| Abschluss Nationen-Preis-Serie mit Sieg für Frankreich |
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| Geschrieben von: Dieter Ludwig |
| Sonntag, 20. September 2026 um 18:30 |
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St.Tropez. Die acht Finalisten stehen für das Finale um die Nationen-Preis-Trophäe Anfang Oktober in Barcelona fest, Deutschland ist dabei, die beiden großen Springreiter- Nationen Schweiz und Niederlande nicht. Den letzten von vier Wettbewerben in St.Tropez gewann Frankreich, die deutsche Equipe wurde nur Achter. Die große Nationen-Preis-Serie des Jahres 2026 ist zu Ende gegangen, im mondänen St. Tropez, wo eher Golf gespielt wird oder anderes sich irgendwo wichtig tummelt. Nur vier Team-Wettbewerbe standen auf dem Programm des Weltverbandes FEI, fast erbärmlich, geritten werden musste in Abu Dhabi, Ocala/ USA, Rotterdam und eben St.Tropez, und weil Longines die von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommene Serie sponserte, liefen die Turniere unter dem Begriff Longines League Nations, daraus wurde am Ende ein fast schamhaftes „CSIO-LLN“. Und da die PR-Arbeit der FEI so miserabel lief im Hinblick auf St.Tropez, hakte auch niemand nach, was es mit dem Kürzel auf sich habe. Vom Weltverband hätte man anderes erwarten sollen, aber vielleicht zahlt Longines nicht genug. Allein für die ganz großen Events im Reitsport, für Aachen, Dublin, La Baule, Rom, Hickstead oder Spruce Meadows als ebenfalls Internationale Offizielle Springturniere (CSIO), macht Uhrmacher-Konkurrent Rolex die Schatulle auf. Und dort wird rasch einmal, sollte Longines zu kess werden und sich ebenfalls als Organisator anbiedern, eine Million Euro mehr an Sponsorgeld darauf gelegt. Die genannten Orte sind Heimat und Kerngeschäft eines CSIO, geschichtsträchtig, auch wenn sie praktisch von der FEI nicht in dem Maße anerkannt werden, wie es gebührt. Dass diese Veranstalter jedoch auch ordentlich Gebühren abzudrücken haben an die FEI, sollte auch für die FEI kein Grund sein, sie alle mit einer gewissen Missachtung zu bestrafen. Kein Wunder also, dass der „CSIO LLN“ von St.Tropez ziemlich nebenbei zum anderen Sportgeschehen am Wochenende ablief. Den mit 700.000 € dotierten letzten Preis der Nationen gewann die Equipe aus Frankreich mit vier Strafpunkten und der beachtlichen Prämie von 230.000 Euro vor Brasilien (8), Vizeweltmeister Belgien (8, aber schwächerer Zeit im zweiten Umlauf), Italien (16), Irland (20), den USA (20), Großbritannien (25) und Deutschland (28), dahinter folgten mit nur einem Umlauf die Niederlande und die Schweiz ohne Weltmeister Steve Guerdat. Nur acht Mannschaften waren für die zweite Runde zugelassen, und dabei wiederum aus jeder Equipe nur drei Reiter. Frankreich beendete gleichzeitig die Serie an erster Stelle mit 290 Punkten vor Deutschland und Großbritannien (je 275), Brasilien (270), Irland (265), Belgien (245), den USA (275) und Italien (230), die Teams dieser acht Federationen tragen in Barcelona (1. bis 4. Oktober) noch das zusätzliche Finale um die Trophäe aus, für das sich die Schweiz (225 Punkte) und die Niederlande (195) als Tabellenletzte nicht qualifizieren konnten. Für Deutschland mit Equipechef Otto Becker ritten Janne Friederike Meyer-Zimmermann (45/ 48. Einsatz in einem Nationenpreis) auf Cellagon Cascais (4 und 4 Strafpunkte), Maximilian Weishaupt (35/ 4.) auf Zuccero HV (4 und 4) und Europameister Richard Vogel (29/ 25.) auf Gangster Montdesir (4 und 8) und Marcus Ehning (52/ 109.) – wie Vogel aus dem Goldteam der WM in Aachen – auf Coolio (aufgegeben und nicht mehr eingesetzt).
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