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Jan Kowalczyk - wie ein Staatsmann in Warschau zu Grabe getragen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Donnerstag, 05. März 2020 um 17:27

Trauerzug mit der Urne von Jan Kowalczyk, vorangetragen wurde die in Moskau 1980 gewonnene Einzel-Goldmedaille im Springreiten

(Foto: privat)

Warschau. Olympiasieger Jan Kowalczyk wurde in Warschau wie ein Staats-Oberhaupt beerdigt. Rund 1.000 Menschen standen Spalier, als die Urne zur Ruhestätte getragen wurde.

 

Im Beisein von rund 1.000 Menschen wurde Polens legendärer Springreiter Jan Kowalczyk in Warschau zur letzten Ruhestätte geleitet. Der Goldmedaillen-Gewinner im Einzelspringen von 1980 in Moskau war am 24. Februar im Alter vont 78 Jahren gestorben. Bei den Trauerfeierlichkeiten dabei waren u.a.Mitglieder der Regierung, hohe Würdenträger der kataholischen Kirche, des Nationalen Olympischen Komitees, des nationalen Sportverbandes, ehemalige Freunde und Kollegen, viele aus seinem Club Legia Warschau und Vertreter der einzelnen polnischen Gestüte. Obwohl Kowalczyk „nur“ den obersten Mannschaftsdienstgrad besaß, wurde er wie ein Offizier zur letzten Ruhestätte geleitet, dazu gehörte ein gesatteltes Pferd ohne Reiter. Die Ehrengarde der polnischen Armee war angetreten, und die Militärkapelle spielte den Trauermarsch von Chopin. Zum Abschied gab eine Militärabteilung Salutschüsse ab, und danach erhielt sein Sohn Marcin die beim Trauerzug mitgetragene polnische Flagge.

Sein früherer Team-Kollege und Mitglied der Olympia-Equipe von Moskau, Bohdan Sas-Jaworski, wie die anderen aus dem Moskau-Team zur Beerdigung angereist, sagt: „Diese Feierlichkeit hatte Jan verdient. Trotz seiner großen Erfolge war er immer bescheiden geblieben, hatte nie die so unendliche vielen Erfolge groß herausgehängt oder gar damit angegeben.“ Sas-Jaworski (64), seit über 30 Jahren im südbadischen Lottstetten mit eigenem Handels- und Ausbildungsstall zuhause und 53-mal für Polen in einem Preis der Nationen am Start, war in Moskau nicht eingesetzt worden. Auf Befehl der polnischen Politruks hatte er  24 Stunden vor Beginn des Nationen-Preises den von ihm ausgebildeten Verlass-Wallach Bremen an den Team-Kollegen Marian Kozicki abzutreten, Unformträger Kozicki gewann mit der Equipe olympisches Team-Silber hinter der UdSSR, Nicht-Uniformreiter Sas-Jaworski war Zuschauer…

Von den polnischen Olympiasiegern der Boykottspiele von Moskau 1980 lebt nun nach dem Tod von Kowalczyk nur noch Stabhochspringer Wladislaw Koziakiewicz. Er hatte im Lenin-Stadion mit Weltrekord von  5,78 m Gold geholt, und wie Jan Kowalczyk gegen die unfairen Pfiffe der rund 80.000 Zuschauer.

 

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