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Rang 5 im Springen - Gold und Silber in Dressur für Deutschland PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: FN-Pressestelle   
Samstag, 26. August 2017 um 08:52

 

Team-Europameister Irland mit (von links) Coach Rodrigo Pessoa (Brasilien), ehemaliger Olympiasieger und Weltmeister, Shane Sweetnam, Denis Lynch, Bertram Allen and Cian O'Connor.

(Foto: FEI/Claes Jakobsson)

Göteborg. Rang fünf, das ist das Ergebnis des deutschen Teams im Mannschaftsfinale bei der Europameisterschaft der Springreiter in Göteborg. Vor zwei Jahren in Aachen hatte eine Equipe noch Silber und dann in Rio Bronze gewonnen…

Marcus Ehning  (Borken) und Pret a tout hatten einen Abwurf, genau wie Laura Klaphake (Steinfeld) und Catch me if you can, die wegen Zeitüberschreitung mit fünf Punkten aus dem Parcours gehen. Maurice Tebbel (Emsbüren) und Chacco's Son haben acht Punkte. Philipp Weishaupt (Riesenbeck) und LB Convall haben einen super Abschluss hingelegt und sind fehlerfrei geblieben. Die Goldmedaille geht nach Irland. Wie der zweite Umlauf der Mannschaftswertung abgelaufen ist, hier in unserer Tageszusammenfassung.

Das deutsche Team wird Fünfter in der Mannschaftswertung der Europameisterschaft der Springreiter, hinter Belgien. Gold geht nach Irland mit 12,11 Punkten, Silber an die Gastgeber aus Schweden mit 18,21 Punkten und Bronze in die Schweiz mit 20,15 Punkten. Bundestrainer Otto Becker sagt: "Unterm Strich wären wir natürlich gern ein, zwei Plätze weiter nach vorne gerutscht, aber alle Reiter sind ordentlich geritten. Wir haben hier ein junges Team, und wussten vorher, dass wir mit Championats-Neulingen antreten und dass deshalb vielleicht der ein oder andere Fehler passieren kann. Wir haben tolle Runden gesehen, von Marcus natürlich, Laura ist super geritten, Maurice hat richtig gekämpft, sein Pferd sprang hier einfach nicht so, wie in den Wochen zuvor und Philipp hat am Ende einen brillanten Ritt gezeigt. Dieses Jahr war ein Jahr des Umbruchs. Wir haben immer den jungen Leuten Chancen gegeben, dieses Jahr war die Zeit dafür. Die jungen Reiter haben hier viel gelernt, das ist eine Investition in die Zukunft."

Drei deutsche Reiter haben es ins Finale um die Einzelmedaillen am Sonntag geschafft. Der Schwede Peder Fredricson mit All Inn ist bisher der einzige Reiter ohne Strafpunkte auf seinem Konto. Der Schweizer Martin Fuchs und sein Schimmel Clooney liegen auf Rang zwei mit 2,03 Strafpunkten vor Shane Sweetnam aus Irland mit Chaqui Z. 

Der erste deutsche Reiter im Team, Marcus Ehning, hatte mit seinem Fuchswallach Pret a tout einen Abwurf an Sprung drei zu verzeichnen. Ehning sagt zu seinem Ritt: "Das war ein Flüchtigkeitsfehler, das hätte nicht passieren müssen." Bis zu dem Springfehler im zweiten Umlauf der Mannschaftsentscheidung lagen der 43-Jährige aus Borken und sein Fuchswallach Pret a tout auf Rang zwei der Einzelwertung, nun rangieren sie auf Rang acht mit 4,95 Punkten. 

Es war so schön! Und hat doch nicht sollen sein: Laura Klaphake und ihre neunjährige Stute Catch me if you can kassieren trotz einer sehr sicheren und stilistisch schönen Runde einen Fehler am vorletzten Sprung. Ein Strafpunkt für Zeitüberschreitung kommt hinzu. „Das war der einzige Sprung, den Catch me berührt hat, manchmal bleibt die Stange dann liegen, manchmal nicht, das ist natürlich ärgerlich", sagt Laura Klaphake. "Ich bin leider minimal zu dicht zum Sprung gekommen, hatte aber trotzdem ein tolles Gefühl im Parcours und bin so stolz auf mein Pferd, diese Runde war vom Gefühl im Parcours die Beste bisher. Catch me ist auf diesem Niveau bisher kein Flutlichtspringen gegangen, aber sie hat direkt die Ohren gespitzt und das toll gemacht." Die Championats-Debütantin hat es gerade unter die 25 Reiter geschafft, die ins Einzelfinale am Sonntag einreiten dürfen. Mit 14,95 Punkten liegt sie auf dem 25. Platz.

Für den 23-jährigen Maurice Tebbel aus Emsbüren und seinen neunjährigen Hengst Chacco’s Son war die EM kein gutes Pflaster: Zwei Abwürfe bekommen die beiden im zweiten Umlauf der Mannschaftswertung - einen am Einsprung der dreifachen Kombination, den zweiten am überbauten Wassergraben, einem Oxer. Ein enttäuschter Maurice Tebbel sagt nach seinem Ritt: „Der Parcours fing eigentlich ganz gut an, ich hatte ein besseres Gefühl als an den letzten Tagen. Ein Fehler wie an der dreifachen Kombination kann passieren, ans Wasser vor dem Oxer bin ich vielleicht wieder etwas zu doll herangeritten, möglicherweise resultiert der Fehler daraus.“

Einen perfekten Abschluss haben Philipp Weishaupt und LB Convall als letztes deutsches Paar hingelegt. Die beiden liegen aktuell mit 6,73 Punkten auf Rang zehn in der Einzelwertung.

 

Isabell Werth vor 10 Jahren bereits Einzeltitel

 

Die Dressur-Entscheidung im Grand Prix Special einige Stunden geht an Isabell Werth (Rheinberg) mit Weihegold OLD mit 83,613 Prozent und holt sich damit erstmals nach zehn Jahren wieder den Titel im GPS. Vize-Europameister wird Sönke Rothenberger mit Cosmo. Mit 82,479 Prozent ist der Bad Homburger der erfolgreichsten Dressurreiterin der Welt recht nahe gekommen. Die Bronzemedaille geht an die Dänin Cathrine Dufour mit Cassidy (79.762).

 

Das beste Drittel des 30-köpfigen Starterfeldes kam zuletzt. Darunter alle vier deutschen Reiter. Als erstes deutsches Paar gingen Dorothee Schneider (Framersheim) und der 11-jährige bayerische Wallach Sammy Davis Jr. um 16.15 Uhr ins Viereck. Fehler in der Pirouette und in der letzten Piaffe kosteten wertvolle Punkte. Mit Platz zwölf (73.249 Prozent) qualifizierte sich die Mannschafts-Olympiasiegerin von 2016 aber für die Kür einen Tag später, der die besten 15 des Special noch einmal um Einzelmedaillen versammelt. Für Helen Langehanenberg (Billerbeck) und den 15-jährigen Hannoveraner Hengst Damsey FRH endete nach sehr teuren Fehlern die EM mit Platz 21 (70.756 Prozent) im Special. Trotz der Enttäuschung blickt die Mannschafts-Weltmeisterin von 2014 positiv auf diese EM: „Wir hatten einen phantastischen Auftakt im Grand Prix. Wir haben unser Bestes gegeben. Wir fahren mit einer Mannschaftsmedaille nach Hause. Ich bin unglaublich froh, in Göteborg dabei gewesen zu sein. Und jetzt kriegt Damsey erst einmal eine Pause. Er hat viel geleistet.“

 

Viel geleistet hat bisher auch die zwölfjährige Don Schufro-Tochter Weihegold OLD. „Das hat sich phantastisch angefühlt. Weihe ist im Moment wirklich in der Form ihres Lebens“, sagte die Weltranglistenerste Isabell Werth über die Stute. „Dieses Jahr läuft extrem gut. Also man muss die Fehler suchen, die sie macht in einer Prüfung. Das war ein unglaublich präziser, kontrollierter mit entsprechendem Risiko versehener Ritt. Ich bin total happy.“ Das konnte sie auch sein. Als viertletzte Starterin war sie die Erste, die mit Abstand über 80 Prozent kam. Die Führung streitig machen wollten ihr noch die Dänin Dufour, Teamkollege Rothenberger und als letzter Starter der Mannschafts-Olympiasieger von 2012, der Brite Carl Hester. Als größte Konkurrenz erwies sich schließlich der 22-jährige Student, mit dem sie letztes Jahr Mannschafts-Olympiasieger wurde und mit dem sie zwei tage davor Teamgold gewinnen konnte. Rothenberger gelang es ebenfalls, den Richtern deutlich über 80 Prozent zu entlocken.

 

„Ich hatte ein unglaubliches Gefühl. Heute sind wir sehr nah an das herangekommen, was wir wirklich können. Ein bis zwei Kleinigkeiten könnten wir noch verbessern“, sagte Sönke Rothenberger und war voller Begeisterung über den zehnjährigen Wallach. „Cosmo gibt mir so viel. Ich bin sehr dankbar, dass ich ihn habe.“ Und mit Blick auf die Zukunft: „Ich habe keinen Zweifel, dass wir jeden schlagen können. Wir müssen es am entsprechenden Tag aber auch abrufen können.“  Bundestrainerin Monica Theodorescu: „Beide haben sehr gute Küren. Klar, Weihe ist die Kür schon viel öfter gegangen als Cosmo. Aber Sönkes und Cosmos Kür war in Aachen schon toll. Ich hoffe, dass es für beide ähnlich gut läuft wie in Aachen.“