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Erstmals wieder Derby-Triumph seit 1959 für Gestüt Röttgen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Offz/ DL   
Montag, 03. Juli 2017 um 08:09


Windstoß flog im Endspurt an der Konkurrenz vorbei zum Triumph im 148. Deutschen Derby

(Foto: Frank Sorge/ Galoppfoto.de)

Hamburg. Das 148. Deutsche Galopp-Derby in Hamburg-Horn endete mit Sieg von Windstoß unter Jockey Maxim Pecheur.

 

 

Historischer Triumph des Gestüts Röttgen (Köln-Heumar) vor 12.800 Zuschauern durch Windstoß im 148. Deutschen Derby, dem bedeutendsten Galopprennen der gesamten hiesigen Rennsaison 2017 auf der Galopprennrennbahn Hamburg-Horn: Unter dem erst 26-jährigen Jockey Maxim Pecheur sorgte der Sohn des 2004er-Derby-Helden Shirocco für den ersten Erfolg der Zuchtstätte seit dem Jahr 1959 (Uomo).

 

Der 75:10-Mitfavorit, u.a. Zweiter im Oppenheim-Union-Rennen in Köln, nur wenige Tage nach einem Sturz in Hannover, begeisterte das Publikum in der Hansestadt mit einem atemberaubenden Endspurt. Von einem der hinteren Plätze im 18er-Feld flog der Hengst in der alles entscheidenden Phase regelrecht an den Konkurrenten vorbei, als sich schon alles auf einen neuerlichen Derby-Sieg des siebenmal im Blauen Band erfolgreichen Jockeys Andrasch Starke mit Enjoy Vijay eingestellt hatte.

 

Aber Windstoß entwickelte so gewaltige Reserven, dass er noch mit einer Länge an dem sehr starken Konkurrenten vorbeikam. 390.000 Euro waren der Lohn für das Gestüt Röttgen. Dr. Günter Paul, der Vorsitzender der Mehl-Mülhens-Stiftung, die die Geschicke in Rötten bestimmt, meinte in einem ersten Kommentar: „Ich freue mich sehr, dass wir einem jungen Reiter wie Maxim Pecheur vertraut haben. Er hat alles perfekt umgesetzt.“

 

Pecheur war erst am Tag der Startboxen-Auslosung als Reiter für Windstoß nominiert worden, nachdem er eigentlich für den Außenseiter Sternkranz vorgesehen war. Der Grund: Stalljockey Adrie de Vries laboriert an einer Verletzung und stand nicht zur Verfügung, und es konnte auf die Schnelle kein Top-Jockey aus dem Ausland verpflichtet werden. Da vertraute man lieber dem jungen Reiter, der schon beim Ehrenplatz in der Union seine Sache sehr gut gemacht hatte. Pecheur wenig später nach dem großartigen Erfolg: „Ich kann es kaum in Worte fassen, dass man mir das Vertrauen geschenkt hat und wir nun gewonnen haben. ich habe mich unterwegs aus allen Positionskämpfen herausgehalten. Er hat so riesig angezogen, und das im größten Rennen, das es in Deutschland gibt. Das ist mein bedeutendster Erfolg bislang.“

 

Auch Trainer Markus Klug, der mit sieben Startern einen Rekord aufgestellt hatte, war außer sich vor Freude: „Seit 1959 hatte kein Röttgener mehr im Derby gewonnen. Damals war ich noch gar nicht geboren. Was für eine große Sache. Ich bin so glücklich nach dem ganzen Stress im Vorfeld.“ Es war nach Sea The Moon 2014 der zweite Derbysieg für den Championtrainer, der seine Führung in der German Racing Champions League weiter ausbaute.

 

Hinter dem toll laufenden Enjoy Vijay aus dem Stall von Peter Schiergen hielt sich auch der ebenfalls von dem Kölner aufgebotene Außenseiter Rosenpurpur als Dritter glänzend vor Shanjo und dem unterwegs führenden Promise of Peace. Die hoch gehandelten Colomano (13. als Favorit) und Warring States (Letzter) spielten keine Rolle mehr.

Das Rennen auf Video

Hapag-Lloyd-Rennen an Stall Torjäger

 

Die prominenten Fußball-Spieler Nick Proschwitz und Mike Hanke gehören neben Sebastian Weiss und Lars-Wilhelm Baumgarten zu dem Besitzerkreis des Stalles Torjäger, der im Hapag-Lloyd-Rennen (52.000 Euro, 2.200 m) mit dem 27:10-Favoriten Indian Eagle (Jozef Bojko) wahrlich ein „Tor“ erzielte. Der für 67.000 Euro bei der BBAG-Auktion ersteigerte Sohn des früheren Derbysiegers Adlerflug kam mit toller Schlussoffensive noch ganz knapp an dem Außenseiter Shining Lord sowie dem lange führenden Abadan vorbei und verdiente auf einen Schlag 25.000 Euro. „Das St. Leger ist sein großes Fernziel“, berichtete Trainer Andreas Wöhler anschließend.

 

Überraschend kam der Start-Ziel-Sieg des Schimmels Farshad (mit dem französischen Senkrechtstarter Clement Lecoevre) zur Quote von 120:10 im Rudolf-August Oetker-Gedächtnisrennen (52.000 Euro, 1.600 m), der mit über sechs Längen Vorsprung die Gegner aus den Schuhen galoppierte. Trainiert wird der Hengst von Henk Grewe in Köln, Besitzer ist Darius Racing von Stefan Oschmann, dem Besitzer vom 2016er-Derbysieger Isfahan. Waldpfad und Marillion gefielen auf Rang zwei und drei. Noch nicht gewinnen konnte nach zweijähriger Abstinenz die einstige Top-Derby-Hoffnung Karpino in einer 1.800 Meter-Prüfung – er wurde nur Dritter hinter dem ebenfalls von Andreas Wöhler gesattelten Incantator (54:10, J. Bojko) und Pagino.

 

Champion Filip Minarik untermauerte seine derzeit große Form, als er den von Christian Sprengel in Hannover trainierten El Zagal (94:10) zu einem knappen Erfolg in einem 1.200 Meter-Ausgleich II führte.

 

Schon zweieinhalb Stunden vor dem Derby riss es das Publikum von den Sitzen, denn im Preis vom Gestüt Röttgen (Ausgleich I, 2.400 m) lieferten sich Veneto (mit dem Italiener Daniele Porcu; 30:10), Nimrod und Sweet Thomas ein Finish der Extraklasse, mit dem besten Ende für den von Ex-Klassejockey und Neutrainer Andreas Suborics aufgebotenen Veneto, der den zweiten Sieg in Folge für das Gestüt Winterhauch der Familie Mosca (Eberbach) schaffte.

„Familiensache“ - Stadt Hamburg ehrt Hein Bollow

Der ältere kleine Herr, den man fröhlich winkend an jedem Renntag in Hamburg-Horn sieht, der voller Respekt von jedem und jeder begrüßt wird, ist legendär. Hein Bollow, mit über 1000 Siegen als Jockey und als Trainer gleichermaßen erfolgreich und hoch verehrt,  ist am 5. Dezember 1920 geboren -  ein wahrer Zeitzeuge also - außerdem immer dabei, wenn es um Vollblut und Rennsport geht. Bollow ist ein Symbol dafür, dass die Rennsportfamilie funktioniert, ein Vorbild und Beispiel und dafür ehrte ihn die Stadt Hamburg. Der Innen- und Sportsenator der Stadt Hamburg, Andy Grote, überreichte den Ehrenteller der Hansestadt.

HRC-Präsident Eugen-Andreas Wahler hielt die Laudatio auf die Jockey- und Trainerlegende im Beisein von  Filip Minarik, jenem Jockey, der seit Jahren den engsten Kontakt zu Bollow hat.  Auch beim Trainer Peter Schiergen ist Bollow gern gesehen. Der einstige Spitzentrainer ist immer mit ganzem Herzen und wachem Verstand bei der Sache und auch beim IDEE Derby-Meeting 2017 an jedem Renntag auf der Bahn zu treffen.