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Der Traum eines kleinen Mädchens (11) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Uta Ludwig   
Mittwoch, 06. Januar 2010 um 16:10

  

Polly lernt erstmals das „Fliegen“...

11. Kapitel

 

 

Polly zog sich gerade fürs Reiten um, als das Telephon klingelte. Sie rannte los, die Treppe runter. Neugierig wie immer. Aber Mama war schneller. Dennoch hielt sie Polly den Hörer hin. „Für Dich“ sagte sie nur.

 

Was bisher geschah:

 

ollys großer Tag 1. Kapitel

Polly hat Geburtstag und wird sieben. Sie bekommt eine Zehnerkarte für Reitunterricht.

 

Allererste Reitstunde für Polly 2. Kapitel

Polly hat eine Kleiderfrage. Im Reitstall duftet es nicht nach Parfum. Aber sie lernt das coolste Pony der Welt kennen.

 

Polly trifft Lisa wieder 3. Kapitel

Polly darf Lisa reiten und sie lernt, wie man die Zügel richtig hält. Eine Reitkappe dient der Sicherheit. Was eigentlich ist ein Hufschlag?

 

Pollys Familie staunt 4. Kapitel

Polly erzählt zu Hause was die Kinder im Reitstall machen, wenn sie nicht reiten. Sie findet neue Freunde. Stress in der „Tränke“.

 

Polly findet Anschluss 5. Kapitel

Harald fällt wieder von Mäxchen. Polly trabt das erste Mal. Sie ist etwas sauer auf Maria.

 

Polly gibt an 6. Kapitel

In der Schulpause will Polly vor ihren Freundinnen angeben. Das geht aber in die Hose.

 

Polly hakt nach 7. Kapitel

Polly lernt Pferdepflege. Polly reitet zu dich auf.

Polly ist bestürzt 8. Kapitel

Ein schrecklicher Unfall ist im Reitstall geschehen. Polly darf heute Lisa nicht reiten.

 

Polly hat ihre Brüder im Schlepp 9. Kapitel

Die Brüder und Mama kommen mit in den Reitstall. Polly muss auf Max reiten. Sie hat Grund zur Eifersucht.

 

Polly oder das Drama am Heiligen Abend 10. Kapitel

Niemand hat an Pollys Reiterei gedacht, oder?



 

Überraschung: Monika aus  ihrer Klasse. Also die,  die angeblich ein eigenes Pony namens Hansi zu Hause hatte. Moni wollte nichts Bestimmtes, nur quatschen. Sie fing wieder an, von Hansi zu schwärmen. Leider oder Gott sei Dank musste Polly das Gespräch abbrechen, weil sie ja in den Reitstall wollte. Auf der einen Seite fühlte sie sich geehrt, dass jemand, der nicht zu ihrer Familie gehörte, sie anrief, auf der anderen Seite ging es ihr etwas auf den Keks, weil Moni immer betonte, dass sie ein eigenes Pony nur für sich hatte. Die brauchte also nicht nur einmal in der Woche in einen Reitstall zu fahren, um dort fremde Ponys zu reiten, wie sie, Moni konnte jeden Tag reiten wie und wie lange sie wollte. Polly war schon ein bisschen neidisch. Es ärgerte sie.

 

Mama fuhr sie in den Stall. Die beiden Brüder kamen auch schon wieder mit. Zuerst ging sie schnurstracks zu Lisa und gab ihr ein Zückerchen. Blöder Hansi, dachte sie. Lisa war ja schon fast wie ein eigenes Pony. Jedenfalls hatte sie Lisa so gern wie ein eigenes. Dann ab zum Reitlehrer Herrn van Hopps, mal  sehen, ob sie heute Lisa reiten durfte. Van Hopps war nicht zu sehen. Harald, Maria, Gabi und ein dünnes Mädchen mit roten strähnigen Haaren standen um einen jungen Mann, den Polly schon öfter gesehen hatte. „Ich mache heute die Reitstunden. Euer Reitlehrer kann heute nicht. Ich springe für ihn ein. Wer will welches Pferd in der ersten Stunde reiten?“ Der junge Mann war ganz nett, fand Polly. Sie traute sich und sagte laut: „Lisa“. Sie bekam auch ihr Lieblingspony zugeteilt und war glücklich.

 

Petra auf Diana war schon in der Halle, als Polly mit Lisa reinkam. Sie war heute am schnellsten mit Putzen und Satteln fertig. Zielstrebig kam der junge Reitlehrer auf sie zu. „Hast Du die Bügellänge schon kontrolliert?“ fragte er.

 

 

Polly  wurde puterrot. „Die Bügel kann ich doch nur von oben kontrollieren“, sagte sie vorsichtig. „So `nen Quatsch. Schau her!“, sagte er . “Du nimmst den Steigbügel in die rechte Hand und hebst ihn etwas an.  Mit der linken ausgestreckten Hand bzw. den Fingerspitzen gehst Du dorthin, wo der Steigbügelriemen oben am Sattel eingehängt ist. Reicht der Steigbügel, den Du hochgehoben hast, bis in Deine Achselhöhle des linken Armes, ist die Länge ungefähr richtig. Deine Arme sind circa genau so lang wie Deine Beine.“ Er half Polly aufzusteigen.

 

„Auf diese Weise die Steigbügellänge vor dem Aufsteigen zu kontrollieren hat bei einem jungen oder unruhigen Pferd den Vorteil, dass man nicht lange von oben hantieren muss, sondern sich sofort aufs Reiten konzentrieren kann“, erklärte er, während er Lisa festhielt.

 

Bisher fand Polly den jungen Ersatzreitlehrer ja ganz nett. Aber er war ganz anders als Herr van Hopps. Irgendwie forscher,  viel strenger.

 

Während die anderen beiden noch auf ihre Ponys aufsteigen mussten, beobachtete Polly den Reitlehrer heimlich. Er hatte sehr rote Wangen. Als ob er zu schnell gelaufen wäre. Aber er war schön schlank. Und so jung. Dabei schien er genau zu wissen, was er tat.

 

Die Stunde verlief ganz anderes als die früheren. Gut, dass Petra an die „Tete“ musste, sie ritt damit der Abteilung vorneweg. Die Figuren, die sie reiten sollten, kannte Polly überhaupt nicht. Auch früher, beim Zuschauen der anderen Abteilungen, hatte van Hopps nie was anderes als „Durch die Bahn wechseln“, „Auf dem Zirkel geritten“ und „Aufmarschieren“ kommandiert.  Es blieb ihr nichts anderes übrig, als sich einfach hinter dem Vorreiter zu halten...

 

„Im Arbeitstempo Galopp, marsch!“ Polly wurde heiß. Zu unerwartet kam das Kommando. Lisa lief los, trabte immer schneller hinter den anderen her – dann ein Ruck. Polly wurde in die Luft geworfen und landete auf der Kammer, also dem vorderen Teil des Sattels – und flog wieder in die Luft.  Ihre Hände verloren die Zügel, Polly griff panisch  nach der Mähne, konnte sie aber nicht packen. Lisa galoppierte immer heftiger,  Polly rutschte nach links, kam nicht mehr in den Sattel zurück, sie verlor das Gleichgewicht, alles ging blitzschnell - und flog in hohem Bogen in den Dreck. Sie spürte nur Sand. Sand überall, zwischen den Zähnen, im ganzen Gesicht, in den Haaren, unter dem Unterhemd.

 

Polly war vom Pferd gefallen. Das aller erste Mal. Ausgerechnet, als der nette junge Mann die Reitstunde gab. „So `nen Mist!!!“ dachte sie und rappelte sich auf. Sie schämte sich in Grund und Boden.

 

„Mama, Polly ist vom Pferd gefallen!“, brüllte Georg-Dieter durch die Halle ganz laut seiner Mutter zu. Der da schrie, war der vierjährige Bruder von Polly. Er wurde auf Fips durch die Bahn geführt. Der Blödmann!!!!! Jetzt hatte auch noch der Allerletzte mitgekriegt, was passier ist. Polly fühlte sich voll blamiert, besonders vor dem netten neuen Reitlehrer. Dabei hätte Polly so gerne gezeigt, wie gut sie schon reiten konnte.

 

Nach der Reitstunde schnappte sich Polly ihren kleinen Bruder. Sie schnautzte ihn voll an. Du ... !!!!!Sie benutzte das schlimmste Schimpfwort, das sie je gehört hatte. „Du bist voll der Stinker.“ Sie drehte sich um und ließ ihren Bruder einfach blöd da stehen. Sie platzte fast vor Zorn auf ihn.

 

Ihre Freunde standen im Stall, wo die großen Pferden waren, vor einen leeren Box. Die Boxentür stand weit offen.  Alle waren ganz aufgeregt. Von Pollys Ärger hatten sie gar nichts mitbekommen. Das Pferd von Herrn van Hopps war verschwunden. Weg, einfach nicht mehr da.

 

Herr van Hopps hatte einen herrlichren Schimmel, schneeweiß. Einen Lipizzaner- Hengst. Er hieß Sperber und war der Star des Reitstalles. Polly hatte ihn noch nie in der Reitbahn gesehen. Aber beim Füttern konnte sie mal in die Box schauen: er war wirklich ein edles Pferd. Jetzt war er weg.

 

Van Hopps war heute ja auch nicht da. Das passte zusammen. Ist er ausgezogen und hat sein Pferd mitgenommen? Kommt er gar nicht mehr? Vor allem, finden nun in Zukunft keine Reitstunden mehr statt? Das alles wurde diskutiert unter den Freunden. Selbst Harald und Maria, die Kinder des Reitstall-Besitzers, wussten nichts. Hansi, der Junge mit dem schiefen Schneidezahn, kam gerade von der Arbeit. Er wusste: „Joachim kann van Hopps nicht ersetzen, weil er ja arbeiten geht. Der arbeitet irgendwas bei der Stadt. Er kann allenfalls nur am Wochenende oder nach Feierabend in den Stall kommen, um Stunden zu geben.“

 

Jetzt wusste Polly wenigstens, dass der nette junge Reitlehrer Joachim hieß. Aber auch sie machte sich Sorgen wegen Herrn van Hopps und dass möglicherweise keine Reitstunden mehr stattfinden könnten.

 

Nun kam auch noch der Pitter und begann die leere Box von Sperber ganz gründlich auszumisten. Völlig falscher Zeitpunkt! Normalerweise wurde morgens gemistet. Das wussten die Kinder. Also stimmte irgendetwas nicht. Das war nicht normal. Keiner wusste was... War für alle Kinder die schöne Zeit im Reitstall vorbei? Ohne Reitlehrer konnten sie nicht reiten!

 

„Wir fahren!“ Mama kam herbei mit Pollys Brüdern und winkte mit dem Autoschlüssel. Polly musste die neuen Freunde verlassen. Es war ungewiss, ob sie sich nächste Woche hier wieder zum Reitunterricht treffen würden. „Tschüss“, sagte sie traurig.

 

(Fortsetzung folgt...)

 

 

 

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