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Ludger Beerbaum oder die etwas andere Hengstschau PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Tanja Becker/ DL   
Freitag, 08. März 2019 um 17:22

Sechsjähriger Hengst Chubakko von Connor unter Christian Kukuk

(Foto: Tanja Becker)

Riesenbeck. Zum zehnjährigen Bestehen seiner Hengststation hatte Ludger Beerbaum zu einer „etwas anderen Hengstschau“ eingeladen. Die Besucher waren begeistert.

 

Etwas ganz Normales wäre einem Ludger Beerbaum nicht zuzutrauen gewesen, wie der deutsche Rekord-Internationale nun seine Hengste einem begeisterten Publikum präsentierte im Pferdesportzentrum Riesenbeck International. Er ließ die Hengste und ihre Nachkommen nicht in einem Showspektakel auftreten, die Zuschauer erlebten sie in lehrreichen Trainingssequenzen. Ein besonderer Focus lag natürlich auf den beiden Neuzugängen der Station: Chubakko und Mumbai. Den Auftakt machte der jetzt sechsjährige Holsteiner Connor-Sohn Chubakko, der mit Christian Kukuk zwei perfekte Parcoursrunden absolvierte. An dem typstarken und bewegungsdynamischen Dunkelbraunen fasziniert Ludger Beerbaum, „dass er viele gute Eigenschaften mitbringt: viel Vermögen, gute Reflexe, hohen Reitkomfort und natürliche Balance. Auch dank seiner Genetik ist er für mich ein ganz heißer Tipp.“ Ein Jahr älter ist der in Belgien gezogene Mumbai, der allein mit seinen Vätern Diamant de Semilly, Nabab de Rêve, Chin Chin und Quidam de Revel alles vereint, was in der europäischen Springpferdezucht Rang und Namen hat. „Ein sehr moderner Hengst mit erstklassigem Springen. Ich freue mich schon sehr auf die Saison mit ihm in der Nachwuchs-Tour“, kommentierte Ludger Beerbaum Mumbais Vorstellung unter Christian Kukuk.

Zur Nachwuchsgarde der Hengststation Ludger Beerbaum gehört auch der jetzt fünfjährige Comme Le Père, der im vergangenen Jahr erste Erfolge in Springpferdeprüfungen verbuchte und seinen ersten Fohlenjahrgang präsentierte. Sein Vater Comme il faut wurde von Ludger Beerbaum aus seiner Olympiasiegerin Ratina Z gezogen. Beim Stichwort Olympia darf natürlich Goldfever FRH nicht fehlen, der sich mit seinen inzwischen 28 Jahren topfit an der Hand zeigte.

Beste Werbung für die Vererbungskraft ihrer Väter machten die Nachkommen der beiden Hengste Zinedine und Chaman. Zineday, Zapzarap, Zidan, Chamane und Jetouelle-S aus den ersten Jahrgängen der beiden Erfolgshengste von Ludger Beerbaum demonstrierten außergewöhnliche Springveranlagung und gute Rittigkeit. Bereits internationales Parkett betreten haben die Nachkommen des Colestus, allen voran der Colestus-Sohn Creature. Dieser vertrat seinen Vater, der am Tag zuvor noch bei der Global Champions Tour in Doha am Start war.

Die Kommentierung der Dressurhengste, die ebenfalls über die Hengststation Ludger Beerbaum angeboten werden, übernahm keine Geringere als Isabell Werth. Die Weltranglisten-Erste hatte auch zwei Neuofferten im Gepäck: mit dem Oldenburger Reservesieger Dodo Weihgand den Enkel aus ihrer zweimaligen Weltcup-Siegerin Weihegold OLD und den Hannoveraner Prämienhengst Valdiviani. Beide dreijährigen Hengste zeigten sich unter dem Sattel. 

Im Anschluss an die gut zweistündige Hengstschau nutzten viele Züchter die Möglichkeit, die Hengste noch einmal im Stall genau in Augenschein zu nehmen und sich von der Leiterin der Deckstation, Almuth Blaschke, und dem Team der Ludger Beerbaum Stables ausgiebig beraten zu lassen.

Das nächste Event steht im Übrigen bereits kurz bevor: der große Ausbildungsabend mit Ludger Beerbaum am Dienstag, 12. März, im Rahmen der Weltmesse des Pferdesports Equitana in Essen.

 

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