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Pferdesport-Journalistin und Fotografin Ria Fehlau gestorben PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Rolf Schettler/ DL   
Mittwoch, 29. August 2018 um 13:06

(Foto: privat)

Münster. Im Alter von 82 Jahren starb die bekannte Pferdesport-Journalistin und Fotografin sowie Buchautorin Ria Fehlau. Sie war auch Züchterin und ritt Galopper in Köln-Weidenpesch.

 

Die bekannte Pferdesport-Journalistin Ria Fehlau ist am 25. Aug. 2018 in Marl/Westf. im Alter von 82 Jahren verstorben. 1936 in Wuppertal geboren und bei einer Pflegefamilie aufgewachsen, absolvierte sie nach der Mittleren Reife bei einer örtlichen Zeitungsredaktion in Wuppertal ein Volontariat. Nach den ersten Redakteursstellen bei verschiedenen Tageszeitungen begann die begeisterte Reiterin, die u.a. am Stall des mehrfachen Deutschen Meisters der Viererzugfahrer Walter Sirrenberg junge Pferde anritt, zuerst als freie Mitarbeiterin, dann als Redakteurin bei der Reiter Revue international, in der sie regelmäßig aktuelle Anlässe auch in Reimform kommentierte. Wegen ihres Fliegengewichtes war Ria Fehlau bei den Kölner Galopptrainern eine immer gerne gesehene Arbeitsreiterin, die junge Vollblüter mit leichter Hand in der Morgenarbeit über die Rennbahn in Köln-Weidenpesch galoppierte. Infolgedessen unterstützte sie über viele Jahre auch die PR-Abteilung des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen in Köln. Als Autorin einiger Kinderbücher und der „Fröhlichen Horoskope“ investierte sie vor allem in ihr wohl bekanntestes Buch „Traumberufe rund ums Pferd“ viel Engagement.

1984 wechselte Ria Fehlau nach Münster, wo sie bereits zuvor bei Major Paul Stecken an der Westfälischen Reit- und Fahrschule ihre Reitwartprüfung absolviert hatte, um als Redakteurin der Verbandszeitschrift „Reiter & Pferde in Westfalen“ beim Landwirtschaftsverlag unter ihrem Kürzel „feh“ gemeinsam mit Friedrich Friedhoff Pferdezucht und Reiterei Westfalens journalistisch zu begleiten. Als überzeugte Pferdezüchterin war sie selbst überaus erfolgreich. Gleich ihr erstes Zuchtprodukt „Dennoch“, gezogen 1975 von Duckwitz II aus ihrem langjährigen Reitpferd Perle von Perseus und als einziges noch westfälisch gebrannt (alle weiteren trugen den rheinischen Brand), schlug ein wie eine Bombe. Zuerst unter Theo Leuchten (heute Vizepräsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung), dann unter Wilhelm Bettinger und Roland Strube siegte der braune   Wallach in 37 M- und 14 S-Springen, von den zahllosen auch internationalen Placierungen ganz zu schweigen. Eine Frühlingsball-Tochter der Perle erhielt die rheinische Staatsprämie. Da ihre Züchterin bei der Stutbucheintragungauf dem Rittergut Muthagen der Familie Schulte-Böcker in Geilenkirchen, wo die Fehlau-Pferde über viele Jahre Gastrecht besaßen, terminbedingt nicht anwesend war und niemand den Namen der dreijährigen Stute wusste, nahm der rheinische Zuchtleiter Martin Spoo die „Nottaufe“ vor und ließ den Namen „Fia“ – als Ableitung von Ria – eintragen. Etliche gute und erfolgreiche Nachkommen machten diesem Namen alle Ehre.

Durch ihren Adoptivvater, einen sehr kunstsinnigen Restaurator gefördert, entwickelte Ria Fehlau zudem ein beachtliches zeichnerisches Talent, erprobte sich gerne auch in plastischen Arbeiten und liebte das Fotografieren. Klassische Pferdefotos im Turniersport machte sie hingegen nicht, dass überließ sie lieber den professionellen Kollegen.

Nach ihrem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst leitete sie noch die Redaktion der Hauszeitung eines katholischen Krankenhaus- und Pflegeheim-Konzerns in Köln, schrieb, fotografierte und dichtete für die Kölner Jägerzeitschrift, die Kundenzeitschrift der Spezialfuttermittelfirma iWestDr. Dorothe Meyer und immer wieder auch für diverse Pferdezeitschriften. Ihre letzten Lebensjahre verbrachte Ria Fehlau dann in einer Senioreneinrichtung im westfälischen Marl-Polsum, wo sie – während in Münster ihr Lieblingsturnier, das Turnier der Sieger lief - nach kurzem Krankenhausaufenthalt verstarb.

 

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