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Zum neunten Mal ein Scheck für das Therapeutische Reiten in Mannheim PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Offz/ DL   
Donnerstag, 27. August 2020 um 17:46

Auf dem Foto (von links)  Anna-Maria Otte (Reiter-Verein Mannheim), Johannes auf der Norwegerstute Cijora, Thomas Kowalski (Vorstandsmitglied Sparkasse Rhein Neckar Nord), Peter Hofmann (Präsident Reiter-Verein Mannheim), Stadträtin Helen Heberer und Mannheims Bürgermeister Lothar Quast.

(Foto: RV Mannheim/ Siggi Offen)

Mannheim. Zum neunten Mal darf sich Reiterpräsident Peter Hofmann über eine stattliche Zuwendung der Sparkasse Rhein Neckar Nord freuen. Wie im Jahr zuvor unterstützt das Kreditinstitut das heilpädagogische Angebot des Reiter-Vereins Mannheim mit 10 000 Euro.

 

„Gemeinsam stellen wir uns mit großer Selbstverständlichkeit einer gesellschaftlichen Aufgabe, die nur mit gebündelten Kräften zu meistern ist. Es ist ein großes Glück, dass die Sparkasse an diesem Projekt nachhaltig festhält. Das gibt uns Planungssicherheit und eröffnet immer wieder Chancen für Menschen mit Handicap“, sagt Peter Hofmann (70), seit 38 Jahren Präsident des Reitervereins von Mannheim, auch Deutschlands erfolgreichster Turnierveranstalter, nämlich des alljährlichen Maimarkturniers, das in diesem Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer fiel.

Bei der symbolischen Scheckübergabe macht Peter Hofmann auch deutlich, dass man das Angebot ohne die regelmäßige Unterstützung der Sparkasse in diesem Umfang wohl gar nicht mehr anbieten könne. Das Programm sei sehr kosten- und personalintensiv. „Die Beteiligung ist uns sehr wichtig, denn Integration und Inklusion sind nur möglich, wenn man etwas dafür tut und nicht nur darüber redet“, sagt Sparkassen-Vorstandsmitglied Thomas Kowalski und liefert damit gleichzeitig die Begründung für die Spendenbereitschaft seines Hauses.

Das heilpädagogische Reiten ist eine Rehabilitationsmaßnahme, bei der es darum geht Motorik, Wahrnehmung, Befindlichkeit, Verhalten und das Lernen zu stärken. Die Nähe zum Pferd unterstützt dabei nicht nur die Konzentrations- und Lernfähigkeit, sondern stärkt auch das Selbstwertgefühl der Kinder und Jugendlichen. Mit der ganzheitlichen Therapie werden Körper und Psyche gleichermaßen angesprochen. „Das ist eine Erfahrung, die gerade Kinder und Heranwachsende positiv stimuliert und die dadurch oft Wunder bewirkt“, sagt Peter Hofmann. Bei sehbehinderten Menschen trete oft eine Verbesserung

der motorischen Fähigkeiten und der Sinneswahrnehmungen ein. Und für Kinder, die das Sprechen verweigern, könne der Umgang mit Pferden sogar eine Öffnung der inneren Blockade herbeiführen.

Bestätigt wird der Erfolg von Reiter-Vereinsmitglied Anna-Maria, deren 13-jähriger Bruder Johannes seit seiner Geburt an Trisomie 21 leidet: „Mit der Zeit kam dann auch starkes Rheuma hinzu. Ihm fiel sogar der Schritt über eine Bordsteinkante schwer“, sagt sie. Nachdem er regelmäßig am heilpädagogischen Reiten teilgenommen hat, verbesserten sich nicht nur die motorischen Fähigkeiten, auch machten sich Zugewinne an Konzentrationsfähigkeit und Selbstvertrauen bemerkbar: „Er hat sogar schon mehrfach am Maimarktturnier teilgenommen. Das Reiten gibt ihm soviel Lebensfreude und Lebensmut – wir sind jeden Tag dankbar dafür.“

Doch ohne großen Einsatz und Förderer geht es nicht, so Peter Hofmann: „Wir brauchen eine ganze Reihe von Helfern, die die Kinder und jungen Erwachsenen auf beiden Seiten des Pferdes flankieren.“ Auch für die aufwendig ausgewählten und trainierten Pferde sei die Maßnahme sehr anstrengend. Allein unter dem Gesichtspunkt des Ausbalancierens müssten die Tiere eine große körperliche Leistung erbringen. Weil sie dazu nicht über viele Jahre hinweg in der Lage seien, müsse man die Pferde regelmäßig austauschen.

Dabei ist gerade die Auswahl der Pferde kostenintensiv. Die Tiere müssen besonders einfühlsam und gelassen sein sowie eine spezielle Ausbildung durchlaufen. Denn ihre Reiter sind keine Profis, sondern Kinder mit Handicap. Gerade das ist ausschlaggebend für das Engagement der Sparkasse: „Wenn das Geld dazu beiträgt, dass die Kinder in ihrer körperlichen, geistigen und sprachlichen Entwicklung vorankommen, ist das eine wirklich gute Investition“, so Thomas Kowalski. Die langjährige Unterstützung der Sparkasse hat, laut Hofmann, einen erheblichen Teil dazu beigetragen, dass das Angebot des Reiter-Vereins kontinuierlich ausgebaut und vielen jungen Menschen geholfen werden konnte.

Die Sparkasse Rhein Neckar Nord unterstützt das heilpädagogische Reiten mit Erlösen aus dem PS-Sparen. Dabei kauft der Sparer Lose zu fünf Euro. Vier Euro werden angespart; einen Euro kostet die Teilnahme an der PS-Lotterie. Ein Viertel dieses Einsatzes, aus dem auch Gewinne bis zu 10 000 Euro für den Sparer resultieren können, spendet die Sparkasse für gemeinnützige Zwecke. Fast 100 000 Euro waren es allein im Jahr 2019.

 


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