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Der Traum eines kleinen Mädchens (27) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Uta Ludwig   
Mittwoch, 28. April 2010 um 21:00

Polly kriegt es nicht hin

27. Kapitel

Für den Reitstall Hubertus war es ein arger Verlust, dass das gesamte Sattelzeug und alles, was dazu gehört, gestohlen worden war.

Polly hatte insofern Glück, dass ausgerechnet heute für den Schulbetrieb des Reitstalles die nagelneuen Sättel und Trensen angeliefert wurden. Polly fand es irgendwie schön, die ganz neuen Sachen anzufassen. Das glänzende und angenehm riechende Leder der Sättel, die so neu und sauber aussahen, die Trensen, deren Lederriemen noch steif waren...



"Verteilt die Trensen und Sättel an die Ponys und passt sie an. Anne wird Euch helfen. Wenn was unklar ist, kommt zu mir", sagte der Reitlehrer zu den Kindern. Harald, Maria, Rolf, Anne, Polly und ein neues Mädchen, Kordula, wühlten in den großen Kartons, in denen das Zaumzeug angeliefert worden war. Die Ponysättel hatten wegen der Größe jeder einen eigenen Karton. Die Trensen waren noch nicht verschnallt.. Sie unterschieden sich nur durch die bunten Stirnriemen. Es war fast selbstverständlich, dass die Jungen sich grüne und blaue Stirnriemen, die Mädchen sich die mit rot und weiß für ihre Lieblingsponys aussuchten. Eigentlich hätten die Mädchen lieber glitzernde Stirnriemen bevorzugt. Solche wie die von Petra. Aber die hatte ja auch ein eigenes Pony und somit auch eigenes Sattelzeug. Bei der war sowie alles anders!



Polly hatte sich eine der Trensen aus dem großen Karton gefischt. Die Gebisse für die Ponytrensen lagen in einem anderen Karton, in Plastik eingeschweißt. Es war sehr lästig, die Verpackung aufzureißen. Die fünfjährige Maria musste sich hierbei sogar helfen lassen. Ihr Bruder Harald nahm das Plastik einfach zwischen die Zähne und riss es so auf. Alle Kinder machten es ihm nach.



Anne zeigte den anderen, wie man die Ringe auf beiden Seiten des Gebisses in die Backenstücke einschnallte. Weil das Leder noch etwas steif war, bekamen die Kinder die Schnallen erst gar nicht so leicht auf und dann nicht wieder so leicht zu.



Die meisten von Ihnen hatten es gerade geschafft und waren damit beschäftigt, den Nasenriemen in die Trense einzuschnallen, als Herr van Hopps kam, um zu sehen, ob es bei den Kindern mit dem Sattelzeug voran ging. Er nahm Pollys noch unvollständige Trense in die Hand und stellte fest, "das Gebiss ist falsch herum". "Wie konnte das denn sein?" fragte sich das Mädchen, "Das Gebiss sieht von beiden Seiten gleich aus. Es besteht aus zwei Teilen, die in der Mitte beweglich verbunden sind. Außen hat jedes Teil den Ring, der an die Trense festgeschnallt werden muss und an den zum Schluss die Zügel befestigt werden." Schon war der Reitlehrer dabei, das Gebiss wieder auszuschnallen. Er zeigte es den Kindern und erklärte: "Wenn ihr das Hauptstück der Trense, an dem beidseitig die Backenstücke sind durch das Stirnband zieht, müsst ihr darauf achten, dass der Kehlriemen hinten liegt. Das Stirnband zeigt nach vorne. Jetzt kommt das Gebiss. Es ist ein sogenanntes Wassergebiss. Wenn ihr genau hinschaut, seht ihr, dass die beiden Gebisshälften etwas gebogen sind. Die Krümmung muss genau wie das Stirnband nach vorne zeigen." Polly war nicht die einzige, die es falsch hatte. Einige Kindern mussten ihre Trense noch mal auseinandernehmen. "Wenn ihr als nächstes die beiden Zügelhälften an die Gebissringe festmacht, ist die Trense übersichtlicher für die nächsten Schritte. Achtet darauf, dass die Zügel entgegen dem Stirnband, also nach hinten, geschnallt werden. Ihr sitzt ja nicht vor der Ohren", sagte van Hopps. Die Kinder lachten bei der Vorstellung. Aber sie hielten sich an das, was der Reitlehrer gesagt hatte.



Den Kindern war es recht, dass der Reitlehrer verschwand. Sie wollten das Zaumzeug lieber alleine zusammenbauen. Auch wenn es schwierig war und etwas länger dauerte. "Der Nasenriemen kommt zum Schluss", sagte Anne. "Weiß ich schon", knurrte Harald sie an. "Was denn sonst? Wir haben doch alles andere schon", rief Rolf dazwischen. "Also der Nasenriemen kommt so rein, dass die Schnallen nach außen zeigen, damit er dem Pferd nicht weh tut oder auf dem Fell scheuert. Das kurze Teil liegt unter dem Kinn, das lange breite über der Nase", sagte Anne zu den anderen.



Keiner hatte bemerkt, dass Petras Mama herangetreten war. Sie beobachtete die Kinderschar, wie sie konzentriert vorging. Da die Kinder dabei auf dem Kopfsteinpflaster der Stallgasse saßen, kam sie ganz besonders von oben herab mit der Bemerkung: "Ihr müsst das neue Leder auch pflegen. Meine Petra lässt ihr neues Zeug immer eine Nacht in Sattelseife oder gutem Lederöl liegen, damit es geschmeidig wird", belehrte sie die Kinder. "Woher sollen wir denn jetzt Sattelseife oder Lederöl herbekommen?" fragte Rolf kess. "Klugscheißerin!" flüsterte Harald, sodass nur seine Freunde es hören konnten. Sie kicherten



"Jetzt müssen wir die Trensen noch anpassen. Mal sehen, ob die meinige auch Max passt", sagte Harald und stand als erster auf. Polly ging zu Lisa. Sie drückte das Gebiss dem Pferchen ins Maul. Fast gleichzeitig schob sie das Genickstück über dessen Ohren. Das ging schwerer als bei der alten Trense. In dem Moment kam Anne vorbei und sah das. "Die ist zu klein verschnallt. Die Backenstücke, an denen das Gebiss hängt, müssen zwei Loch länger. Das vordere Nasenstück muss zwei Handbreit über den Nüstern liegen. Es muss so eng sein, das nur ein kleiner Finger zwischen Pferd  und Nasenriemen passt. Der Kehlriemen muss mehr Luft haben. Eine Faust sollte dazwischen gehen. Die Backenstücke müssen so lang sein, dass das Gebiss nicht zu toll in die Maulwinkel gezogen werden. Im Maulwinkel darf nur eine kleine Hautfalte sein. Aber das Gebiss darf im Pferdemaul auch nicht zu lose rumhängen", hielt Anne einen richtigen Vortrag. Und sie hörte gar nicht auf damit: "Der Stirnriemen muss so lang sein, dass die Ohren des Pferdes von hinten nicht eingeklemmt werden. Das Genickstück der Trense darf nicht auf die Ohren drücken, ein Zentimeter Abstand ist korrekt." Polly staunte, was Anne alles wusste, wie genau die war und das, obwohl sie nur ein Jahr älter war als sie selbst.



"Lasst die Ponys direkt aufgetrenst. Zieht einfach die Halfter darüber. Wir holen uns jetzt die Sättel", rief Anne den Kindern zu. Sofort stürmten alle wieder zu den Kartons. Jeder ergriff einen Sattel und rannte damit zu seinem Pony. "Blödmänner!!!!", rief Anne laut. Nie wurde sie laut. Aber jetzt. Die Kinder hielten inne. Polly war schnell gewesen. Sie wusste, was passiert war:  "Es fehlt der Gurt!" "Genau", sagte Anne, "und Satteldecken sind auch keine dabei. Aber Die sind in dem Karton mit dem weißen Klebeband", sagte sie.



Es war schon spät, als alle Ponys fertig gesattelt dastanden. Prächtig sahen sie aus in den funkelnagelneuen Sätteln und Trensen. Joachim, der Hilfsreitlehrer kam um die Ecke. "Wie, schon so spät?", dachte Polly. Die Ponystunden waren vorüber. Die Jungs stürmten sofort auf Joachim zu, um das neue Sattelzeug vorzuführen. Es sah toll aus.



"Ich kann Euch noch einen Tipp geben", sagte Joachim. "Der Gurt sollte auf jeder Seite im gleichen Loch der Strippen sein. Weil man den Gurt aber später nochmals nachzieht, ist er auf dieser Seite dann höher geschnallt. Wenn ihr also von vornherein den Gurt auf der anderen Seite schon ein Loch höher geschnallt lasst, ist er beim Nachgurten auf beiden Seiten gleich angezogen. Ihr braucht dann nicht immer hin- und herzuschnallen", erklärte er. Die Kinder begannen sofort, um den guten Tipp in die Tat umzusetzen.



Sie begannen damit, das schöne neue Sattelzeug loszumachen. Für die Ponystunden war es schon zu spät. Sie sahen auch schon die Großen für die 17-Uhr-Stunde kommen.



"Kommt alle in die Halle. Die Ponys können heute  bei den Großen mitreiten", rief Herr van Hopps. Die Freude war groß bei den Kindern, und sie waren stolz auf die schöne Ausstattung. Weil die "Alten" aber auch erst neues Sattelzeug den Pferden anpassen mussten, hatten die Kinder erst einmalmal die Reitbahn für sich.



(Fortsetzung folgt...)





 

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