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Bei den beiden Weltcup-Finals in Paris gibt es nur eine Favoritin: Isabell Werth in der Dressur PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Mittwoch, 11. April 2018 um 13:54

Paris. An diesem Wochenende tragen die Spring- und Dressurreiter in Paris-Bercy ihre Finals um die Weltpokale aus, im Parcours geht es um den 40. seit 1979, im Dressurviereck um den 33. Cup seit 1986. Pokalverteidiger sind Isabell Werth in der Dressur und der US-Amerikaner McLain Ward in der Hindernislandschaft.

 

 

Der erste Weltcupsieger war 1979 in Göteborg der für Österreich startende Pfälzer Hugo Simon auf Gladstone. In den Jahren danach hielten jeweils Nordamerikaner die Stele aus Bergkristall mit der aufgesetzten Silberschale in Händen. Dass die Kanadier Mario Deslauriers und zweimal Ian Millar dabei waren, veranlasste US-Coach George Morris zu der Bemerkung: „Die Sieger kommen zwar von der richtigen Seite des Meeres, aber von der falschen Seite der Landesgrenze…“ Die Vorherrschaft der Nordamerikaner in diesem Prestigeduell mit Europa durchbrach 1992 der echte Österreicher Thomas Frühmann. Erst 20 Jahre danach stand wieder ein US-Amerikaner ganz vorne, 2012 Richard Fellers.

 

Ab diesem Donnerstag ist die 1984 eröffnete und in Pyramidenform gebaute Halle zum zweiten mal nach 1987 Bühne dieser inoffiziellen Hallenweltmeisterschaft. Das futuristische Bauwerk mit Rasen bepflanzten Außenfassaden kann 20.000 Besucher aufnehmen. Am Start sind im Springen 39 Reiter aus 17 Nationen, in der Dressur 17 Teilnehmer aus neun Ländern.

 

Die Springkonkurrenzen mit insgesamt drei Wettbewerben offerieren wiederum den möglichen Zweikampf Europa gegen USA mit Nebendarstellern aus weiteren Nationen. Pokalverteidiger ist der zweimalige Team-Olympiasieger und Weltranglisten-Erste McLain Ward (42). Der US-Amerikaner ist alles andere als unumstritten, so entzog er sich frech beim Weltcupfinale 1998 in Göteborg einer Kontrolle der Gamaschen seines Pferdes nach einem Springen, in Aachen beim deutschen CHIO 1999 wurde er gleich nach dem Auftaktspringen auf Lebenszeit – später wieder begnadigt - aus der Soers verbannt, weil er in die Vorderbeingamaschen des Pferdes spitze Plastikteilchen geklebt hatte. Dadurch wird zusätzlich Schmerz erzeugt beim Abschlagen an Hindernisstangen, sodass die sensiblen Pferde aus Angst die Gliedmaßen noch höher reißen im Parcours. 2010 in Genf führte Ward vor dem Finalspringen, doch beim Test durch die Veterinärkommission zeigte seine Stute Sapphire an den Vorderbeinen noch vor dem Stechen der zweiten Wertungsprüfung eine übergroße Empfindlichkeit auf Druck, so dass die Jury die Disqualifikation des Pferdes aussprach. Er zählt zu den Favoriten wie der Weltranglisten-Zweite und Vizeeuropameister Harrie Smolders. Der Niederländer, Gewinner der Global Champions Tour im Vorjahr, und zwar vorzeitig, reitet nicht nur schön, sondern auch dazu erfolgreich.

 

Das Finale um den Pokal steht auch als Möglichkeit zum zusätzlichen Geldkassieren. Nicht wie bei der Global-Tour oder beim Longines Masters oder dem Rolex Grand Slam, aber immerhin. Insgesamt mit allen zusätzlichen Nebenprüfungen sind die Springwettbewerbe mit insgesamt 1.526.000 Euro ausgestattet, davon entfallen auf die Weltcupkonkurrenzen 1.326.000 €. Wer sämtliche drei Springen um den Pokal im Idealfall für sich entscheidet, kommt auf ein Gewinngeld von 299.000 Euro, allein aus der Gesamtwertung gibt es  172.500 Euro. Das Finalspringen am kommenden Sonntagnachmittag ist mit 300.000 Euro dotiert.

 

Aus Deutschland sind in Bercy nur drei Springreiter dabei, Daniel Deußer und Marcus Ehning, Ehning holte bereits dreimal die Nachbildung des Pokals heim nach Borken, Deußer vor vier Jahren damals nach Mechelen. Christian Ahlmann (Marl), Cupgewinner 2011 in Leipzig, ebenfalls qualifiziert für Paris, verzichtete, da er zur Zeit über kein geeignetes Pferd für ein solches Turnier mit höchsten Schwierigkeiten in drei Prüfungen verfügt.

 

Schöne Worte des Präsidenten…

 

Vor wenigen Tagen noch lobte der Belgier Ingmar de Vos die Sportart als Vorreiterin im Bemühen um Gleichstellung der Geschlechter. Der Präsident des Weltverbandes (FEI) meinte sicher vor erlauchtem Kreis in Lausanne mit vielen weiteren Vorsitzenden anderer Sportverbände nur den Sport an sich. Zwischen Springen, Vielseitigkeit, Dressur, Voltigieren oder Reining und Fahren klaffen im Prämiengefüge arge Differenzen. Allein am Beispiel Weltcup in Paris abzulesen, ganz zu schweigen von den Springturnieren weltweit, dabei haben Dressurreiter allein in der Ausbildung ihrer Pferde wahrlich größere Leistungen zu erbringen.

 

Werden in Paris im Springen um den Weltpokal 1,3 Millionen ausgeschüttet, beläuft sich die Börse in der Dressur auf insgesamt „nur“ 300.000 Euro, zusätzlichen Prüfungen wurden im nicht gerade dressurverliebten Frankreich gar nicht ins Programm eingebaut. Der Grand Prix als eine Art Einlaufprüfung ist mit 25.000 € ausstaffiert, die entscheidende Kür mit 275.000, davon gehen an den Ersten und Cupsieger 66.000 €. Im Idealfall kommt ein Teilnehmer auf 73.000 Euro.

 

Um den 33. Pokal starten im 100 Millionen Euro teuren Allzwecktempel 17 Dressurreiter aus neun Nationen. Cupverteidigerin ist Isabell Werth (Rheinberg). Sie war bereits 1992 auf Fabienne und 2007 auf Warum Nicht Gewinnerin, im Vorjahr siegte die sechsmalige olympische Goldmedaillen-Gewinnerin in Omaha/ USA auf der Rappstute Weihegold OLD. Neben ihr gehen in Paris aus Deutschland Mannschafts-Olympiasiegerin Dorothee Schneider (Framersheim) und Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen) ins Sandviereck. Als Favoritin gilt zweifellos Isabell Werth. Sie hat sich noch nicht entschieden, ob sie Weihegold oder den Wallach Emilio sattelt. Zu ihrer Favoritenrolle meint sie: „Der Sport hat immer Überraschungen parat. Ich reite jedenfalls nicht in dem Bewusstsein ins Viereck – alles wäre bereits bestens gelaufen…“

Das Turnierprogramm:

 

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