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Fünf-Sterne-CSI in Lyon ohne deutsche Glanzpunkte PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Sonntag, 05. November 2017 um 19:31

 

Hubertus Schmidt auf der Oldenburger Rappstute Toscana - zweimal erfolgreich in Nürnberg in der letzten Qualifikation zum Finale um den Burgpokal - zwei mit einem wahrhaft zufriedenen Gesicht...

(Foto: Maximilian Schreiner).

Wassenberg. Reitmeister Hubertus Schmidt war bei „Faszination Pferd“ in Nürnberg der große Gewinner. Denis Lynch erfolgreich im Weltcupspringen in Lexington/ USA, zwei Siege für Jessica von Bredow-Werndl in Oldenburg - nichts zu erben für deutsche Teilnehmer beim CSI in Lyon...

 

 

 

Hubertus Schmidt (Borchen), 2004 zum „Reitmeister“ geschlagen, stand am Ende von vier Prüfungen der Veranstaltung „Faszination Pferd“ in Nürnberg viermal bei den Siegherehrungen ganz vorne. Der 51 Jahre alte Team-Olympiasieger von 2004 und Mannschafts-Weltmeister 2005 sicherte sich auf der Oldenburger Stute Toscana (7) zunächst die Einlaufprüfung danach auch die letzte Qualifikation zum Nürnberger Burgpokal, und auf dem Trakehnerhengst Imperio war er Erster im Grand Prix (79,94)  und in der Kür (79,333 Punkte) Alle drei Richter hatten den Westfalen in der Kür auf dem ersten Platz. Den Grand Prix Special gewann der aus Kehl/ Rhein stammende Bereiter des Turnierstalles Kasselmann (Hagen a.T.W.), Frederic Wandres, Vierter im Grand Prix, mit Duke of Britain (71,725). Das Bayernchampionat als herausragende Springkonkurrenz holte sich Sönke Kohrock (Ingolstadt) auf Iwest Cascari.

 

In Nürnberg endeten gleichzeitig die Qualifikationen zum 26. Finale um den Burgpokal im Rahmen des CHI in Frankfurt/ Main (14, bis 17. Dezember), die Austragungsorte und Siegerpaare der Qualifikationen:

 

Hagen: Malin Nilsson, Foreign Affair - 74,976 Prozentpunkte,

Mannheim: Matthias Alexander Rath, Foundation - 77,366,

Redefin: Isabel Freese, Fürst Levantino - 77,098,

Lübeck: Marcus Hermes, Abegglen FH - 75,976,

München-Riem: Aikje Fehl, Chilly Jam - 75,610,

Balve: Helen Langehanenberg, Brisbane FE - 74,293,

Werder bei Potsdam: Kira Wulferding, Soiree d'Amour OLD - 76,610,

Bettenrode: Hubertus Schmidt, Escolar - 80,415,

Neu-Anspach: Matthias Bouten, Quantum Vis - 73,829,

Schenefeld:Holga Finken Don Frederic 73,244,

Donaueschingen: Isabell Werth QC Flamboyant - 81,512,

Nürnberg: Hubertus Schmidt Toscana - 73,415.

 

Lexington bat zur Kasse

 

Der irische Team-Europameister Denis Lynch (41), zuhause seit Jahren mit den Pferden bei Tim und Helena Stormanns in Eschweiler bei Aachen, war - wie auch der Schweizer Beat Mändli - der große Spielverderber für die US-Amerikaner in Lexington beim Weltcupturnier der Nordamerikaliga. Der frühere Sieger im Großen Preis von Aachen 2009, 2010 Sieger der „Riders Tour“ von Deutschland, siegte im Großen Preis der Austragungsstätte der Weltreiterspiele von 2010 auf dem 13-jährigen belgischen Hengst Echo nach Stechen mit 36 Hundertstelsekunden Vorsprung vor der Amerikanerin Lauren Tisbo (33) – Hobbyfußballerin - auf Corlandolo di Ribano von Cassini II, Dritter wurde der in den USA wieder erstarkte Schweizer Beat Mändli auf der neunjährigen, hoffentlich noch nicht zu sehr geforderten holländischen Stute Dsarie. Lynch kassierte in der mit umgerechnet 215.000 Euro dotierten Prüfung rund 71.000 €, an Lauren Tibo gingen 43.000 und an Mändli (48), vor wenigen Tagen in Washington mit der Vernon-Tochter bereits Gewinner eines Weltcupspringens, 32.000 €. Dahinter folgten sieben amerikanische Teilnehmer.

 

Einen Tag zuvor hatte die erst 19-jährige Britin Emily Moffitt (33) auf dem Hengst Hilfiger das mit 112.000 Euro zweithöchst dotierte Springen überraschend als Beste vor Laura Kraut (USA) auf Confu beendet, zweitbester Europäer war Mändli mit Dsarie als Neunter.

 

Oldenburg: Jessica von Bredow-Werndl konkurrenzlos

 

Zum Abschluss des internationalen Turniers in Oldenburg setzte sich Mario Stevens (35) aus Molbergen im Großen Preis der Springreiter durch. Der 22-malige Nationen-Preis-Starter, der fast mit dem Fahrrad hätte zum Turnier fahren können, war auf dem achtjährigen Wallach Landano von Lord Pezi drei Hundertstelsekunden schneller als der Niederländer Gert-Jan Bruggink (36) auf Vampire. Bruggink erhielt als Preisgeld 10.149 Euro, Mario Stevens kann sich Gedanken darüber machen, ob er den gewonnen Mitsubishi im Werte von 20.000 Euro behält oder weiter verkauft. Dritte wurde die von Johannes Ehning trainierte Schwedin Nicole Persson (29) auf dem Wallach Balounito von Balou du Rouet (7.612).

 

In der Dressur war die 31 Jahre alte Bayerin Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen) auf dem Hengst Unee BB von Gribaldi ohne echte Konkurrenz. Die junge Mutter, 2015 und 2016 jeweils Dritte im Finale um den Weltcup, kam im Grand Prix auf 76,56 Prozentpunkte und im Grand Prix Special auf 76,314. Jeweils Zweite war die Britin Lara Butler auf Rubin Al Asad. In der Kür hieß Jan-Bemelmans-Schüler Borja Carrascosa (Spanien) auf Al Martino der Gewinner (72,67). Im Grand Prix war der Iberer (37) Dritter geworden.

 

Lyon – keine deutsche Erfolgsstory

 

Das 5-Sterne-Springturnier in Lyon – nach der Abreise der erfolgreichen Dressurreiterinnen aus der Bundesrepublik - war alles andere als eine deutsche Erfolgsstory. In allen drei großen Konkurrenzen war keiner auf einem vorderen Platz zu finden. Im Großen Preis (101.000 Euro Dotierung) außerhalb des Weltcups siegte der in Genf lebende Ire Mark McAuley (30) auf dem Schimmel Miebello (25.000 € Prämie) nach Stechen vor dem Schweizer Olympiasieger Steve Guerdat auf Bianca (20.000) und der französischen Team-Olympiasiegerin Penelope Leprevost auf Vagabond de la Pomme (15.000), im Masters mit Siegerrunde (100.000 €) setzte sich der Belgier Pieter Devos auf Gin D (25.000 €) durch vor Lauren Hough (USA) auf Waterford (20.000) und dem Italiener Alberto Zorzi auf Contanga (15.000) – im Besitz von Athina Onassis – durch, und das vierte von insgesamt 13 Weltcupspringen der Westeuropaliga ging nach Stechen an den früheren französischen Weltranglisten-Ersten Simon Delestre (36). Der Mannschafts-Vizeweltmeister war im Stechen um die 75.000 Euro Siegprämie auf dem zwölfjährigen Wallach Hermes Ryan 63 Hundertstelsekunden schneller am Ausritt als der Schwede Henrik von Eckermann (36) auf der Westfalen-Stute Mary Lou. Delestre erhielt vom Gesamtpreisgeld (300.000 Euro) 75.000 €, an den Skandinavier, der seine Pferde auf dem Bonner Rodderberg im Stall Schneider eingestallt hat, gingen 60.000. Dritter wurde der Team-EM-Dritte Steve Guerdat (35) auf Bianca (45.000). Bester Deutscher war als Zehnter Holger Wulschner (Passin) auf Skipper, vier Fehlerpunkte im Normalumlauf.

 

In der Gesamtwertung übernahm Henrik von Eckermann, bis zum September letzten Jahres noch Bereiter im Stall von Ludger Beerbaum in Riesenbeck, mit 34 Punkten die Führung vor Simon Delestre (31), dem Franzosen Kevin Staut und Pieter Devos (beide je 28) und Alberto Zorzi (25). Mit 20 Zählern liegt als bester Deutscher Daniel Deußer zusammen mit dem Iren Denis Lynch, dem Niederländer Jur Vrieling und dem Briten Michael Whitaker auf der zehnten Position. Das nächste Springen der Wersteuropaliga findet in zwei Wochen in der Stuttgarter Schleyerhalle statt.