







| Freddy Wandres verlässt den Kasselmannhof |
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| Geschrieben von: Dieter Ludwig |
| Donnerstag, 03. September 2026 um 19:27 |
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Hagen a.T.W. Nach fast zehn Jahren als Dressur-Chefbereiter auf dem Kasselmannhof in Hagen am Teutoburger Wald wird Mannschafts-Olympiasieger Frederic Wandres das Unternehmen Kasselmann verlassen und sich Anfang 2027 nicht weit entfernt selbstständig machen. Frederic („Freddy“) Wandres, gelernter Industriekaufmann, einer der wenigen deutschen Dressurreiter, die sich in die herrschende Damenriege vordrängen konnten, wagt den Schritt in die Selbständigkeit, zusammen mit seinem Lebenspartner und ebenfalls Dressurreiter Lars Ligus. Sie werden nicht weit von ihrem jetzigen Zuhause das Wagnis der Unternehmer beginnen. Der 39 Jahre alte Südbadener aus Kehl-Sundheim hatte bei Uli Kasselmann auf dem Kasselmannhof in Hagen am Teutoburger Wald eine Lehre als Bereiter absolviert, war danach für kurze Zeit nach Werder auf das Gestüt Bonhomme gegangen, kehrte aber relativ rasch wieder zurück zu Kasselmann, der ihm gesagt hatte: „Wenn Du willst, kannst Du immer zu uns zurück.“ Auf dem Kasselmannhof machte Frederic Wandres (39) ab 2017 wahrlich Karriere. Er hatte auch ausgezeichnete Pferde für die Turnierstarts, verhielt sich geschickt im Handel von Pferden und, zeigte sich eloquent und geschickt im Umgang mit Kunden und mit interessierten Käufern von Pferden. Freddy Wandres stieg ganz nach oben auf, zusätzlich im Sport. Er war – nach 2004 - und somit nach 20 Jahren als erster männlicher Reiter in die deutsche Dressur-Equipe berufen worden, zu der nur Reiterinnen über viele Jahre gehört hatten. Und er sammelte auch Titel. Wandres schlug 2018 in der Londoner Olympiahalle auf Duke of Britain die damalige britische Vorzeigereiterin Charlotte Dujardin in der Weltcupkür, 2019 gewann er in Hamburg das Deutsche Dressurderby, 2022 in Herning gab es bei den Weltmeisterschaften Team-Bronze, 2023 folgten Mannschafts-Silber bei den Europameisterschaften, in Paris vor Schloss Versailles gehörte er auf dem Oldenburger Wallach Bluetooth zur goldenen deutschen Olympia-Equipe, die Goldmedaille hängte man ihm ebenfalls um bei den Europameisterschaften 2025 nach der Mannschafts-Entscheidung, und in Aachen endete der Teamwettbewerb vor wenigen Tagen ebenfalls mit der Goldmedaille. Uli Kasselmann sagt: „Ich hätte ihn gerne behalten, und wenn er will, kann er jederzeit auch wieder zurück.“ Seine Turnierpferde könne er nach Absprache mit Sponsoren mitnehmen, so sein bisheriger Arbeitgeber, der aber auch sagt: „Es wird sich einiges in seinem Leben ändern, jetzt muss er selbst zusätzlich Hand anlegen und organisieren, angefangen vom Hufbeschlagschmied bestellen bis zum Tierarzt anrufen bis zur täglichen Schreibtischarbeit.“ Das alles hatten bisher eben andere organsiert.
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