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Der Traum eines kleinen Mädchens... (30) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Uta Ludwig   
Freitag, 21. Mai 2010 um 09:38

 

 

 

 

Polly in der Zwickmühle

30. Kapitel

 

Polly ging jetzt immer häufiger in den Reitstall. Dort lernte sie sehr viele neue Pferde und sehr viele andere Leute kennen.

 

Seit letzter Woche gab es dort einen neuen Mann. Er hatte ein eigenes Pferd mitgebracht. Der Mann hieß Klaus. Privatpferde waren immer ganz besonders interessant, fand Polly. Meistens sahen sie viel besser aus als die Schulpferde, und durch die Bank weg waren Privatpferde viel lebhafter als die Pferde, die im Schulbetrieb liefen. Dieser Klaus hatte einen Sohn, der ebenfalls Klaus hieß. Polly kannte diesen Klaus, den „so genannten“ kleinen  Klaus. Früher war er in Pollys Kindergartengruppe. Dort nahm er einmal Polly die Frühstücksbanane weg, zermatschte sie in der Hand und warf sie dann auf den Boden. Igittigittt...

 

Es war immer besser, man kannte die neuen Leute schon. Polly wusste aber nicht, ob sie sich über den kleinen Klaus freuen sollte.

 

Der kleine Klaus hatte eine kleine Schwester, die fünfjährige Martina. Martina war nicht so heiß aufs Reiten. Aber sie durfte mit ihrem Vater ausreiten. Der große Klaus ritt immer nur ins Gelände. In der Reithalle war er fast nie zu sehen. Für sein Töchterchen schnallte er einen ganz kleinen Ledersattel vor seinen Sattel auf den Widerrist des Pferdes. Der Widerrist ist da, wo der Pferdehals anfängt. Also hob er Martina vor sich aufs Pferd, und mit den Händen hielt er die Züge fest, und gleichzeitig umfasste er seine Tochter, damit die nicht runterrutschte.

 

Der kleine Klaus hielt sich für den besten Reiter von allen, nur weil er ab und zu das große Pferd seines Vaters „trocken“ reiten durfte. Dazu wurde es extra in die Reithalle gebracht. Klaus fühlte sich dann als etwas besseres als die anderen Kinder, die fast ausschließlich auf Ponys ritten. Überhaupt hielt er sich in allem für den Besten. Der kleine Klaus gab den Ton an. Was er sagte, wurde gemacht. Er war der Anführer unter Pollys Freunden. Klaus hatte dunkelrote Haare und überall auch noch Sommersprossen. Jedenfalls im Gesicht, auf den Armen und den Händen. Der kleine Klaus war wild.

 

Polly pinselte gerade Lisas Hufe mit schwarzem, stinkenden Hufteer ein.. Der Strahl war weich gewesen und hatte ungesund gestunken. Anne wusste, was zu tun war. Sie brachte Polly das klebrige stinkende Zeug, damit sie die Hufe von ihrem Lieblingspony damit behandelte.

 

Zu den Neuen gehörte auch ein Junge, den nur Harald und Maria sowie der Reitlehrer, der ja auf dem Gelände des Reitstall Hubertus wohnte, kannten. Der neue Junge hieß Anton. Anton ritt überhaupt nicht. Polly verstand nicht, warum der Junge in den Reitstall kam, wenn er nicht ritt. Aber Hansi kam ja auch, ohne reiten zu lernen.

 

Dieser neue Junge ging an Polly vorüber, als sie eben mit den Hufen fertig wurde. Sie brauchte nur noch Lisa in die Box zu führen und ihren Kram aufzuräumen. „Wo ist denn jetzt der Pinsel vom Hufteer geblieben?“ fragte sie sich und konnte ihn nirgends finden. Der Pinsel hatte sich anscheinend in Luft aufgelöst.

 

Dieser Anton war irgendwie anders als die anderen Kinder. Aber die Jungen verehrten ihn. Wenn Anton da war, zeigte sich sogar der wilde Klaus handzahm. Harald, Andy, Hansi, Rolf und die übrigen liefen Anton nach. Der machte Faxen hinter dem Rücken der Erwachsenen, und die Kinder lachten darüber. Wenn Anton bei ihnen war, wurden alle mutiger.

 

„Ihr braucht Euch gar nichts von den Wirtsleuten gefallen zu lassen“, sagte er herausfordernd am Jugendtisch in der Tränke, wenn die Kinder zur Ruhe ermahnt wurden. „Ihr esst und trinkt hier. Also habt ihr ein Recht hier zu sein. Die Erwachsenen dürfen Euch nichts sagen. Das dürften sowieso nur die Eltern“, fuhr er fort. Die Kinder staunten. Solche Töne hatten sie bisher hier noch nicht gehört.

 

„Wer hat diese Sauerei gemacht? Wer war das?“ rief Herr van Hopps den Kindern entgegen. Wut entbrannt hatte er die Tür zur Tränke aufgerissen und sich vor den Kindern aufgebaut. Sein Kopf war dunkelrot, er schien gleich zu platzen. „Mitkommen!“ befahl er und lief zur Tränke hinaus in den Stall. Bei seinem herrlichen Schimmel Sperber riss er die Boxentür auf und schrie nochmals „Wer war das? Diese Sauerei! Das geht nicht mehr weg! Mein schönes Pferd....“. Polly erschrak: Quer über Sperbers Nase verlief ein schwarzer Strich: Hufteer. Das arme Pferd! Hufteer stinkt fürchterlich.

 

„So eine Schweinerei!!!!“, rief nunmehr Frau Dimmer, Petras Mama, die von draußen hereingerauscht kam, die Hand hoch in die Luft gestreckt. „Wer war das? Wer hat Hundeschei.... Hundekot an meine Autotüre geschmiert?“ krächzte sie. Ihre Stimme versagte vor lauter Aufregung. Sie wollte nach Hause fahren und hatte dabei voll in die Hundescheiße an ihrem Türgriff gefasst.

 

Totenstille.  Von hinten fing einer an zu lachen: Anton. Er lachte und gluckste vor Schadenfreude. Die Kinder waren entsetzt. „Warst Du das?“ fragten Frau Dimmer und der Reitlehrer wie aus einem Munde. „Nöö, war ich nicht“, antwortete der neue Junge und hörte dabei nicht auf zu lachen. Aber es fand sich keiner sonst, der so etwas tun würde.

 

Aber nun fiel Polly ein, dass nur Anton da war, als sie den Hufteer für Lisa benutzt hatte und dass unmittelbar danach der Pinsel weg gewesen war. Sie hatte aber keine Beweise, gesehen hatte niemand etwas. Was konnte sie da tun?

 

Polly drehte sich um und half Anne, mit warmem Wasser und Shampoo dem Schimmel den Teer abzuwaschen. Sperber mit dem stinkenden schwarzen Zeug auf seiner Nase tat den Mädchen leid. Es wird sich zeigen, wie lange das Zeug auf dem weißen Fell noch zu sehen sein würde...

 

(Fortsetzung folgt....)

 

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