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Für Erdteilkampf USA-Europa erneut kein Deutscher nominiert... PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Montag, 02. April 2018 um 17:25

New York. Im Rahmen des Internationalen Longines Masters Turniers der Springreiter in New York Ende April kommt es zum Rückkampf USA gegen Europa, wie schon beim ersten Aufeinandertreffen in Paris im Dezember ist kein Deutscher nominiert – gibt auch kaum Grund dagegen...

 

 

Im Rahmen des Turniers im letzten Dezember in Paris wurde ein auf Erdteilkampf hoch gepuschter Wettstreit zwischen einer US-Amerikanischen und einer europäischen Springreiter-Equipe veranstaltet, die Vertretung des alten Kontinents gewann mit 9:6 Punkten. Die breite Öffentlichkeit hat nichts oder nur wenig mitbekommen, in Deutschlands größeren Tageszeitungen stand ebenfallswenig bis gar nichts, was aber inzwischen auch nichts mehr heißt, denn Reitsport findet in den Redaktionen nur noch vereinzelt statt. Auch nicht bei den öffentlich-rechtlichen TV- und Rundfunk-Anstalten, die ihrem Auftrag kaum noch nachkommen, nämlich der Informationspflicht. Freimachen kann sich dort kaum jemand, Reiten ist immer noch Deutschlands erfolgreichste olympische Sportart. Dafür wird jedoch Wintersport monatelang in epischer Breite offeriert, auch noch über den Winter hinaus. Vielleicht aber sind die Wintersportverbände insgesamt cleverer als alle jene, die im Pferdesport vor allem auf gut dotierten Posten hocken, aber nichts bewegen oder keine Ideen ausbrüten und umsetzen – oder nicht die entsprechenden Beziehungen besitzen.

 

Am 28. April findet nun in New York der Rückkampf des Erdteilkampfes zwischen den USA und Europa statt. Es geht wie in Paris um 250.000 Euro Preisgeld, um 175.000 für die Gewinner-Equipe. Der Wettbewerb besteht aus zwei Umläufen, zunächst steht ein Durchgang nach Fehlerpunkten und Zeit mit Hindernissen bis 1,55 m auf dem Programm, die zweite Runde geht gegen die Uhr (Hürden bis 1,50 m), wobei ein Abwurf mit drei Strafsekunden geahndet wird. Die Startfolge wird ausgelost, beginnt ein Amerikaner, ist der nächste Teilnehmer ein Europäer. Der jeweils beste Reiter in einer Runde des ersten Umlaufs erhält einen Punkt, im Zeitspringen kommt der jeweilige Sieger einer Runde zu zwei Zählern. Sieger ist die Mannschaft mit den meisten Punkten. Ein Reiter muss nicht in jedem Durchgang das gleiche Pferd satteln, auch die Reihenfolge innerhalb des Teams kann durch den Coach im Zeitspringen variiert werden. Teamchef der Europäer ist der Schweizer Philippe Guerdat, gleichzeitig auch Nationaltrainer Frankreichs.

 

Für Europa ritten in Paris Frankreichs Team-Olympiasieger Kevin Staut auf Ayade de Septor, der niederländische Mannschafts-Weltmeister Maikel van der Vleuten auf Dana Blue, Belgiens augenblickliche Spitzenreiter Gregorey Wathelet auf Nevados und dessen Landsmann Jos Verlooy auf Igor sowie der Italiener Lorenzo de Luca auf Jeunesse. Aus Deutschland  niemand. Für New York nominierte Guerdat neben Jerome Guery und Gregory Wathelet sowie Olivier Philippaerts aus Belgien Frankreichs Team-Olympiasieger Philippe Rozier  und dessen Landsmann Patrice Delaveau. Aus Deutschland ist erneut niemand im Team.

 

Ohne deutsche Springreiter in einem Europa-Team hätte früher ein Affront bedeutet. Schließlich wurden in Deutschland die Sieger gemacht. Da wären die Veranstalter aufgestanden und hätten mit Einladungsverzicht an Topleute gedroht, da wäre durch die Gazetten ein Sturm gefegt. Inzwischen wird alles als gegeben hingenommen. Man kann also daraus schließen: Deutschland ist im Springreiten keine Nummer mehr.  Deutschland beliefert - und verdient auch daran nicht schlecht – die Welt mit den besten Springpferden, die Reiter aber spielen nicht mehr jene Rolle wie vor einigen Jahren. Die Siegerlisten füllen mit einigen Ausnahmen andere. Beim Weltcupfinale in wenigen Wochen in Paris sind nur zwei Deutsche am Start, Daniel Deußer und Marcus Ehning, Christian Ahlmann als ebenfalls qualifizierter Dritter aus der Bundesrepublik verzichtete – mangels des geeigneten Beritts. Das wäre vor einigen Jahren unmöglich gewesen.

 

Dass die internationale Reiterwelt bei Erfolgen deutscher Teilnehmer inzwiwchen spontan sofort an Dressur und Vielseitigkeit denkt, wäre vor einiger Zeit undenkbar gewesen. Den Springreitern sind die Helden ausgegangen - und in erster Linie werden Heroen durch Erfolge geboren…