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Der Tag, an dem der großartige Shergar für immer verschwand... PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Mark Hedges   
Freitag, 05. Februar 2010 um 14:43

Shergar, gezeichnet 1981 vom weltbekannten Pferdemaler Klaus Philipp


Kildare/ Irland. Zwei Dinge bleiben den Turfinteressierten haften: Shergar hatte das irische Derby mit 500 m Vorsprung gewonnen – und  kurz nach Beginn seiner Deckkarriere wurde er entführt. Nie mehr sah oder hörte jemand etwas von diesem Wunderhengst.  Die dramatischen Ereignisse gingen in die Geschichte der Galopperwelt ein, und nicht nur dort. Doch der Name behielt seine Größe. Am 8. Februar jährt sich wieder der Tag der Entführung. Aus dem Buch „Das Pferd im 20. Jahrhundert“.

 

Von der IRA entführt?

 

In der Nacht zum 8. Februar 1983, der Nacht, in der der dreijährige Hengst aus seiner Box des Ballymanny-Gestüts in Co Kildare in Irland entführt wurde, war er das berühmteste Pferd der Welt. Sein Wert wurde zu dieser Zeit auf 10 Millionen Pfund geschätzt. Das verlangte Lösegeld und die Tatsache, daß sein Körper nie gefunden wurde, haben zu dem Mythos beigetragen, der um ihn herum entstand. Das unergründliche Geheimnis um seinen Tod ist noch immer nicht geklärt, doch im allgemeinen wird angenommen, daß er von der IRA entführt und getötet wurde, ohne dass  Lösegeld  floss.

 

Shergar bleibt in der Erinnerung

 

Der berühmte Ausbilder Sir Michael Stoute sitzt in seinem Büro auf Freemason Stables und denkt an jenes fabelhafte braune Pferde mit seiner bezeichnenden großen weißen Blesse. Er denkt oft an seinen ´alten´ Champion. „Ich finde, die Geschichte von Shergar ähnelt ein wenig der von Kennedy. Wenn Shergars Leistungen nur durchschnittlich gewesen wären und er ein vernünftiger, erfolgreicher Hengst geworden wäre, wäre alles ganz normal gewesen. Aber ich denke, daß die ganze Tragödie um dieses Pferd, das gerade am Anfang seiner Karriere als Deckhengst stand, dafür gesorgt hat, daß der Name Shergar immer in Erinnerung bleiben wird, mehr oder weniger so wie der von John Kennedy.“

 

Eigentum des Aga Khan

 

Shergar war Eigentum des Aga Khan, dem geistigen Führer der Shia-Moslems, der ihn selber gezogen hat. Er wurde 1978 geboren und kam als Jährling in die Stallungen von Sir Michael. So wie viele der Aga-Pferde wurde auch Shergar nur langsam erwachsen, die Erwartungen an ihn waren erst nicht sehr hoch, als er als Zweijähriger an den Start kam. Doch er gewann sofort sein erstes Rennen, geritten von Lester Piggott, und wurde Zweiter in der Group One William Hill Futurity in einem Rennen über 1,5 km in Doncaster. Er besaß alle Qualitäten eines klassischen Hengstes. Lester Piggott beschrieb ihn als „sehr schön gebaut“, und Sir Michael erinnert sich an ihn wegen seines athletischen Talents. Der Trainer fügt hinzu: „Er war immer gesund und kräftig, als Trainer träumt man davon, ein solches Pferd zu trainieren. Er war immer bereit, für einen zu arbeiten. Eine perfekte Rennmaschine, nicht sehr groß, ungefähr 1,53 m, aber er lief mit einer gewaltigen Balance, und er war das freundlichste Pferd, das man sich nur vorstellen konnte.“

 

Gnadenlos beim Siegen...

 

Sir Michael Stoute ist schon zwanzig Jahre als Spitzentrainer im Geschäft dabei und hat in dieser Zeit fünfmal einen Champion hervorgebracht, doch er kann sich noch lebhaft an den Moment erinnern, an dem ihm klar wurde, daß Shergar ein Pferd aus Tausenden sei. „Das erste Mal, daß wir entdecken, daß wir es mit etwas ganz Außergewöhnlichem zu tun hatten, war die Woche, bevor er erneut starten sollte, nun als Dreijähriger. Shergar zeigte den beeindruckendsten Galopp, den ich jemals gesehen hatte. Danach ging er für den Classic Trail nach Sandown und schlug seine Gegner gnadenlos. Das war ein sehr aufregendes Erlebnis. Wir hatten das Gefühl, daß dieses Pferd ein ernstzunehmender Favorit war, und auf Sandown bewies er, daß wir damit völlig richtig lagen. Danach war der Sieg des Derbys in Epsom eine Art Erleichterung, weil ich ganz klar das beste Pferd ins Turnier geschickt hatte, und es nur noch darum ging, hinzugehen und gute und professionelle Arbeit zu leisten. Man hatte nun einmal gigantisch hohe Erwartungen an dieses Pferd.“

 

Zehn Längen Vorsprung

 

Im Derby von 1981 schlug er seine Gegner vernichtend. Shergar wurde vom 19jährigen Jockey Walter Swinburn geritten, der sich beim Tattenham Corner an die Spitze setzen konnte. Mit kräftigen Sprüngen gewann Shergar immer mehr an Boden, bis er schließlich das berühmteste aller Rennen mit einem Rekord-Vorsprung von 10 Längen gewann. Der Anblick des großen braunen Hengstes mit seiner weißen Blesse, der in vollem Galopp über den letzten geraden Abschnitt vor dem Finish heranflog, so wie gewöhnlich mit der heraushängenden Zunge, dieser Anblick war einer der schönsten und größten historischen Augenblicke der Renngeschichte.

 

Nach dem Derby kam Shergar nach Irland und gewann dort mit großer Leichtigkeit das irische Derby unter Lester Piggott, der ihn beschreibt als „eines der eindrucksvollsten Pferde, die ich in meiner Karriere geritten habe“. Wieder zurück in England war er erfolgreich um die King George VI und die Queen Elizabeth Diamond Stakes in Ascot, und danach wurde er auf den Arc de Triomphe in Frankreich vorbereitet. Sir Michael erinnert sich, daß er da einen großen Fehler machte. „Er ging zum St. Leger, der auf durchweichtem Boden gelaufen werden mußte, und wo nochmals tüchtig viel Regen darauf kam. Es war falsch, ihn dort laufen zu lassen, und ich hätte die Leute über meine Sorge wegen des Bodens informieren müssen. Shergar kam nicht in Schwung und wurde Vierter.“

 

Shergars Empfang mit tausenden Menschen

 

Der Sohn von Great Nephew war dazu bestimmt, Deckdienste in einem Wert von 10 Millionen Pfund zu leisten. Er wurde bei seiner Ankunft in Irland durch die Straßen von Newbridge paradiert, vor Tausenden von Menschen, die extra gekommen waren, um ihn zu sehen. Er war ein Superstar, und die reichsten Leute der Welt schickten ihm ihre Stuten. Unter seinen ersten und einzigen Nachkommen waren vier Gewinner der Stakes, wie Authaal, gleichzeitig Sieger der irischen St. Leger, der auf einer Jährlings-Auktion für die Rekordsumme von 3,1 Millionen irische Guineas verkauft wurde. Es wäre ein sensationeller vielversprechender Start für die Karriere eines jungen Hengstes gewesen, doch die Geschichte nahm tragischerweise ein schnelles Ende. Shergar verschwand und nichts mehr tauchte von ihm auf... bis heute..

 

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