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Marcus Ehning "Champion von Paderborn" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Samstag, 09. September 2017 um 21:21

 

Marcus Ehning (43), u.a.  dreimal Weltcupgewinner und Team-Olympiasieger in Sydney, bisher bereits 75 Ritte für Deutschland in einem Preis der Nationen, gewann in Paderborn auf dem 12-jährigen Hengst Funky Fred von For Pleasure das "Championat von Paderborn" im Rahmen der Riders Tour.

(Foto: Kalle Frieler)i

Paderborn.Das Championat der Stadt Paderborn als Qualifikation zum Großen Preis als vorletzte Prüfung der diesjährigen Riders Tour gewann der Borkener Handelskaufmann Marcus Ehning auf Funky Fred vor Janne Friederike Meyer-Zimmermann (Pinneberg) auf Minimax. Möglicherweise organisierte Paderborn letztmals ein Springen der Riders Tour - wenn die Riders Tour überhaupt eine Fortsetzung hat.

 

Wenn mal kein Turnier der Global Champions Tour oder anderes hochkarätiges im internationalen Turniersport mit viel Geld auf dem Wochenplan steht, starten vor allem auch Deutsche mal wieder in Deutschland. An diesem Wochenende in Paderborn -  außer jenen fünf, die nach Calgary zum dortigen CSIO auf Spruce Meadows geschickt wurden.

Am Vortag des Großen Preises als Konkurrenz der Riders Tour siegte um das Championat von Paderborn als sogenannte Qualifikation zum Grand Prix  Marcus Ehning (Borken) auf dem Hengst Funky Fred, einem Nachkommen seines Erfolgspferdes For Pleasure, mit dem er Team-Olympiasiger werden konnte. Der Vorjahresgewinner der Riders Tour setzte sich im Stechen durch gegen die frühere Mannschafts-Weltmeisterin Janne Friederike Meyer-Zimmermann (Pinneberg) auf dem achtjährigen Schimmelwallach Minimax und Toni Haßmann (Lienen) auf dem Westfalen-Wallach Bien-Aime de la Lionne.

Eine Serie, die nur noch auf insgesamt fünf Springen basiert, ist keine Serie mehr Zudem wird der Gesamtgewinner nicht wie in den Anfangsjahren mit einer saftigen Zusatzprämie verabachiedet. Alle Ideen aus Begeisterung und getragen von finanzanzstarken Sponsoren, sind versandet. Und die Öffentlichkeit nimmt auch kaum noch Notiz von der Riders Tour, weil sie nämlich zum Beispiel von der Global Champions Tour und dem Rolex Grand Slam erdrückt wurde, und gegen das Geld jener Sponsoren ritt die Riders Tour vergeblich an.

So begann mal alles…

Im Jahre 2001 war die Geburtsstunde der Riders Tour, wunderbar bei einem Pressemeeting in Hamburg ausgebreitet. Inzwischen fristet die Tour, so bitter es erscheint für die Erfinder, im großen Springsport nur noch ein tristes Dasein. Und wenn sie verschwindet, wreden es nur wneige merken. Doch viele später kreierten Serien, wie auch die Global Champions Tour, gehen auf die Riders Tour zurück. Und Erfinder ist ohne Zweifel und ohne Wenn und Aber Paul Schockemöhle.

Die Riders Tour begann 2001 mit den Austragungsorten Mannheim als Auftakt, danach folgten Berlin, Hamburg, Wiesbaden, Hachenburg, Gera, Balve, Donaueschingen und als Finale das südbadische Aach. Sieben Gesellschafter, darunter neben Paul Schockemöhle auch  Ann Kathrin Linsenhoff, Ulli Kasselmann, Dietrich Walther und Hans-Werner Aufrecht, brachten jeweils eine Million Mark ein. Neben den Prämien in den einzelnen Springen wurden am Ende der Serie 1.320.000 DM als Preisgeld ausgeschüttet. Der Erste kassierte 500.000 DM, der Zweite 300.000 und an den Dritten gingen 200.000 DM, der Zehnte erhielt noch 10.000 DM. Erster und vorzeitiger Riders Tour-Sieger war damals Ludger Beerbaum. Der viermalige Olympiasieger und deutsche Rekordinternationale mit 134 Einsätzen in einem Preis der Nationen, gewann zudem auf der Stute Gladdys S als Bester im Grand Prix zum Abschluß in Aach bei Singen einen 150.000 DM-teuren italienischen Sportflitzer der Marke Maserati. Laut einer Meldung von dpa endete jedoch die erste Serie mit 2,5 Millionen Mark Miesen.

 

Die zweite Riders Tour wurde nach Einführung des Euro auf 904.000 € Gesamtpreisgeld aufgestockt, das waren nach der Umrechnung über 1,8 Millionen Mark. Berlin, Mannheim und Aach stiegen jedoch als Erste aus, dazu jedoch gesellte sich aber das englische Hickstead und Arezzo in Italien, außerdem wurde eine Riders Tour der Dressur angegliedert. Ludger Beerbaum gewann wieder die Springreiter-Tour und 250.000 Euro, Ulla Salzgeber (Kaufbeuren) ging auf ihrem Letten-Wallach Rusty in die Tour-Geschichte der Dressur ein, weil sie viermal startete, viermal gewann und einen Scheck in Höhe von 100.000 Euro entgegennahm – und bisher einzige Riders Tour-Siegerin blieb. Eine Fortsetzung folgte nämlich nicht. Den Dressurreitern fehlte auf ziemlich wunderlicherweise das Interesse an der Tour.

Seit 2008 gibt es auf der Riders Tour am Ende kein Extra-Preisgeld mehr. Damit erlosch auch das Interesse, nicht nur im Ausland. Inzwischen finden als Qualifikationen vor dem Endturnier in München im November insgesamt nur noch fünf Springen statt in Hagen a.T.W., Hamburg, Wiesbaden, Münster, Paderborn und im November in der Münchner Olympiahalle.. Die Totenglocke ist bereits zu hören, auch wenn der Klöppel noch nicht schwingt…