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Olympia-Starter Jochen Mehrdorf gestorben PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: FN-Press U.H./ DL   
Donnerstag, 18. April 2019 um 13:09

Wolfenbüttel. Wie erst jetzt bekannt wurde, starb in der Nacht auf den  27. März in Wolfenbüttel der frühere Militaryreiter und Olympiateilnehmer Dr. Jochen Mehrdorf. Der Veterinär wurde 78 Jahre alt.

 

Jochen Mehrdorf nahm bereits 1957 als 16-Jähriger an der ersten Luhmühlener Stubbendorff-Prüfung teil, bestritt 1961 in Münster seine erste Military und stieß mit dem Hannoveraner Iltschi schon bald in die aktuelle Spitzengruppe der Disziplin aus Dressur, Gelände und Springen vor. 1963 in Luhmühlen holte er bei der Deutschen Meisterschaft auf Iltschi  Bronze hinter dem mit zwei Pferden vor ihm platzierten Horst Karstern, zwei Jahre danach wurde er nochmals Dritter der nationalen Meisterschaft auf Iltschi und wiederum im bekannten Heideort. 1964 siegte er dank des schnellen und gut springenden Iltschi bei der Veranstaltung in Luhmühlen und kehrte im gleichen Jahr als Zweitplatzierter aus dem damals bereits überaus bekannten englischen Burghley zurück. Vier Jahre und zwei Europameisterschaften später – 1965 in Moskau und 1967 in Punchestown – war es dann soweit. Mit seinem Pferd Lapislazuli, einem Sohn des Vollblüters Der Löwe xx, den er von einem Schmuckhändler erworben hatte und mit dem er 1968 die Luhmühlener Vielseitigkeit gewinnen konnte, trat er die Reise nach Mexiko zu den Olympischen Spielen an, dazu gehörten auch Horst Karsten mit Adagio und Klaus Wagner mit Abdulla..

Der Geländeritt auf 1.800 m Höhe in Avandaro ging als Drama in die Pferdesport-Geschichte ein. Nach dem Start von 30 von insgesamt 49 Paaren setzte ein tropischer Gewitterregen ein, der 90 Minuten dauerte. Die Konkurrenz wurde zwar unterbrochen, doch aus den Gräben waren reißende Bäche geworden. Sieben Gräben hatten eine Breite von bis zu zehn Metern und eine Tiefe bis 2 m. Der letzte Wassergraben war so überflutet, dass er für die Pferde kaum mehr erkennbar war. Jochen Mehrdorf, der bis dahin noch gute Chancen auf eine Einzelmedaille hatte, schied an dieser Stelle aus, wobei es mehrere Minuten dauerte, bis Lapislazuli aus dem tosenden Wasser herausgezogen werden konnte. „Jochen Mehrdorf nahm ihm danach den Sattel ab und ritt ihn so durchs Ziel, um in der Wertung zu bleiben“, erinnert sich sein Teamkollege Horst Karsten an die „Reiter-Regatta“. Zwei verletzte Pferde mussten eingeschläfert werden.

Ein Happy End für Jochen Mehrdorf und Lapislazuli, in der Endwertung auf Rang 22, gab es für die beiden dennoch nicht. Auf dem Rückflug von Mexiko regte sich Lapislazuli derart auf, dass er aus Sicherheitsgründen notgetötet werden musste.

Im darauffolgenden Jahr verabschiedete Jochen Mehrdorf sein Meisterschaftspferd Iltschi aus dem Sport – es wurde Spazierreitpferd seines Vaters. Er selbst blieb dem Sport treu, konnte allerdings nicht mehr ganz an die vorangegangenen Erfolge anknüpfen. Zudem nahm ihn auch seine Tierklinik in Wolfenbüttel in Anspruch. Die Faszination Vielseitigkeit, wie sie heute heißt und andere Anforderungen zur ehemaligen Military stellt, hat Dr. Jochen Mehrdorf auch an seine Kinder weitergegeben. 1992 wurde seine Tochter Maria Deutsche Junioren-Meisterin und nahm in den Folgejahren mehrmals an Nachwuchs-Europameisterschaften teil.

 

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