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Dritter belgischer Sieg im Großen Preis von Aachen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Sonntag, 23. Juli 2017 um 17:14

 

Gregory Wathelet, zwischen 2005 und 2008 in Diensten der Ukraine international unterwegs, auf der elfjährigen Westfalen-Stute Coree von Cornet Obolensky mal Liberty Life, zweiter Belgier als Sieger im Großen Preis von Aachen seit 1927

(Foto: Kalle Frieler)

Aachen. Das 102. Internationale Offizielle Reit- und Fahrturnier (CHIO) von Deutschland endete mit dem Sieg des Belgiers Gregory Wathelet um den Großen Preis von Aachen, womit er gleichzeitig die Tür zum Erfolg im Grand Slam um eine gar zwei Millionen Euro öffnete. In der Dressur wurde Isabell Werth zum elften Mal Championesse ihrer Branche in Aachen.

Zum dritten Mal nach 1993 und 1995 – jeweils Jean-Claude Vangeenberghe – endete der Große Preis von Aachen als eine der großen klassischen Springprüfungen mit dem Erfolg für Blegien - durch Gregory Wathelet (40). Der Vize-Europameister von 2015 siegte auf der elfjährigen Schimmelstute von Cornet Obolensky nach zwei Umläufen und Stechen vor 40.000 Zuschauern in der Soers auf dem wahrlich schwierigen, aber nicht unfairen Parcours von Frank Rothenberger (Bünde) ohne Fehler und kassierte von der einen Million Preisgeld ein Viertel ab. Ohne Fehler, jedoch mit über einer Sekunde Rückstand wurde die für Portugal startende, recht scheue Brasilianerin Luciana Diniz – zuhause in Wachtberg bei Bonn – auf der For Pleasure.nachkommin Fit For Fun Zweite (200.000 €). Den dritten Platz belegte der Niederländer Marc Houtzager auf Calimero nach ebenfalls fehlerfreiem letztem Ritt (150.000), dahinter folgte als Vierte im Stechen die US-Amerikanerin Laura Kraut, Lebensparetnerin von Olympiasieger Nick Skelton (Großbritannien) auf der Holsteiner Stute Zeremonie (100.000), ein Abwurf im Stechen.

 

Bester Deutscher war als Fünfter Exmeister Andreas Kreuzer (Herford) auf dem Oldenburger Wallach Calvilot (70.000), jeweils ein Zeitfehler in jedem Umlauf verhinderte die Teilnahme am Stechen. Als Sechster (55.000) platzierte sich  der frühere Ludger-Beerbaum-Schüler Henrik von Eckermann (Schweden) auf Chacanno, Schnellster Teilnehmer mit vier Strafpunkten von insgesamt sieben Kollegen. Dazu gehörte auch die erst 23 Jahre alte Laura Klaphage (Mühlen), die deutsche Meisterin stieß bei ihrem ersten Start beim Westfest des Pferdesports in Aachen fast ins Stechen, doch ein Abwurf mit der Stute Catche Me If You Can in der zweiten Runde verbaute ihr die Teilnahme am Stechen, sie kam auf den 13. Rang – und verließ dennoch glücklich die Kaiserstadt nach Südoldenburg, auch ohne einen Cent Preisgeld, denn „Asche“, so der Branchenjargon, wurde nur bis Platz 12 bezahlt, und dort gab es noch 25.000 Euro…

 

Insgesamt waren die deutschen Springreiter nicht gerade zuhauf anzutreffen auf den Siegerplätzen, denn bis auf den Preis der Nationen gingen alle weiteren herausragenden Konkurrenzen – u.a. Preis von Europa an Eric LKamaze (Kanada), Preis von Nordrhein-Westfalen an den Weltranglisten-Ersten Kent Farrington (USA) und zuletzt der Große Preis – an die Gäste.

 

Für Gregory Wathelet öffnete sich gleichzeitig in Aachen die Pforte zum Grand Slam-Triumph, den bisher als einziger der Brite Scott Brash feierte. Den Grand Slam gewinnt jener Springreiter, der hintereinander drei Große Preise gewinnt, alles beginnend beim ersten Erfolg, unabhängig vom Kalenderjahr. Zu den Grand Slam-Austragungsorten gehören neben Aachen weiter Spruce Meadows bei Calgary, Genf und ab nächstem Jahr auch s`Hertogenbosch. Bei drei Siegen hintereinander kommt zum Preisgeld aus den Prüfungen ein Bonus von einer Million Euro, reitet einer aus allen drei Grand Prix als Erster aus der Arena, erhält er eine Extraprämie von zwei Millionen Euro. Wer zweimal gewinnt hintereinander, kassiert extra 500.000 €, bei zwei Erfolgen mit einer Unterbrechung bei drei Turnieren werden zusätzlich  250.000 gezahlt.

 

Auch die Beste kann verlieren, wenn…

 

Isabell Werth auf der Oldenburger Rappstute Weihegold OLD - Championesse der Dressur beim CHIO von Aachen

(Foto: Valeria Streun/ Kalle Frieler)

 

In der Dressur wurde mal wieder offensichtlich, dass reiterliches Können nicht allein genügt, wenn ein Richter es anders sieht. So im Grand Prix Special. Da gewann die US-Amerikanerin Laura Graves mit dem holländischen Wallach Verdades knapp vor Isabell Werth auf Weihegold, nicht, weil sie so überragend war, sondern weil sie die britische Jurorin Isobel Wessels – nicht das erste mal – auf den fünften Rang setzte. Dafür kann die Weltcup-Dritte natürlich nichts. Wessels sah auf wunderbare Weise die erfolgreichste Dressurreiterin aller Zeiten auf der Rappstute in einem Fall sieben Prozentpunkte schlechter als Chefrichterin Anne Gribbons (Großbritannien), doch wie vor einem ordentlichen Gericht  sind sportliche Urteile nicht anfechtbar, aber Diskussionen sollten geführt werden, dafür sind Ausschüsse oder Nachhilfe da…

 

In der Kür zum Abschluss zeigte dann die sechsmalige Olympiasiegerin ihre ganze Klasse und Kunst, wie eine Ausnahmereiterin die vorher gewählte Musik in Bewegung zu Pferde umwandeln und sichtbar machen kann. Mit 89.675 Prozentpunkten verließ Isabell Werth das Sandviereck, mit Weile verfolgt von Sönke Rothenberger (Bad Homburg) auf Cosmo (85,75) und Laua Graves mit Verdades (82,55). Die Rheinbergerin, die während des CHIO von Deutschland 48 Jahre alt wurde, erhielt nicht weniger als 13 mal die Höchstnote „10“ vom Richtergremium, in dem Isobel Wessels  in der Kür keinen Platz hatte…

 

Dressur-Championesse wurde zum wiederholten Mal beim CHIO in Aachen wieder einmal Isabell Werth. Auf Weihegold, mit der sie zuletzt nach Team-Gold bei Olympia auch vor wenigen Monaten den Weltcup gewann, sammelte sie in den drei Prüfungen Grand Prix, Grand Prix Special und Kür insgesamt 253,905 Punkte, damit lag sie um über 100 Zähler vor Laura Graves (243.888), Sönke Rothenberger mit Cosmos (242,821), der Dänin Cathrine Dufour auf Cassidy (237,157) und der Irin Judy Reynolds auf Vancouver (227,566).

 

Nach ihrem Erfolg in der Kür warf Isabell Werth den Blumenstrauß ins Volk, weil jedoch der erste Wurf nicht glückte, stoppte sie die Ehenrunde ab, stieg aus dem Sattel, holte das Gebinde und schmiss es nochmals unter dem Jubel der 16.000 über die Bande. Auch die Prämien für Isabell Werth lassen sich sehen, insgesamt kam sie auf insgesamt rund 83.300 Euro, allein für den Kür-Erfolg gab es 43.000 €.