. Im vergangenen Jahr triumphierte sie noch in der Etappe von Deutschlands U25-Springpokal in Balve, diesmal stand sie ganz oben auf dem Podest der Meisterschaftswertung. Mit ihrem schwedischen Wallach Silverstone G beendete sie als einzige Reiterin alle drei Umläufe ohne Strafpunkte.

„Ich kann das noch gar nicht glauben, mit seinen neun Jahren hat er das so toll gemacht. Der Parcours war anspruchsvoll, aber er war fair gebaut“, sagte Klaphake, die 2010 und 2014 schon Mannschaftseuropameisterin der Jungen Reiter war. Silverstone, der Paul Schockemöhle gehört und bei dem Lauras Vaters Joseph Klaphage als Kundenberater im Pferdehandel arbeitet, kam sechsjährig zu ihr und sei ein bisschen speziell, „der Wallach ist schon mal ein bisschen überehrgeizig, aber er will immer alles richtig machen.“ Bereits in Hamburg vor gut zwei Wochen zeigte Klaphake mit ihrem zweiten Pferd Catch me if you can, dass sie auch auf Fünf-Sterne-Niveau mithalten kann. Das darf sie in zwei Wochen beim Nationenpreis in Rotterdam noch einmal beweisen.

 

Die in Balve zweitplatzierte Angelique Rüsen ist als Bereiterin im Stall von Christian Ahlmann (Marl) tätig und gewann 2016 die Silbermedaille mit ihrem Pferd Charity. Diesmal gelang ihr die Vizemeisterschaft mit dem neunjährigen Carlson, einem Sohn des Württembergers Colorit, mit dem Ahlmann im Fünf-Sterne-Bereich erfolgreich unterwegs ist. Das Besondere: „Ich reite Carlson erst seit einer Woche, habe ihn vielleicht zehnmal geritten, inklusive Balve“, sagte Rüsen und lachte. „Am ersten Tag war die Abstimmung noch nicht optimal, heute klappte es deutlich besser.“

 

Zwei Jahre älter als seine Konkurrenten ist Caspar, das Pferd der Bronze-Gewinnerin Vanessa Borgmann (Wesel). Über den Westfalen von Cornet Obolensky – Diamantino sagte seine 24-jährige Reiterin, die ebenfalls zum ersten Mal im Seniorenlager antrat: „Caspar hat in den letzten Wochen schon gezeigt, dass er das auf jeden Fall kann. Aber er ist auf diesem Niveau noch nicht so erfahren. Ich bin ohne Druck nach Balve gefahren und dachte mir,  schnuppere mal rein. Dass es jetzt eine Medaille wurde, ist umso schöner.“

 

Für Heiner Engemann, Disziplintrainer Springen, stand fest: „Wir haben hier super Sport auf sehr hohem Niveau gesehen. Der Parcours war schwer, aber fair gebaut und hatte schon ein paar Tücken. Laura hat in den letzten Wochen schon einige gute Runden gedreht und gezeigt, dass sie in Form ist.“

Titelverteidigerin Simone Blum (Zolling) reitet in diesem Jahr bei den Herren um die Medaillen – neben Jörne Sprehe (Fürth).