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Wo sind nur die Reiter geblieben... PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: FN-Press/ DL   
Montag, 25. März 2019 um 11:59

Warendorf. Die Aktivitäten im deutschen Turniersport werden weniger, Tendenz fallend sind vor allem Turniere mit einem Preisgeld von 5.001 und 10.000 Euro. Nur noch ein Drittel aller Reitvereine organisieren ein eigenes Turnier.

 

Der Turniersport in Deutschland ist weiterhin leicht rückläufig. Die bundesweite Turniersportstatistik 2018 weist im Vergleich zum Vorjahr von allem weniger aus: Turniere, Prüfungen, Starts, Pferde und Männer im Sport. Insgesamt wurden auf 3.575 Turnieren 68.001 Prüfungen angeboten und rund 1,38 Millionen Starts gezählt.

Der geringste Rückgang betrifft die Zahl der Turniere. 2018 fanden in Deutschland 3.575 Turniere statt, das sind 1,22 Prozent weniger als 2017 (3.619), aber mehr als in den Jahren zuvor. Das größte Minus verzeichneten dabei die Veranstaltungen im Segment mit Preisgeldern zwischen 5.001 bis 10.000 Euro. Ihre Zahl sank um rund fünf Prozent von 803 auf 763. Im Bereich darunter, bis 5.000 Euro, gab es sogar ein leichtes Plus. „Diese Zahlen passen zu unserer Erkenntnis, dass die Zahl der ländlichen Ein-Turnier-Veranstalter in den vergangenen Jahren deutlich abgenommen hat. Laut unseren Berechnungen macht insgesamt nur noch Drittel aller Reitvereine überhaupt ein Turniersportangebot“, erklärt Friedrich Otto-Erley, Leiter der Abteilung Turniersport der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). „Dass die Gesamtzahl an Turnieren dennoch weitgehend konstant geblieben ist, ist nur den professionellen neuen Turniersportzentren zu verdanken, die mehr als fünf oder sogar mehr als zehn Turniere im Jahr ausrichten.“

Mehr E- und S-Prüfungen 

Die Zahl der Prüfungen lag im vergangenen Jahr bei 68.001, das entspricht einem Minus von rund zwei Prozent gegenüber 2017, in dem besonders viele Prüfungen (69.481) gezählt wurden. Dabei hält der Trend weiter an, dass das Angebot an Prüfungen auf hohem und niedrigem Niveau wächst, dazwischen jedoch schrumpft. So gab es ein Plus bei den Prüfungen auf S-Niveau (+2,77 Prozent) und E-Niveau (+2,87 Prozent), dagegen sank die Zahl der L-Prüfungen um 2,51 Prozent, die der A-Prüfungen sogar um 3,5 Prozent. „Die Zahlen zeigen, dass die Schere im Turniersport weiter auseinandergeht. Auf der einen Seite wächst die Zahl der Profis und ambitionierten Amateure, denen es gelingt, im ‚gehobenen‘ nationalen Sport Fuß zu fassen. Auf der anderen Seite stehen die, denen das Angebot auf dem leicht zugänglichen E-Niveau offenbar ausreicht oder denen die Zugangsvoraussetzung für die Klasse A und L noch zu hoch gesteckt ist. Das spiegelt auch der deutliche Rückgang an abgelegten Abzeichenprüfungen wider, die für den Start in eine weitere Turniersportkarriere ja erforderlich sind. Die Zahlen werden noch genau zu analysieren sein!“, so Otto-Erley.

Rekordtief bei den Starts


Der bedenklichste Rückgang ist bei den Starts zu verzeichnen. Mit nur 1.378.244 Starts sind 2018 im Zehn-Jahres-Vergleich die wenigsten Pferdesportler zu Prüfungen angetreten. Waren es 2016 beispielsweise noch 170.849 Teilnehmer in Springpferdeprüfungen, starteten 2018 nur noch 150.609 Paare, in Springprüfungen 769.743 statt zuvor 815.465. In Dressurpferdeprüfungen sank die Zahl in den vergangenen Jahren von 45.711 auf 40.616, in Dressurprüfungen von 354.133 auf 345.449. „Hierfür gibt es sicherlich mehrere Gründe, dazu gehört die Möglichkeit zur Startplatzbegrenzung durch die Veranstalter, aber auch Egoismus unter den Reitern. Da werden beispielsweise zwei Prüfungen genannt, auch wenn klar ist, dass laut Ausschreibungshandicap nur eine davon geritten werden darf", sagt Otto-Erley. Das hat auch Auswirkungen auf die Starterfüllung. Diese betrug 2018 durchschnittlich 66 Prozent - und zwar unabhängig davon, ob es sich um eine unbegrenzte oder eine NeOn-max-Prüfung handelte. 

Rückgang bei Pferde-Neueintragungen verlangsamt 


Der Rückgang an Starts, gerade in den Prüfungen für junge Pferde, hängt möglicherweise auch immer noch mit dem Rückgang der Bedeckungszahlen der letzten Jahre zusammen. 2018 betrug die Zahl der eingetragenen aktiven Turnierpferde 135.133 (2017: 137.806, 2016: 141.240), der Anteil der Drei- und Vierjährigen machte dabei gerade einmal 7,53 Prozent aus. Erfreulicherweise hat sich der Rückgang bei den Neueintragungen jedoch verlangsamt. Bei den Liste I-Pferden, also Pferden mit vollständigen Abstammungsnachweis deutscher Zuchtverbände, betrug das Minus nur noch rund drei Prozent (2017: 11,49 Prozent). Insgesamt wurden 16.743 Liste I-Pferde neu registriert (2017: 17.244), dazu 301 Liste-II-Pferde (2017: 315) und 4.143 Liste-III-Pferde (2017: 4.199), also insgesamt 21.186 Pferde. Dies sind 2,63 Prozent weniger als im Vorjahr (21.758).

Männer werden Mangelware im Pferdesport


Mit einem Rekordtief setzt sich die Schrumpfungstendenz bei den aktiven Turnierreitern und –fahrern fort. Von 1998 bis 2018 sank die Zahl der Jahresturnierlizenz-Inhaber von 92.832 auf 81.344, so wenig wie noch nie. Betrachtet man nur die deutschen Reiter und Fahrer, liegt deren Zahl sogar erstmals unterhalb der 80.000er Marke, bei 79.770. Gestiegen ist dagegen die Zahl der ausländischen Reiter und Fahrer mit deutscher Jahresturnierlizenz. Sie betrug vor 20 Jahren noch 1.268 und kletterte 2018 auf 1.564. Interessant ist auch der Blick auf die Geschlechterverteilung. Während der Anteil deutscher Frauen und Mädchen mit 70.336 im Jahr 1998 bzw. 69.250 im Vorjahr vergleichsweise stabil geblieben ist, hat sich der Männeranteil im selben Zeitraum weit mehr als halbiert. Vor 20 Jahren nahmen noch 25.129 Jungen und Männer aktiv am Turniersport teil, im vergangenen Jahr besaßen gerade einmal 10.530 Herren eine Jahresturnierlizenz. „Das Ganze kommt nicht überraschend. Schon vor 20 Jahren hat die FN eine Studie ‚Jungs aufs Pferd‘ in Auftrag gegeben und diese Situation vorhergesagt. Leider wurde das von vielen belächelt. Im Grunde ist es wie mit Schulpferde-Betrieben. Alle sagen, die müssen wir dringend haben, aber bitte nicht ich, da sollen sich die anderen darum kümmern“, so Otto-Erley. Bei den ausländischen Reitern ist das Verhältnis übrigens deutlich ausgewogener. Hier sind es 983 Frauen und 581 Männer.

Leistungsklasse 7 musste sich erst etablieren


Ob es im kommenden Jahr besser wird, muss sich zeigen. Allerdings wurden 2018 statt 8.087 nur 6.848 Schnupperlizenzen an Turniereinsteiger (-15,35 Prozent) ausgestellt, davon rund ein Sechstel im Rheinland. „Dieser Rückgang hängt möglicherweise mit der Einführung der Leistungsklasse 7 zusammen. Zu Beginn des Jahres haben die WBO-Veranstalter häufig vergessen, ihre Wettbewerbe dafür zu öffnen, was die Schnupperlizenz natürlich unattraktiv für einige gemacht hat. Das hat sich nun glücklicherweise herumgesprochen, so dass wir fürs kommende Jahr wieder einen Zuwachs erhoffen“, so Otto-Erley. Von den 6.848 Schnupperlizenzinhabern erwarben im laufenden Jahr bereits 1.104 eine Jahresturnierlizenz.

 

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