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Turniersport in Deutschland muss besser werden PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Monika Schaaf/ Reiterjournal   
Dienstag, 22. Oktober 2019 um 15:40

Stuttgart. Ist der deutsche Turniersport noch konkurrenzfähig? Dieser Frage wurde auf Initiative des Fachblattes „Reiterjournal“ in einer Diskussionsrunde in Stuttgart nachgegangen. Die wichtigsten  Argumente und Aussagen in einer Zusammenfassung.

 

Holger Hetzel, Profi-Springreiter und Turnierveranstalter, der bei einem Pilotturnier versucht, innovative Ideen einzubringen:

„Wir in Deutschland waren mal spitze, aber wir haben eindeutig verloren. Unser deutscher Turniersport hält dem internationalen nicht mehr stand. Es ist eine große Pflicht von uns allen, Turniere attraktiver zu machen. Die FN müsste sich mehr als Unternehmer sehen – die Reiter, Veranstalter, Pferdebesitzer sind die Kunden. Und was muss ein erfolgreiches Unternehmen machen? Es muss den Markt analysieren, sich selbst ständig hinterfragen und auf die Nachfrage der Kunden eingehen. Und das ist absolut nicht der Fall.

Ich denke, dass das Nennungssystem ganz einfach gemacht werden könnte. Ich glaube, dass alle Nachträge ausschließlich kompliziert gemacht werden, um Geld zu verdienen. Ich kann nicht verstehen, dass ein Reiter- oder Pferdenachtrag bei der FN bezahlt werden muss. Das kostet die Meldestelle einen Knopfdruck. Warum muss die FN daran verdienen?

Unser System ist zu kompliziert und nicht nachvollziehbar. Der Auftrag der FN und unserer Landeskommissionen ist, die Turnierveranstalter zu informieren und ihnen zu helfen: Wie macht ihr euer Turnier besser? Denn unser Turniersport in Deutschland muss besser werden!“

Fritz Otto-Erley, Leiter der Abteilung Turniersport bei der FN:

„Wir haben einen Strukturwandel, den wir in unserer Turnierlandschaft durchlaufen und erleben eine Schere zwischen Arbeitsturnieren und Eventturnieren. Wir müssen uns dieser Herausforderung stellen.

Die FN kann gegen den Strukturwandel alleine wenig tun. In erster Linie ist die FN der Verband der 17 Landesverbände, und ohne das Zusammenwirken aller Landesverbandsinteressen passiert in Warendorf wenig. Unsere föderale Struktur lässt – wie in der Politik – schnelle Entwicklungen nicht immer zu.

Ich gebe Recht: In Zeiten moderner Technologie müssen wir zeitnah viel besser, flexibler und moderner werden. Die Kosten, die die  Unterhaltung und Weiterentwicklung unseres hochkomplexen Systems erfordert, sind immens. Unsere IT-Abteilung hat einen nicht zu unterschätzenden Anteil unseres FN-Etats. Die Höhe der Nachnenngebühren sind als Hürde aufgebaut worden, um die Zahl der Nachnennungen zu reduzieren und Turniere organisierbar zu machen.

Wir können gerne über Finanzierungsmodelle nachdenken, die den Veranstalter entlasten. Das ist auch bereits mit den Landesverbänden diskutiert worden, aber es wird kontrovers diskutiert.“

 

Frank Reutter, Vorsitzender der Landeskommission Baden-Württemberg:

„Über unsere besonderen Bestimmungen regeln wir sehr aktiv und meist mit Erfolg, was für unser Bundesland wichtig ist. Wir sind hier auch sehr flexibel. Wir könnten mit dem bestehenden Regelwerk ganz andere Turnierformate machen. Wir betreuen ja einige Turniere und sehen, dass die Nachnennungen immens sind. Das Geld scheint an der Stelle keine Rolle zu spielen. Ich würde es aber begrüßen, wenn der FN-Anteil zum Beispiel immer gleich wäre bei Nachnennungen, egal wann nachgenannt wird.“


Uli Collée, Aktivensprecher der Springreiter, Profi und Ausbilder:

„Die Turniere, die es geschafft haben, ihr Niveau sehr hochzuhalten, sind überlaufen. Ich verstehe nicht, warum die FN 12,50 Euro an einem Startplatznachtrag bekommen muss. Es wird nicht aus Spaß am Turnier nachgenannt, sondern weil das Pferd vielleicht kurzfristig in einer anderen Prüfung besser aufgehoben ist. Ich denke nicht, dass uns der Nachwuchs aufgrund des demographischen Wandels oder wegen Ganztagsschulen wegbricht. Wir haben gut funktionierende Schulbetriebe.

Wenn die Rahmenbedingungen passen, zahlt man als Reiter sicherlich auch mehr, aber die FN muss sich kritisch hinterfragen, wo man dem Veranstalter mehr lassen kann. Wir brauchen bessere Turniere, und die Vereine können nur investieren, wenn sie Geld einnehmen. Wenn allen nur Geld abgezogen wird, kann es nicht funktionieren.“

 

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