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Wie Pferde in einem australischen Schlachthof noch zusätzlich gequält werden PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Tierschutzbund Schweiz/ DL   
Donnerstag, 20. Februar 2020 um 10:16

Zürich. Der Tierschutzbund Zürich (TSB) wirft VPI-Präsident Josef Pittino wiederholt massives Versagen seines Verbandes beim Tierschutz vor. Verdeckt erfolgte Filmaufnahmen, die wir nicht bringen wollen, zeigen unsäglich gequälte Pferde auf dem Schlachthof.

 

„Aktuelles Videomaterial aus dem australischen Pferdeschlachthof Meramist zeigt barbarische Schlachtmethoden“, so Sabrina Gurtner, Projektleiterin Pferde beim Tierschutzbund Zürich. Kunden dieses Schlachthofes sind Mitglieder des Verbandes der Schweizer Pferdefleischimporteure (VPI).

Der VPI verspricht seit 2013, dass er den Tierschutzstandard in allen Lieferschlachthöfen kontrolliert. Zur Einführung europäischer Standards sei eigens ein Tierschutz-Handbuch entwickelt und bis heute acht Mal überarbeitet worden. „VPI-Präsident Josef Pittino beteuert, dass Tierschutz für ihn wichtig sei. Wie schon bei den Schlachthöfen in Süd- und Nordamerika holt ihn erneut die Realität ein. Auch im australischen VPI- Partnerschlachthof Meramist werden Pferde systematisch gequält. Obwohl der VPI Audits und Kontrollen vor Ort durchgeführt haben will. Das Fleisch der gequälten Pferde landet auf Schweizer Tellern“, kritisiert TSB-Präsident York Ditfurth. „Der Tierschutzbund Zürich fordert VPI- Präsident Josef Pittino zum Rücktritt und die VPI-Mitglieder zum Importstopp für Qualfleisch aus Übersee auf.“

Die RTS-Sendung „Mise au Point“ zeigte am Sonntag, 16.2.2020, Ausschnitte des versteckt gedrehten Materials. „Es sind nur Minuten aus vielen Stunden Filmaufnahmen“, so Sabrina Gurtner. Zu sehen ist, wie ein Langstreckentransporter im Schlachthof entladen wird, wie tote Pferde mit einem Gabelstapler von der Ladefläche gezogen werden. Beim Treiben in den Schlachthof wird geprügelt, getreten und geschrien. Mit Elektrotreibern wird gezielt in die Genitalien gestoßen. „Die Betäubung der Pferde per Bolzenschuss ist dilettantisch. Bis zu fünf Mal wird nachgeschossen. Zwischen den Schüssen vergeht unverantwortlich viel Zeit, weil es keine geladene ‘Backup-Pistole’ gibt“, kritisiert Sabrina Gurtner. Viele Pferde werden bei vollem Bewusstsein aufgehängt zum Ausbluten.

Das von Josef Pittino in mehreren Interviews der vergangenen Jahre gepriesene VPI-Handbuch soll den Tierschutz in den Schlachthöfen garantieren. Es definiert auch K.O.-Kriterien, die zu einer sofortigen Suspendierung der Geschäftsbeziehung führen sollen. Dazu gehören Schläge auf den Kopf und der Einsatz von Elektrotreibern. „In einem anderen Rechtsraum ist das VPI-Handbuch nichts anderes als ein Wunschzettel, mit dem der Verbandspräsident Josef Pittino die VPI- Mitglieder und deren Kunden beruhigen will. Die Situation im Schlachthof Meramist ist jedoch alarmierend“, erklärt Sabrina Gurtner.

Die Bilder sind keine Momentaufnahme. Sie wurden heimlich gefilmt an 22 Tagen in einem Zeitraum von zwei Jahren. Die Veröffentlichung der Aufnahmen in Australien im Oktober 2019 hat zu einem Eklat geführt.

„Spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte VPI-Präsident Pittino handeln und den Import von Pferdefleisch aus Qualproduktion in Australien stoppen müssen“, begründet York Ditfurth die TSB-Forderung nach einem Rücktritt.

Auch für die Konsumenten in der EU und der Schweiz bestehen Risiken. Mehr als die Hälfte der im Schlachthof Meramist geschlachteten Pferde sind aussortierte Rennpferde. „Die Gefahr von Medikamentenrückständen ist deshalb enorm groß, besonders bei Pferden, die noch wenige Wochen zuvor auf der Rennbahn waren“, so Gurtner.

Sportpferde werden häufig mit schmerzstillenden Entzündungshemmern wie Phenylbutazon behandelt. Ein Wirkstoff, der in Europa für Schlachtpferde verboten ist. Der Rest sind Pferde unklarer Herkunft. „Auskunft über die Herkunft und medizinischen Behandlungen in den letzten sechs Monaten erteilt der letzte Besitzer, auch wenn er das Pferd erst seit kurzem besitzt. Vor der Schlachtung sind Besitzerwechsel häufig“, so Sabrina Gurtner weiter. Erst kürzlich forderte deshalb der australische Senat, die Pferde in einer nationalen Datenbank zu registrieren, um die Rückverfolgbarkeit gewährleisten zu können. Wohl auch aus wirtschaftlichem Interesse, denn Australien schlachtet Pferde ausschließlich für den Export, bis zu 100 000 Pferde pro Jahr. Die Importe in die Schweiz haben sich seit 2013 fast verdreifacht. Damit hat Australien Uruguay vom dritten Platz der Übersee-Pferde-Fleischexporteure verdrängt, nach Argentinien und Kanada.

 

 

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