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Isabell Werth erhöhte Medaillensammlung in Göteborg auf 33... PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Sonntag, 27. August 2017 um 15:21

Die Medaillengewinner in der Kür-Dressur von Göteborg (von lks) Sönke Rothenberger als Zweiter, Siegerin Isabell Werth und Cathrine Dufour aus Dänemark

(Foto: FEI/ Richard Julliard)

Göteborg. Isabell Werth gewinnt in Göteborg in der Dressur alle drei möglichen Goldmedaillen und ist die erfolgreichste Teilnehmerin der diesjährigen Championate in den olympischen Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit von Europa.

 

 

Isabell Werth ist inzwischen nicht mehr in Worte zu fassen. Seit bald 40 Jahren reitet sie international, sie hat sich alles erarbeitet und ihr angeborenes nicht erlernbares Talent nicht verschleudert, sich nie in gewinnbringende unsaubere Geschäfgte im Pferdehandel eingelassen, sie lernte wie eine Anfängerin ständig weiter, unbeirrt, neugierig, diszipliniert, gejagt auch vom ewigem Ehrgeiz. Sie wurde nie auf fertige Pferde gesetzt. Aber sie hatte einmal im Leben jenes verdammte Glück, was vielen eben vergönnt ist, nämlich auf Dr. Uwe Schulten-Baumer zu treffen. Der „Doktor“, wie er genannt wurde, entdeckte mit seiner einmaligen Gabe und dem einzigartigem Gefühl alles an ihr, um sie zur Dressur Queen der Welt emporsteigen zu lassen. Und dazu studierte sie noch „nebenbei“ erfolgreich Jura mit Staatsexamen im Februar 2000.

 

Im Göteborger Ullevi-Fußballstadion von Göteborg wurde Isabell Werth dreifache Europameisterin. Zunächst gewann sie mit dem Team und den Kollegen Helen Langehanenberg auf dem Hengst Damsey, Dorothee Schneider auf  Sammy Davis jr und Sönke Rothenberger auf Cosmo Team-Gold, danach ritt sie mit der Rappstute Weihegolkd OLD zu Gold im Grand Prix Special und auch in der Kür. Viele Beobachter meinten, möglicherweise hätte auch Sönke Rothenberger mit seinem geschmeidigen holländischen Wallach Cosmos Erster werden können, denn beide trennten am Ende nur wenige Prozentpunkte. Fünf Richter setzten Isabell Werth und Weihegold auf Platz 1, zwei auf Rang 2, wobei am Ende 90,750 Zähler herauskamen, für den Studenten Rothenberger votierten zwei der Juroren als Sieger und fünf als Zweiten, wofür sie 90,614 gaben. Und wenn es nach Chefrichterin Annette Fransen Iacobäus (Schweden) gegangen wäre, hieße der Europameister Sönke Rothenberger. Aber die Skandinavierin sah im Gegensatz zu ihren Kolleginnen und Kollegen sowieso alles anders, bis auf die spätere Dritte Cathrine Dufour (Dänemark) auf Cassidy (84,561).

 

Was nicht zuletzt vielleicht den Ausschlag gab, dass Isabell Werth Dressur als leicht und zwischendurch mit einem Lächeln übermalt, und ein Rappe, wie eben Weihegold, oft in einem entscheidenden Moment durch Ausstrahlung ein bisschen mehr besticht, was in der Punktewertung nicht unbedingt entscheidend sein sollte, doch auch Richter sind nur Menschen… Jedenfalls dürfte Sönke Rothenberger als Kronprinz schon einmal bei Hofe und Isabell Werth vorstellig geworden sein im Hinblick auf kommende Meisterschaften. Er ist erst 22 Jahre alt, Isabell Werth „schon“ 48.

 

Isabell Werths erster Satz nach dem letzten Auftritt in Göteborg, und noch ohne zu wissen über das Punktergebnis: „Das war unsere bisher Beste Kür…“  Und als Gesamtpreisgeld nahm sie aus Göteborg 90.750 € mit.

 

Inzwischen dürfte sie selbst über ihre Medaillensammlung bei Olympischen Spielen, Europa- und Weltmeisterschaften kaum noch einen Überblick haben. Insgesamt gewann sie in ihrer Laufbahn seit 1989 insgesamt nun 33 Medaillen, bei Europameisterschaften 19, sieben bei Weltmeisterschaften und sieben bei Olympia.