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Berühren ihres Pferdes - erfüllter Abschiedswunsch einer Sterbenden... PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: ProPferd.At./DL   
Freitag, 22. September 2017 um 15:14

(Foto: Klinikum Fürth)

Fürth. Es gibt Momente im Leben, da werden Höchstleistungen, Rekorde, angestrebte Ziele zur Nebensache – es sind wertvolle Augenblicke als Sternstunde, die einzig zählt. Darüber sollte mehr nachgedacht werden…

 

Es ist eine jener Geschichten, die üblicherweise im engsten Familien- und Freundeskreis bleiben und nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Dieses Mal war es anders – Familie und Bekannte waren ausdrücklich damit einverstanden, die berührenden Momente der Begegnung einer schwerstkranken Patientin mit ihrem früheren Pflegepferd – der Islandstute Dana – am Gelände des Klinikums Fürth festzuhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Möglich gemacht hatte das Wiedersehen zwischen der Patientin und der Islandstute der Leiter der Fürther Palliativstation, Josef Rauch.

 

Als sich der Zustand der 58-jährigen deutlich verschlechterte und ein Transport der Patientin in den Reitstall nicht mehr möglich war, musste eine rasche Entscheidung getroffen werden. Er nahm Kontakt mit der Reitstall-Besitzerin auf – und diese überlegte nicht lange und antwortete: „Ich verlade das Pferd und komme." Drei Stunden später konnte die Patientin im Beisein ihrer Familie noch einmal ihr ehemaliges Pflegepferd streicheln.

 

In Hunderten Kommentaren äußerten LeserInnen – oftmals von Emotionen überwältigt – wie ergreifend und toll sie die Aktion finden und wie wertvoll und bewundernswert die Leistung der Mitarbeiter auf Palliativstationen ist. Hier nur eine kleine Auswahl der Postings, die allesamt für sich sprechen:

 

„ Ein Herzenswunsch ist in Erfüllung gegangen. Für die todkranke Patientin sehr emotional und mit schönen Erinnerungen verbunden. Grossen Dank an Alle die das möglich gemacht haben."

 

„Auch ohne einen einzigen Mitwirkenden persönlich zu kennen: Gibt's sowas wie den Himmel, so habt ihr euch eines Tages die flauschigste Wolke verdient. Solche Menschen sind Gold wert."

 

„In der heutigen Zeit, in der es nur nach Gewinnmaximierung und Rentabilität geht, möchte ich mich als Schwager der nun Verstorbenen bei dem Team für diese einmalige Geste recht herzlich bedanken. Auch im Namen meiner Frau."

 

„Ich ziehe den Hut vor den Mitarbeitern der Palliativstation, täglich begleiten sie Menschen auf ihrem letzten Weg. Sehr schöne Idee einem Menschen nochmals das zu geben, was ihm wichtig war, es tut so gut zu lesen, trotz der Situation, noch mal erleben zu können, was glücklich sein bedeutet. Macht weiter so und zaubert Menschen, die sich auf ihrem Letzten Weg befinden ein Lächeln ins Gesicht."

 

Mit dem Facebook-Beitrag wollte das Palliativ-Team des Klinikums Fürth nicht zuletzt jenen Menschen wie der Reitstall-Besitzerin danken, die solche Begegnungen und Momente durch ihr Engagement und ihren selbstlosen Einsatz erst möglich machen. "Wir sind da oft angewiesen auf das Entgegenkommen anderer", so Rauch gegenüber den ,Fürther Nachrichten'. „Aber zum Glück stoße ich auf recht offene Ohren. Da merkt man, wer ein Herz hat."

 

Die Begegnung mit der Familie und mit Islandstute Dana dauerte eine Dreiviertelstunde und war „ein bewegender Moment für alle Anwesenden", wie das Klinikum Fürth mitteilte. Die Patientin verstarb am Sonntag.