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„Im Namen des Volkes…“ PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Freitag, 11. Mai 2018 um 19:57

Freiburg/ Breisgau. Das Oberlandesgericht Freiburg fällte in der Zivilsache  Reitturnier in Weisweil 2011 ein für einen Laien schwer nachvollziehbares Urteil. Das Gericht machte es sich relativ einfach und gab allen zu gleichen Teilen die Schuld beim Unfall eines zweijährigen Mädchens, das beim Pfingstturnier in einen Hänger gekrabbelt war und durch einen Pferdetritt lebensgefährlich verletzt wurde.

 

 

Der Unfall bleibt zweifellos tragisch. Während des Pfingstturniers 2011 in Weisweil/ Oberrhein krabbelte ein über zwei Jahre altes Mädchen in einen offenen Pferdehänger und wurde durch einen Tritt des dort befindlichen Pferdes am Kopf lebensgefährlich verletzt. Der Hänger war geöffnet, wie andere auch, um wegen der warmen Temperaturen den Forderungen des Tierschutzbundes nachzukommen.

 

Bei der Schuldfrage nahm das Oberlandesgericht in Freiburg/ Breisgau in der Zivilsache des Kindes und der R+V-Versicherung gegen den Reitverein Weisweil (AZ 14 U 173/16) alle in die Pflicht und drittelte die Kosten. Der Streitwert liegt bei 566.692 Euro. Eine Revision wurde nicht zugelassen. Jedoch steht der Weg zum Bundesgerichtshof in Karlsruhe offen (Kosten beim Gang vor den BGH: Über 120.000 Euro). Das Gericht in Freiburg sah Versäumnisse bei den Eltern in der Aufsichtspflicht gegenüber ihrem Kind, bei der Pferdehalterin und beim Verein, der über zu wenige Helfer verfügt habe, um den Platz mit den Transportern besser beaufsichtigen zu können, was bei der Hitze und den geöffneten Hängern nötig gewesen wäre.

 

Das geschädigte Mädchen wird ein Leben lang ein Pflegefall bleiben. Wie hoch sich die Gesamtkosten noch belaufen, lässt sich bisher nicht absehen. Die Gesamtschuldner haften für alle notwendigen finanziellen Aufwendungen, die nicht von der Versicherung abgedeckt werden.

 

Jeder Verein in Deutschland, der bisher Reitturniere organisierte und somit auf ehrenamtliche Helfer angewiesen ist, wird sich in Zukunft mehr als dreimal überlegen, ob er – aufgrund eines solchen Urteils – noch willens sein kann, eine Veranstaltung aufzuziehen. Das Urteil von Freiburg ist schwer nachzuvollziehen, denn kein Verein in der Welt ist in der Lage, z.B. an jeden Transporter oder Pferdehänger einen Aufpasser abzustellen. Nur eine Möglichkeit bleibt letzten Endes: Zuschauer haben keinen Zutritt mehr zu einer Reitsportveranstaltung, die nicht komplett überwacht werden kann…

Das Urteil