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ZDF-Reporter Arnim Basche gestorben PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Dienstag, 12. Januar 2021 um 13:58

Im Alter von 86 Jahren starb in einem bayerischen Heim der bekannte und beliebte Fernseh-Reporter Arnim Basche. Von einem schweren Schlaganfall im letzten Jahr hatte er sich nicht mehr erholen können…

 

Vom Wesen des Vollblutpferdes wusste niemand so Bescheid wie Arnim Basche. Den Turniersport - Springen, Dressur und Vielseitigkeit - liebte er, doch wahrlich vergöttert hat er den Galopprennsport. Mit leuchtenden Augen konnte er stundenlang darüber referieren. Nun starb er im Alter von 86 in einem Heim in Bayern, letztlich an den Folgen eines Schlaganfalls im Vorjahr.

Seinen Werdegang erzählte er leidenschaftlich, als hätte er ein Mikro in der Hand und käme gerade erfolgreich von der Pirsch, sehr bildhaft. Er konnte sich fast an jedes Detail seines Lebens vor allem als Journalist erinnern.  Mit 18, so sagte er, habe er aus der DDR „rüber gemacht“, aus Dresden. Die Mauer stand noch nicht, „wir konnten uns regulär abmelden und verziehen“, wie es hieß. „Ich kann mich noch gut erinnern an jenen Augusttag 1953, da stand ich allein an einem U-Bahnhof in Berlin, hatte 40 Mark in der Tasche, sonst nichts“ sagte er.  Er ging zur Schule, um das Abitur zu machen, bekam ein Stipendium von 90 Mark, arbeitete auf dem Bau und begann das Studium der Wirtschaftswissenschaften, nach vier Semestern brach er ab. Er ging weg von Berlin und nahm den Job eines Praktikanten bei Bayer Leverkusen an, „ich arbeitete bei Bayer am Hochofen in Wechselschicht, weil man da mehr Geld verdiente“. In jener Zeit lernte er in Köln seine Frau Renate kennen, mit ihr war er 60 Jahre verheiratet und hatte mit ihr zwei Söhne.

Über den 2000 gestorbenen Turf-Experten Addi Furler kam er zum WDR in Köln. Der sagte 1961 zu ihm: „Du Langer, es gibt eine neue Sportsendung, wir brauchen Reporter.“  Es ging um die ARD-Sportschau. Arnim Basche: „Und erfunden hat sie der damalige Sportchef Hugo Murero, kein anderer.“ Basche lieferte Probereportagen über Galopprennen in Köln oder über Feldhockey, „viele hatten sich beim Fernsehen beworben, nur wenige blieben hängen“. Seine erste echte TV-Übertragung lieferte er Ende Mai 1961 „mit dem Kölner Union-Rennen“ ab, gegen den Widerstand des damaligen „Platzhirsches“ im Galopprennsport am Mikrofon, Heinz Eil vom Hessischen Rundfunk. Danach war Arnim Basche für nicht weniger als 54 Kurzreportagen im Einsatz, er berichtete von der Formel 1, von Radrennen in Solingen oder Motorradrennen.

Werner Höfer, bekannt vom damaligen „Frühschoppen“, wollte ihm die Redaktionsleitung für das Westdeutsche Fernsehen übertragen, Basche lehnte ab, er sagte: „Ich tauge nicht als Schreibtischhocker, ich möchte lieber Reporter bleiben.“ 1972 wurde er freier Mitarbeiter beim ZDF, war später Redaktionsleiter Sport in Düsseldorf und ging 1999 in Rente.

Achtmal berichtete er von Olympischen, für seine Reportage über 60 Minuten von der Dressur bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles mit dem Goldritt von Dr. Reiner Klimke auf Ahlerich wurde er vom Nationalen Olympischen Komitee für Deutschland mit dem Medienpreis geehrt.

Arnim Basche, der mit seiner Ehefrau Renate in Bad Neuenahr lebte, war 1968/ 1969 auch Presserefernt der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Warendorf, er schrieb verschiedene Bücher mit wie u.a. „Die Geschichte des Pferdes“, „Die schöne Welt des Pferdes“ oder „Turf, Vollblutzucht und Galopprennsport“, aber auch zusammen mit EU Schassberger „Wild und Geflügel“ - Kochrezepte mit Wissenswertem zur Jagd und heimischen Wildtieren sowie Jagdwaffen. Die Jagd war neben der Vollblutzucht seine zweite große Leidenschaft…

 


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