Deutsches Dressur-Derby wieder ohne Pferdewechsel Drucken
Geschrieben von: offz/ dl   
Freitag, 06. Februar 2026 um 16:55

Hamburg. Wie schon in den 90er Jahren wird das Deutsche Dressur-Derby wieder ohne Pferdewechserl um das Blaue Band in Hamburg Klein Flottbek durchgeführt. Dadurch erhofft man sich ein noch stärkeres Starterfeld. Vom Pferdewechsel war man damals deshalb abgewichen, nachdem sich vor allem die besten Reiter dagegen aussprachen, da sie ihre Pferde nicht unter dem Sattel der Konkurrenz sehen wollten.

 

Die Entscheidung ist gefallen: Beim Al Shira’aa Deutsches Spring- & Dressur Derby wird das 66. Almased Deutsche Dressur-Derby 2026 erstmals wieder ohne Pferdewechsel ausgetragen. Das Dressur-Derby wird in der Fünf-Sterne-Tour als kombinierte Wertung entschieden – kombiniert bedeutet, dass die Ergebnisse aus dem Fünf-Sterne-Grand Prix und der Fünf-Sterne-Kür zusammen gewertet den Gewinner des Blauen Bandes mit dem Eichenkranz für das Pferd ergeben..
 
„Es gibt drei Gründe, warum wir uns zu diesem Schritt entschlossen haben“, erklärt Turnierchef Matthias Rath. „Die Rückmeldungen der Reiter, die der Zuschauer und die Beobachtungen der vergangenen Jahre.“ Es gebe einige Reiter, die ausgesprochen gerne Prüfungen mit Pferdewechsel ritten, aber das sei heutzutage die deutliche Minderheit. „Zudem war der Zuspruch der Reiter schon in unserem ersten Jahr in Hamburg mit dem Fünf-Sterne-Angebot enorm“, fährt Rath fort. „Isabell Werth war da, Ingrid Klimke war da – um nur zwei herausragende Namen zu nennen – und beide haben bereits angekündigt, dass sie auch 2026 Hamburg wieder in ihre Planungen einbeziehen wollen, beide voraussichtlich mit ihren Toppferden Wendy und Vayron.“ Für die Zuschauer ist der Pferdewechsel sicher hochinteressant, aber das Feedback der Zuschauer aus dem Jahr 2025 war eindeutig: Das Herz der Hamburger Dressurfans schlägt noch mehr für den hochklassigen Fünf-Sterne-Dressursport als für den Pferdewechsel.
 
Dennoch wird Rath weiterhin neben der Fünf-Sterne-Tour auch die Drei-Sterne-Tour mit Grand Prix und Grand Prix Special ausschreiben, der Louisdor-Preis macht erneut Station in Hamburg für die Grand Prix-Nachwuchspferde und in der Kleinen Tour mit Prix St. Georges und Intermediaire I können sich unter anderem die Pferde präsentieren, die auf dem Sprung zum Grand Prix sind. „So haben wir das Prüfungsangebot für die Reiter sehr breit aufgestellt“, erklärt Rath. „Die Reiter können jetzt zwei Grand Prix-Pferde mitbringen, und wer bisher die Derby-Tour geritten hat, hat weiterhin die Chance, in Hamburgs Drei-Sterne-Tour zu reiten.“
 
„Wir sind uns durchaus bewusst, dass diese Änderung einen Einschnitt in die Geschichte des Deutschen Dressur-Derbys bedeutet“, betont Rath, „Wir haben uns die Entscheidung überhaupt nicht leichtgemacht. Aber nach Abwägung aller Aspekte sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass das Derby mit Pferdewechsel vielleicht nicht mehr optimal in die heutige Zeit passt. Ich halte den Pferdewechsel immer noch für eine äußerst spannende und interessante Prüfungsform, aber im Rahmen des Dressur-Derbys wird es nun in der Fünf-Sterne-Kombinationswertung ausgetragen.“
 
Wie gehabt wird der Sieger im Almased Deutschen Dressur-Derby am Sonntag in der Anrecht-Investment Dressurarena gekürt, in der Fünf-Sterne-Kür. Die Reiter der Fünf-Sterne-Tour können - wie im vergangenen Jahr - entscheiden, ob sie nach dem Grand Prix am Freitag, entweder den Grand Prix Special am Samstag oder die Grand Prix Kür am Sonntag als zweite Prüfung wählen. Wer sich in die imposante Liste der Derbysieger eintragen möchte, der wird sich in der Kür präsentieren. „Ich bin unheimlich gespannt, wie unser neuer Dressur-Derby-Modus angenommen wird“, so Rath. „Und wer am Sonntag die Ehrenrunde mit dem Blauen Band als Derbysieger anführen wird.“

 

 

 

 

 

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