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Erinnerung an Kevin Ashley Bacon... PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Peter F.Cronau/ DL   
Freitag, 13. März 2020 um 11:41

Argenbühl. Den vor einigen Tagen verstorbenen Springreiter Kevin Bacon und “Pferdedoktor” Dr. Peter Cronau verband über Jahre eine herzliche und ehrliche Freundschaft. Er schrieb nun einige Erinnerungen an den großen Horseman aus Australien nieder.

 

Ja, mit Kevin Bacon ist ein großer Pferdemann gestorben. Wir haben viele Jahre zusammengearbeitet, und ich konnte mich glücklich schätzen, seine Pferde behandelt haben zu dürfen.

Mit der Erfindung der „Zahnraspelmaschine“ hatte er einen Quantensprung in der Pferdezahnmedizin initiiert. Heute werden solche Maschinen routinemäßig hergestellt und stehen den Pferdezahnmedizinern zur Erleichterung ihrer Arbeit zur Verfügung.

Ich erlaube mir, einige Anekdoten zu erzählen…

Im Rahmen der Entwicklung der elektrischen Zahnraspel fand er erste „Versuchskaninchen“ bei einem gewissen Peter Weinberg, der seinerzeit im Stall Berens in Kohlscheid bei Aachen beschäftigt war. Mich ereilte ein Anruf von Kevin mit Peter. Beide sagten „ich bin durch“. Ich fragte :„Wodurch?“, Kevin und Peter sagten: „durch die Backe“. Da die modifizierte biegsame Welle keinen Schutz der Raspel aufwies, kam es zu diesem Trauma. Kevin hatte den Motor eines Staubsaugers der Firma Vorwerk modifiziert. Die Verletzung heilte komplikationslos ab.

Kevin feierte seinen 60. Geburtstag in der Dortmunder Westfalenhalle – solange er ritt, jeden Geburtstag alljährlich dort mit viel Applaus…

Wir Tierärzte stehen bei dem Engagement im Sportpferdebereich immer unter Stress und Druck. Kevin hatte sein Pferd „Billsborough“ in meine Klinik zur Griffelbein-Operation gebracht. Auf dem Op-Tisch verhielt sich der Fuchs kämpfend wie ein australischer Ureinwohner und wollte permanent während der Operation vom Op-Tisch aufstehen. Alles verlief dennoch gut. Nach ca. sechs Wochen rief mich Kevin an. Ich fragte: „Ist er lahm und wo steht er?“ Kevin antwortete ruhig und bedacht: „Ich wollte Dir nur sagen, dass es meinem Pferd gut geht“ – das passiert im Zeitalter des gläsernen handybewaffneten Reiters heute nicht mehr; das wage ich zu behaupten.

Kevin hatte nach den beiden Pferden „Chichester“ und „Billborough“ eine Stute namens „Princess“ aus Australien mitgebracht, die er u. anderem auch auf Turnieren einsetzte. Sie war bei mir zur Behandlung in der Klinik. Die Stute hatte er dressiert. Am Tag der Entlassung – übrigens an meinem Geburtstag- brachte er „Princess“ in meinen Vorgarten zeigte der Geburtstagsgesellschaft, dass „Princess“ sein Portemonnaie, was er hinter einem Obstbaum versteckte, ihm zurückbrachte. Dann zeigte er noch, dass „Princess“ ihm das Portemonnaie aus seiner hinteren Hosentasche herausholte und auch noch, dass sie einen Schein aus dem Portemonnaie zog. Diese Schau zeigt er auch auf einigen Turnieren.

Als begleitender Tierarzt bei Flügen mit Pferden standen wir oft vor Verladeproblemen, wenn die Pferde sich nicht verladen ließen. Natürlich haben die „Flight Assistants“ und das Begleitpersonal alles – allerdings meistens vergeblich – versucht. Kevin war oft dabei, er hatte eine Methode, die immer zum Erfolg kam. Erstens mussten alle Begleiter weggehen, am besten hinter den Pferdtransporter, sodass das Pferd keine Bezugsperson außer ihm sehen konnten. Dann holte er sein Lasso raus und legte es nach einem bestimmten Schema um das Pferd. Er stand vorne, zuppelte ein paar mal an dem Lasso und schon ging das Pferd in seine ihm zugedachte Pferdebox.

Das war Kevin Bacon – der letzte große Horseman. ThankYou.

Jetzt kannst Du mit Hartwig Steenken, Hermann Schridde, Gert Witlfang und den anderen Topreitern über die Wolken reiten.

Dein Peter

 

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