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Dressur und Springen für kränkelnde Iffezheimer Rennbahn PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Montag, 22. Februar 2021 um 17:10

Iffezheim. Der einst blühenden Galopprennbahn Iffezheim, wo jährlich nur noch zwei oder drei Rennen stattfinden, soll wieder Leben eingehaucht werden – mit einem neuen Konzept aus Galopp und Turniersport…

Die Nachricht per WhatsApp am 26. Januar lautete: „Ich habe ein dickes Ding vor…“ Die Zeile kam aus Italien von Doppel-Olympiasieger Ulrich Kirchhoff  (53). Nicht er allein wolle etwas Neues proklamieren, aber im Verbund mit anderen. Doch mit ihm als Weichensteller und Frontmann von Sport zu Geld und umgekehrt. Uli Kirchhoff, seit 2013 im Rock mit den ukrainischen Farben im Parcours unterwegs, wiederum hatte vor einiger Zeit einen Anruf von seinem bayerischen Spezl Markus Buchner, der bei den Galoppern zuhause war, nun aber wieder als Amateurspringreiter unterwegs ist. Der sagte zu ihm: „Du wolltest doch immer mal eine Anlage für Turniere haben, ich weiß da was.“ Er meinte Iffezheim, die Galopprennbahn, die dahindarbt wie der gesamte deutsche Galopprennsport.

Die Gemeinde Iffezheim, in Armlänge von Baden-Baden entfernt, kennt man höchstens von der Galopprennbahn her. Sie wurde 1858 eröffnet, der Ort mit seinen heute 5.000 Einwohnern profitierte davon, aber auch der weltbekannte Kurort Baden-Baden.

Carl Egon Fürst zu Fürstenberg, Friedrich Landgraf von Hessen, der Herzog von Hamilton, Hugo Fürst zu Hohenlohe-Öhringen. Nikolaus Fürst von Gagarin. Fürst Menschikow, Hugo Graf Henckel von Dommersmarck, Nikolaus Graf Esterhazy und andere gründeten am 26. November 1872 mit 300.000 Gulden zunächst als Aktiengesellschaft den „Internationalen Club“. Der  Rennplatz auf einem trocken gelegten Rheinarm entwickelte sich zum größten Trainingszentrum für Pferderennsport in Deutschland. Eine Pferdeklinik wurde gebaut, Tribünen kamen dazu oder wurden erweitert, der Rennsport blühte. 

Nach der Insolvenz des Internationalen Clubs im Jahr 2009 wurde im Juni 2010 die Baden Racing GmbH Pächter der Anlage, ein für diesen Zweck gegründetes Joint Venture unter Führung von Kaffeeröster Andreas Jacobs. Als sich aber Jacobs zurückzog, kam es zu finanziellen Turbulenzen. Am 30. September 2020 teilte die Baden Racing GmbH mit, dass sie den Pachtvertrag über die Rennbahn zum Jahresende 2020 außerordentlich gekündigt habe. Als Grund wurden die Verluste wegen der Einschränkungen der Besucherzahlen durch die Corona-Pandemie angeführt.

Mit Uli Kirchhoff, der seit 2008 in Italien in der Nähe von Verona lebt und vor allem als Trainer arbeitet, und seinen Gönnern könnte nicht unbedingt ein großes Erwachen, aber doch eine gewisse positive Zukunft der Anlage gegeben sein. Auf seine Rundrufe wurde durchweg positiv reagiert, mein er. So sagt beispielsweise Ulli Kasselmann (73), Pferdeausbilder, Auktionator, Turnierveranstalter und Pferdehändler: „Man muss abwarten, welche Vorschläge, aber auch Gegenargumente kommen. Alles hört sich jedenfalls ganz gut an.“ Und auch Kasselmann-Partner Paul Schockemöhle scheint davon angetan. Wie auch Vielseitigkeits-Olympiasieger Michael Jung (38) aus dem nicht so entfernt gelegenen Horb, der seine weitere Zukunft wohl im Springsattel sieht. Die Gemeine Iffezheim selbst steht einem neuen Projekt und neuen Ideen ebenfalls wohlwollend gegenüber wie auch die Mannheimer Galopprenn-Gruppe als augenblickliche Pächterin.

Der Plan sieht vor: Die Galoppveranstaltungen. zur Zeit nur noch zwei oder drei Rennveranstaltungen pro Jahr, bleiben erhalten, dazu kommen jedoch im Rhythmus von zwei Monaten Turniere mit Dressur und Springen. Angelegt werden sollen zwei Außenplätze auf Sand und eine Halle. Vorhanden sind bereits 450 feste Boxen, gerechnet wird mit Investitionen von zehn Millionen Euro.

Die Lage für einen neuen großen Turnierstandort dieser eventuellen Größenordnung  in Süddeutschland spricht zusätzlich für sich: Iffezheim liegt an der Autobahn A 5, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Frankreich, wo turniermäßig in dieser Elsass-Region nichts los ist, außerdem nicht weit weg von der Schweiz und nicht ganz so weit von Österreich entfernt. Dazu kommt die Anbindung an die ICE-Strecke der Bundesbahn, und der Flugplatz von Baden-Baden ist per Rad zu erreichen.

Günstiger kann ein Turnierplatz nicht gelegen sein…

 


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