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500 Taten von Pferderippern stehen "nur" 16 Wolfsangriffe gegenüber PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Gudrun Zimmermann/ DL   
Sonntag, 17. Januar 2021 um 13:29

Ludwigshafen. Seit Jahren wird gegen den Wolf gehetzt, es wird zum Teil gelogen und es werden Schauermärchen in die Welt hinausposaunt, oft ohne jeden Beweis. Taten von Pferderippern steigen nach einem Bericht von „Wolfsschutz“ und können gegen Wolfsangriffe gar nicht herangezogen werden als Vergleiche.

„Spätestens, wenn ein Pferd verletzt wurde, ist dies auch für die Polizei keine Bagatelle mehr, betont Dr. Helga Ihm, Kriminalpsychologin beim Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz. Denn das Potenzial von Menschen, die Tiere quälten, ist bedeutsam für mögliche spätere Delikte, bei denen gewalttätige Verhaltensmuster auch gegen Menschen umgesetzt werden.“ Wir haben uns mal die Statistik angeschaut. Statistiken zeigen, dass Menschen als Haupttäter für Gewalt an Pferden verantwortlich sind. Sind also Krokodilstränen von Haltern sowie Forderungen nach Abschuss von Wölfen nach wirklich extrem seltenen Angriffen berechtigt? Wolfsschutz-Deutschland e. V. sagt: „Nein!“

In den Jahren 2015 und 2016 gab es 280 registrierte Fälle von sogen. „Pferderippern“.  Bereits in den Jahren zuvor, von 2014 bis August 2016, wurden 210 Fälle polizeilich erfasst. Diese Zahlen beinhalten Angriffe auf Weidepferde und im Stall eingestellte Tiere. Rechnet man die nicht angezeigten Taten hinzu, dürfte diese Zahl noch höher sein. Tendenz steigend. Nicht erfasst hierbei sind die Tätlichkeiten, welche Pferden/ Ponys im Reitsport, im Zirkus und sonstigen Freizeitaktivitäten zugefügt wurden, wie unten beschrieben.
Für 2018-2019 liegen leider keine verlässlichen Daten vor, da diese Straftaten nicht gesondert, sondern lediglich als „Umwelt-Tierschutz-Delikte“ pauschal erfasst werden. Schätzungsweise und nach Berichten in den Medien dürfte sich die Zahl der dokumentierten „Pferderipper“-Fälle ebenfalls auf 280 und mehr belaufen. Laut offizieller Statistik stehen dem 16 Angriffe von Wölfen gegenüber, wobei nicht in allen Fällen zu 100 Prozent eine Wolfsbeteiligung nachgewiesen werden konnte. Hierbei muss erwähnt werden, dass es sich meist um ungenügend, teils sogar gänzlich ungeschützte Tiere gehandelt hat.

Bei Misshandlungen und sogar Tötungen durch Menschen sind zwei Hauptmerkmale auffällig: ein hohes Maß an krimineller Energie und eine Bereitschaft zu massiver, oft sexuell motivierter Gewalt. Überwiegend sind
es männliche Täter, deren Gewaltbereitschaft sich auch in Folge gegen Menschen, oft Frauen, wenden können.

In 40-Prozent aller kriminalistisch registrierten Fälle waren es sexuell motivierte Gewalttäter, die besonders den Genitalbereich des Pferdes verletzten.  Dann gibt es die zoophilen Täter, welche Sodomie ausübten, ebenso die kriminaltechnisch als „JÄGER“ aufgeführten Täter, die im Besitz einer Waffe sind, aus Distanz töten und eine Trophäe mitnehmen. So wie es auch Gang und Gebe bei Hobbyjägern nach Wildtierabschüssen ist.

Darüber hinaus gibt es die Fetischsammler, die den Tieren ein Körperteil, oft den Schweif oder Ohren abschneiden. Den Grausamkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Der spezifisierte „klassische Gewalttäter“ lebt negative Emotionen aus wie Wut oder Rache, die er/ oder auch sie - noch nicht - an Menschen auslebt.

Nicht verschwiegen werden darf auch die subtile Gewalt, die in Form  von tierwidriger Dressur im Zirkus, im Reitsport (z.B. scharfe Sporen, massiver Einsatz von Gerte, Rollkur u.v.A.) angewandt wird. Das traurige Bild eines mit dem Pony in der Fußgängerzone bettelnden Zirkusmenschen dürfte bekannt sein. Diese Tiere stehen oft im Winter stundenlang mitten im Einkaufstrubel, sind Lärm und Abgasen ausgesetzt.  Sie haben kein Wasser, sind an einem Seil gehalten, ohne einen Platz zum Ausruhen bzw. eine weiche Unterlage. Sie stehen den ganzen Tag in der Kälte auf dem Asphalt. Auch das ist eine Gewaltanwendung, die leider kriminaltechnisch nicht erfasst wird.

Ein vierfacher Frauenmörder in Duisburg gab an, neben seinen menschlichen Opfern auch Nutztiere wie Pferde, Schafe und Rinder gequält und getötet zu haben. Die Zusammenhänge zwischen Gewalttaten an Pferden bzw. Tieren und
an Menschen sind klar ersichtlich.

Herdenschutz gehört überall dort zur guten fachlichen Praxis der Nutztierhaltung, wo Wölfe dauerhaft vorkommen. Wölfe unterscheiden nicht zwischen wildlebenden und domestizierten Huftieren. Sie töten zur Nahrungsaufnahme solche Tiere, die sie leicht überwältigen können.
Sie töten nicht aus Lust, Mordgier, Rachsucht oder persönlichem Vergnügen. Die Art und Weise der Weidetierhaltung muss an die Anwesenheit von Wölfen angepasst werden. Sollte das nicht möglich sein für die Tierhalter, denen etwas an ihren Tieren liegt?

 


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