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FEI-Präsident steht für Frauen-Quote nicht nur im Reitsport PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Offz/ Dieter Ludwig   
Donnerstag, 05. April 2018 um 20:23

 

(Foto: Kalle Frieler)

Lausanne. In Lausanne am Sitz des Reiterweltverbandes (FEI) trafen sich Sportführer, um über die Gleichstellung der Geschlechter im Sport zu diskutieren und weiter voranzutreiben. Auch im Reitsport vollzog sich auch nicht alles auf einen Schlag und früh…

 

 

Bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 in Athen war Reiten nicht vertreten, erstmals offiziell 1912 in Stockholm. Das weibliche Geschlecht musste nicht weniger als 40 Jahre warten, ehe auch Damen im Sattel bei Olympia willkommen waren. Bis dahin gehörte der olympische  Sport zu Pferde zunächst dem Adel, dann den Offizieren des Militärs und den Herrenreitern. Erstmals um olympische Medaillen starteten auch Damen 1952 in Helsinki hoch zu Ross, 1956 in Stockholm kamen Springreiterinnen dazu und 1964 in Tokio auch Reiterinnen der Military, die heute Vielseitigkeit heißt. Inzwischen wird der Olympische Reitsport auf Rasen oder Sand teilweise von der Damenwelt dominiert, in der Dressur seit 1988 geradezu herrenlos.

 

Reiter-Präsident Ingemar de Vos (54) stieß nun an seinem Amtssitz noch kräftiger ins Horn. Beim Forum, zu dem das Internationale Olympische Komitee (IOC) mit Präsident Thomas Bach und die Vereinigung der Olympischen Sommersportverbände geladen hatten, erklärte der Belgier, im letzten September mit 70 von 78 Stimmen ins IOC gewählt: „Der Reitsport hat eine außergewöhnliche Qualität – wir betrachten uns als Olympiasieger der Gleichstellung der Geschlechter, weil es in unserem Sport keine Geschlechtertrennung gibt.“ Und weiter sagte de Vos, im Reitsport kämpften

Frauen und Männer in den gleichen Arenen um die gleichen Medaillen, von der Basis bis zur Elite, „und obwohl das für jeden in unserem Sport völlig normal ist, bleibt es natürlich einzigartig für jeden, der sich für den Reitsport interessiert“. Der Sport sei eine der mächtigsten Plattformen zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und zur Stärkung der weiblichen Athletinnen, „daher erkennen wir die Notwendigkeit, die Beteiligung von Frauen weiter zu erhöhen und in der Verwaltung unseres Sports weltweit eine Politik zu definieren, die sicherstellt, dass Frauen unseren Sport in Spitzenpositionen weiterführen.“

 

"Als Führungsgremien haben wir alle die Verantwortung, ein Bewusstsein zu schaffen, sich für Veränderungen einzusetzen, die weit über unsere ursprüngliche sportliche Aufgaben hinausreichen“, fuhr Ingmar de Vos fort. Der Sport sei ein Katalysator für Veränderungen, „er besitzt aber auch die Fähigkeit, Leben und Gemeinschaften zu verändern, denn gleicher Zugang und gleiche Chancen sind ein Grundrecht. Es ist somit unsere Pflicht und Schuldigkeit, die besten Praktiken auf allen Ebenen unseres Sports zu fordern und zu fördern.“

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Ingmar De Vos, in der Reihe der FEI-Präsidenten als einziger seit 1921 ohne adeligem Stammbaum, war im März 2017 zum Internationalen Gender Champion der UNO gewählt worden. Er kam mit den Präsidenten der Internationalen Sportföderationen wie dem IOC und mehr als 200 führenden Persönlichkeiten aus Sport und Wirtschaft sowie Politik überein, die Gleichstellung der Geschlechter zu forcieren.

 

Statistik:

 

Vor Ingemar de Vos wurde die FEI zuletzt 28 Jahre lang (1986 bis 2014)

von Präsidentinnen geführt:

 

1986–1994: HRH Prinzessin Anne, Tochter von Elizabeth II und Prinz Philip

1994–2006: HRH Infantin Dona Maria del Pilar de Borbon (Spanien)

2006 - 2014: HRH Prinzessin Haya Bint Al Hussein von Jordanien

 

Erste Generalsekretärin der FEI wurde 2014 Sabrina Ibáñez, sie wurde 2017 auch zur ersten Präsidentin der Association of Paralympic Sports Organisations (APSO) gewählt und war auch Mitglied der Arbeitsgruppe Gender Equality des IOC.

 

FEI, gegründet 1921: 92 Mitarbeiter; 60 Prozent Frauen in Führungs- und Leitungsfunktionen.

 

Die Präsidenten der FEI

 

1921–1927: Baron du Teil (FRA)

1927–1929: Gerrit Johannes Maris (NED)

1929–1931: Karel F. Quarles van Ufford (NED)

1931–1935: Guy Vernor Henry, Jr. (USA),

1935–1936: Max Freiherr von Holzing-Berstett (GER)

1939: Jonkheer Karel F. Quarles van Ufford (NED)

1939–1946: Magnus Rydman (FIN)

1946–1954: General Baron Gaston de Trannoy (BEL),

1954–1964: Seine Königliche Hoheit (HRH) Bernard, Prinzgemahl von Juliana von Oranien-Nassau, damalige Königin der Niederlande

1964–1986: HRH Philip Herzog von Edinburgh, Prinzgemahl von Königin Elizabeth II des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland

1986–1994: HRH Prinzessin Anne, Tochter von Elizabeth II und Prinz Philip

1994–2006: HRH Infantin Dona Maria del Pilar de Borbon (Spanien)

2006 - 2014: HRH Prinzessin Haya Bint Al Hussein von Jordanien

Ab 2014: Ingmar de Vos (Belgien)

 

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