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Die letzte Fahrt des Milliardärs Tucker Johnson PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Montag, 04. Oktober 2010 um 13:39

Tucker Johnson in voller fahrt beim Turnier in Riesenbeck 2010

(Foto: Meenen jun)

Lexington/ Kentucky. Letztmals führt der amerikanische Milliardär Tucker Johnson bei den Weltreiterspielen in Lexington die Leinen eines Vierergespanns im sportlichen Wettkampf. Danach wird er sich als Trainer engagieren.

 

 

Fahren – erste sportliche Wettkämpfe

 

Mensch und Ur-Pferd trafen nach wissenschaftlichen Erkenntnissen vor etwa 600.000 Jahren aufeinander. Der Steinzeitmensch jagte das Pferd, verspeiste das Fleisch, bastelte aus den Knochen Werkzeuge und schützte sich vor Kälte mit dem Fell. Erstmals gezähmt wurde der Zehengänger vor etwa 5.000 Jahren, anfangs in Mittelasien, im Iran und im Süden Skandinaviens. Nach Mitteleuropa kam das Pferd später, beeinflusste jedoch Transport- und Kriegstechnik entscheidend. Der Streitwagen wurde erfunden, und daraus wiederum entwickelten sich in Friedenszeiten zu Trainingszwecken sportliche Wettkämpfe mit Pferden bespannten Wagen. Bei Griechen und Römern erlebte der Wagenrennsport eine Hochblüte und gehörte bei den Hellenen bis 400 Jahre v.Chr. zum Olympischen Programm.

 

Baron de Coubertin mochte Fahren wohl nicht...

 

Der Franzose Pierre Baron de Coubertin war sicher kein Anhänger des Fahrsports, sonst hätte er sich bei seiner Erneuerung der Olympischen Spiele 1896  daran erinnern müssen. Reiten mit seinen drei Disziplinen Vielseitigkeit, Dressur und Springen kam aber dank  der Fürsprecher in Uniform ins Programm - Fahren nicht. Bis heute fehlen die Gespanne bei Olympia, trotz nobler Herren als Fürsprecher auf dem Bock, wie vor gar nicht allzu langer Zeit, als Königin-Gemahl Prinz Philip noch auf Turnieren selbst gekonnt Gespanne um die Hindernisse lenkte.

 

Johnson holte Michael Freund als Coach

 

Nicht nur in Deutschland, auch weltweit ist und bleibt der sympathische Hesse Michael Freund (55)  die große Leitfigur dieser Disziplin, ein Künstler und Prediger, dazu ein Gewinnertyp. Nicht umsonst wurde er 14 Mal Deutscher Meister, viermal Weltmeister und dreimal Weltcupgewinner. Ihn holte der Amerikaner Tucker Johnson fast logisch als Coach. Tucker (46), ein echter Sport-Amateur aus Florida, Geschäftsmann mit 40.000 Angestellten und Niederlassungen in 200 Ländern. Sein Unternehmen ist tätig im sanitären Bereich, mit Pflegemitteln wie Cremes oder  auf dem Sektor der Auto-Polituren, besitzt dazu noch eine Rinderfarm mit hochwertigem Vieh, warum er sich auch liebsten auch Farmer nennt, und natürlich hat er auch einen Privat-Jet.

 

Wie seinen beruflichen Job erledigt Tucker Johnson auch den Sport. Denn auf dem Bock zählt nur Können, nicht das Geld. Jeder Kutscher sieht zudem fast gleich gewandet aus, die Bekleidung soll gedeckt sein, meist ist sie grau oder dunkelblau. Doch einer wie Johnson fällt manchmal auch gerne auf, zieht gar ein weißes Jackett über, er kann sich so etwas erlauben, weil er auch gut ist.

 

Abschied als Fahrer – weiter als Coach

 

Und einer wie Tucker Johnson will auch im Sport immer ganz nach oben. 1993 war er Mannschafts-Weltmeister der Zweispänner, er wechselte die Disziplin, seit 1994 fährt er vierspännig, das ist die Championsleague. 1998 in Rom bei den dritten Weltreiterspielen errang er in der Einzelwertung den beachtlichen fünften Platz. In Aachen vor vier Jahren bei den 5. Weltreiterspielen war er auf Position 14 bester amerikanischer Kutscher.

 

Vom Training hält der leidenschaftliche Großwildjäger nicht so viel, „er ist aber ein nervenstarker Turnierfahrer“, sagt Michael Freund, „er ist in der Lage, an einem guten Tag jeden zu schlagen, vor allem im Kegelfahren.“ Er könnte in Lexington durchaus eine Medaille gewinnen, sagt Michael Freund.

 

Johnson, mit einer Engländerin verheiratet, zwei Söhne und eine Tochter, wuchs mit Pferden auf, ritt zunächst, doch hatte schon als Kind mehr Spaß am Fahren. Auf seinem Landsitz in Hobe Sound  direkt am Meer stehen 25 Pferde, die vor allem geritten werden. In der Winterzeit von November bis April flog Freund jeden Monat für eine Woche nach Florida, um die Pferde in Schuss zu halten. 

 

Kutschpferde für 180.000 und 230.000 Euro...

 

Tucker Johnson besitzt so an die 20 Kutschen, darunter auch historische. Wenn er nach Deutschland kam, um in Neu-Isenburg bei Michael Freund zu trainieren, schwebte er in seinem Privatflieger in Frankfurt/ Main ein. Der oftmalige Landesmeister war in den USA mal „Athlet des Monats“ und auch „Fahrer des Jahres“, er kaufte nicht irgendwelche normalen Pferde, sondern gezielt gute „Dressur-Cracks“. Aus dem PSI-Katalog von Ulli Kasselmann hatte er sogar acht zur Auswahl. Auf der „Performance Sales International-Auktion“ (PSI) von Kasselmann und Paul Schockemöhle 2003 ersteigerte er beispielsweise den Oldenburger Wallach Spotlight für 180.000 und für 230.000 Euro den ebenfalls braunen und mittelgroßen Westfalen-Wallach Rotano, einen Rubinstein-Nachkommen.

 

Es gab mal eine Zeit, da zuckten die Turnierveranstalter zusammen, wenn sie auf den Meldezetteln den Namen Tucker Johnson lasen. Er kam nämlich mit einem Riesentruck und eingebautem Whirlpool. Zapfte er das Stromnetz an, flogen in der ganzen Gegend wegen Überlastung die Sicherungen `raus....

 

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