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Rückkehr der Trakehner auf die Galopprennbahn PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Dienstag, 27. April 2010 um 08:02

 

 

Dresden. Bekannt waren Trakehner immer schon  aus Dressur, Springen und der Vielseitigkeit – nun kehrt die edle Rasse auch auf die Galopprennbahn zurück. Dazu wurde der „Trakehner-Rennsport e.V.“  gegründet. Der Auftakt einer  neuen Rennserie war für Mitte Juli auf dem Düsseldorfer Grafenberg geplant, nun findet der Auftakt im August in Dresden statt.

Mannheim-Seckenheim 2009: Die Rückkehr der Trakehner auf die Rennbahn oder das Wachhalten an eine große, edle Pferderasse...

(Foto Klenk)

 

„Gott bewahre mich vor Sturm und Wind – und Pferden, die aus Trakehnen sind.“ Den Allerweltsspruch kennt auch der größte private Pferdezüchter der Welt, nämlich Paul Schockemöhle (65). Zunächst hielt er sich zunächst ebenfalls daran („Trakehner kommen mir nicht in den Stall“), er ist längst umgeschwenkt. Der dreimalige Springreiter-Europameister aus Mühlen, Herr über 3.000 Pferde, setzt die hoch im Blut stehende Rasse inzwischen zum Veredeln in seiner Zucht von Spring- und Dressurpferden ein.

Auch ein Paul Schockemöhle hat umgedacht und setzt Trakehner in der Zucht ein

(Foto: Werner Ernst)

In den bekannten Reitdisziplinen Vielseitigkeit, Springen und Dressur waren Trakehner immer ein Begriff, nun sollen sie auch wieder auf die Rennbahn zurück, um in Galopp- und  in Hindernisrennen ihre Klasse zu beweisen.

 

Vereinsgründung mit Sitz bei Dresden

 

Dazu wurde zunächst der „Trakehner-Rennsport e.V.“ gegründet. Erster Vorsitzender ist Andre Merkert (Erfurt), „Vize“ Anett Talheim (Radebeul), ebenfalls im vorstehenden Gremium Dr. Dirk Friedrich (Kandel) und Monic Schmitz (Soest) als zuständig für die Abteilung Sport. Alle sind Persönlichkeiten kommen aus der Pferdeszene, Liebhaber der Trakehnerzucht, Pferdeleute, die sich im Hauptberuf um Menschen mit Haarproblemen kümmern, zum Beispiel in Krebskliniken. Der Verein stellt sich vornehmlich der Herausforderung: Erinnerung und Tradition an die Trakehner lebendig zu halten. Sitz des Vereins wird in der Nähe von Dresden sein. Monic Luisa Schmitz (49): „Wir wollen Menschen mit krankheits- und therapiebedingten Haarproblemen einen unvergessenen Tag bescheren auf den Rennbahnen bieten, wir wollen auch Hilfe anbieten, Informationen weitergeben, vor allem durch unsere Haarspezialistin Anett Talheim.“

 

Monic Luisa Schmitz mit der von ihr gezogenen Trakehnerstute Sharaya, die ebenfalls im letzten Jahr in Mannheim lief

(Foto: privat)

 

Von Düsseldorf zurück nach Mannheim

 

Dort, wo vor zwei Jahren alles mit Herzenswärme und Herzklopfen begann, wird die neue Serie auch am 26. September enden, in Mannheim-Seckenheim. Beginn sollte zunächst Düsseldorf-Grafenberg Mitte Juli ( 1.500 m/ Dotierung 8.000 Euro) sein, was aus terminlichen Gründen entfallen musste, nun ist der Serien-Auftakt in Dresden ( 7.August/ 1.900 m/ 8.000 €), danach folgen Bad Doberan (22.08./ 1.650 m/ 8.000 €), Gotha-Boxberg (18.September/ 2.150 m/ 8.000 €) und eben das Finale in Mannheim (1.900 m/ 10.000 €).

 

Titel der Gesamtveranstaltung: „Vier-Sterne-Trakehner-Rennen“. Die Sterne stehen für die geografischen Richtungen Osten, Westen, Süden und Norden. Dadurch sollen für die Interessierten  auch die Anfahrtswege zu den Rennen relativ kurz gehalten werden.

 

Bisher zählen erst zwölf Trakehner-Galopper zum Aufgebot der Serie, „aber wir hoffen, dass es rasch mehr werden“, sagt Monic Schmitz, frühere Dressurreiterin, Ausbilderin und inzwischen geprüfte Richterin in der Pferdezucht. Die Pferde sollen zwischen vier und 15 Jahre alt sein, müssen einen Anteil von 25 Prozent des englischen Vollbluts besitzen, die Jockeys unterliegen keiner Gewichtsbeschränkung, gestartet wird fliegend. Die Pferde müssen die Rennen mit flachen Eisen laufen, und für jedes Schaltjahr ist ein Hindernisrennen – Trakehner-Derby – vorgesehen.

 

Überschuss für guten Zweck

 

Werden kleine Rendite bei den Rennen erwirtschaftet, „wird das Geld einem guten Zweck zugeführt“, sagt Monic Schmitz, deren Ehemann Klaus bis zu seinem plötzlichen Tod 1997 Chefsteward des weltberühmten CHIO von Deutschland in Aachen war, mit ihm zusammen unterhielt sie auch den Reit- und Ausbildungsstall „Siebeneick“ in Essen-Schuir.  So werden an allen Trakehner-Renntagen jeweils Patienten entsprechender Kliniken in den betreffenden Veranstaltungsorten eingeladen.

 

Berühmte und unvergessene Trakehner

 

Trakehner stammen ursprünglich aus Ostpreußen, wegen ihrer Härte und Ausdauer wurden sie vorwiegend für den Kriegseinsatz gezüchtet. Friedrich Wilhelm, König von Preußen, gründete 1732 in Trakehnen das „königlich Trakehner Stutbuch“.  Brandzeichen: Seit 1787 die siebenendige Elchschaufel. In der Blütezeit umfasste das Gestütsgelände rund 140 ha Weideland, zur Veredelung wurden im 19. Jahrhundert englische Vollblüter und Araber eingekreuzt.

 

Ehemaliges Haupthaus des Trakehnergestüts (Foto: offz)

 

 

„Ben Hur“ vor Pflug und in Vielseitigkeit

 

Als Beispiel für einen „Trakehner-Alleskönner“ steht Ben Hur. Der Paradewallach ging an der Longe mit Kindern, zog den Pflug, wurde in schweren Prüfungen der Vielseitigkeit eingesetzt, lief Flachrennen und wurde 1929 für das über 6.000 m führende Hindernisrennen mit 33 Sprüngen in Insterburg gesattelt.

 

Das erste Olympische Goldross bei Olympia war 1924 in Paris der im Hauptgestüt Trakehnen gezüchtete Picolomini unter dem schwedischen Dresssurreiter Ernst Lindner. Dressur-Mannschafts-Gold kam 1928 in Amsterdam für Gimpel unter Hermann Linkenbach dazu, bei den Spielen in Berlin 1936 gewann Heinz Pollay auf Kronos neben Einzel- auch Mannschaftsgold in dieser Disziplin, dazu gesellten sich mit Absinth Einzelsilber und Team-Gold unter Friedrich Gerhard und weiteres Equipen-Gold für Gimpel mit Hermann von Opeln-Bronikowski. Nurmi heißt nach wie vor sicherlich einer der berühmtesten Trakehner: Goldmedaillengewinner in der Vielseitigkeit von Berlin unter Ludwig Stubbendorff: Zweimal Gold.

 

Pepel – Ultimo – Abdullah...

 

Pepel wird immer ein Name für die Ewigkeit sein, unter der Moskauerin Elena Petuschkowa bei den Olympischen Spielen in Mexiko 1968 mit Team-Gold dekoriert, in München 1972 Mannschafts-Gold und Einzelsilber, außerdem noch Doppel-Gold bei den Weltmeisterschaften in Aachen 1970. In Montreal-Bromont hatte Gabi Grillo 1976 zunächst für den Sieg um Olympisches Team-Gold zunächst am Hals – und später lag die Medaille unter den Hufen von Ultimo, nachdem der Duisburgerin die Plakette auf der Ehrenrunde erst einmal zunächst die Plakette aus der Aufhängung entwischt war.

 

Ein Gesicht, das nicht nur Kenner kaum vergessen werden, hatte der wunderbare Schimmel Abdullah, der unter dem US-Amerikaner Conrad Homfeld 1984 bei den Olympischen Spielen in Los Angeles zu Mannschafts-Gold und Einzelsilber flog und der von dem großen Pferdemaler Klaus Philipp so unnachahmlich als Porträt festgehalten wurde.

 

 

 


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