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Olympia-Starter Uwe Plank reitet mit 80 immer noch PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Hans-Joachim Begall/ DL   
Freitag, 20. Dezember 2019 um 18:13

Uwe Plank mit Kranich vor fast 50 Jharen in der Military

(Foto: Achim Begall)

 

Köthen. Auch der Sport vergisst rasch seine ehemaligen Könner. Nur wenige dürften sich an den Namen Uwe Plank erinnern – doch er war Olympia-Teilnehmer in der Military 1968 in Mexiko City…

 

Wer von Olympia ohne eine Medaille zurückkehrt, gehört rasch zu den Vergessenen, vornehmlich in der Reiterei, Und das war noch schlimmer vor nicht gerade vielen Jahren in der Military, die heute nach einem völlig anders vorgegebenem  Wettbewerb Vielseitigkeit genannt wird.  Als Beispiel der ziemlich unbekannten Olympia-Teilnehmer steht Uwe Plank, der gerade 80 geworden ist.

Als 1968 bei den Olympischen Spielen in Mexiko erstmals DDR-Sportler mit eigenen Mannschaften starten durften, war auch der aus Sachsen-Anhalt stammende Military-Reiter Uwe Plank dabei. Seine Mannschaft mit dem bereits olympiakundigen Karl-Heinz Fuhrmann (1964 in Tokio Team-Bronze mit der gesamtdeutschen Equipe), Ullrich Vité und Helmut Hartmann lag nach der Dressur hinter der Equipe aus der ehemaligen UdSSR, die später als Team ausschied, aussichtsreich auf Platz zwei. Doch dann brach ein Unwetter am Geländetag herein, der die bisherige Reihenfolge stark durcheinanderwirbelte. „Schmale Bäche waren reißende Flüsse geworden“, erinnert sich Uwe Plank. Für viele Nationen hieß es nur noch durchkommen, um ein Mannschaftsergebnis zu erzielen. Am Ende wurde Großbritannien Olympiasieger vor den USA und Australien. Die bundesdeutsche Equipe mit Horst Karsten, Jochen Mehrdorf, Klaus Wagner und Lutz Gössing wurde Fünfter, die DDR-Mannschaft kam auf Rang sieben.

Vor wenigen Tagen – 16. Dezember – feierte Uwe Plank seinen 80. Geburtstag in Köthen bei Märkisch Buchholz/ Brandenburg. Mit Gästen wurden Erinnerungen ausgetauscht: In Mexiko wurde er in der Einzelwertung mit Kranich 27., bei den Europameisterschaften ein Jahr später in Haras du Pin (Frankreich) kam er auf Platz zwölf, 1972 in München war er Ersatzreiter,  und 1970 sowie 1972 wurde er DDR-Meister, wobei die Titelkämpfe in der CSSR und in Polen ausgetragen wurden.

Mit Pferden ist Uwe Plank in Thielbeer (Altmark) groß geworden. Sein Vater Willi, ein Landwirt, war selbst Reiter, und sein Onkel Willi Schenk ritt bis zum Grand Prix im Dressurviereck. Als Jugendlicher traf er auf Turnieren in seiner Heimat auch auf seinen späteren Club-Kameraden Hellmuth Gille aus Gardelegen, der 1972 mit der DDR-Equipe in München Fünfter wurde. Mit dem 21. Lebensjahr folgte er dem Ruf von Hans Huth in den Military-Stall des Sportclubs Dynamo nach Hoppegarten bei Berlin. Da Gerhard Schulz (DDR-Meister 1959-60 und Mannschafs-Olympia-Bronze 1964 in Tokio) mit der Stute Spekulantin nicht klarkam, durfte Uwe Plank dieses Vollblutpferd, das zur damaligen Zeit das Beste in der DDR im Hindernissport war, auch in schweren Springen starten.

Nach der Auflösung der Pferdesport-Abteilung bei Dynamo wurde Uwe Plank technischer Leiter bei den Judoka des SC Hoppegarten. 1980 wechselte der in den Diplomatenstall nach Köthen bei Märkisch Buchholz. Hier fand er nach der Wende gleich eine Anstellung bei einem Berliner Autohändler, der das Jagdreiten liebte. Seit 1996 unterhält Uwe Plank selbst einen Stall im Gestüt Pichernsee. Mit der Zucht hörte er in diesem Jahr auf, da seine Brandenburger Stute Evita (v. Edelstein) inzwischen 18 Jahre alt ist. In den letzten beiden Jahren brachte sie stets Prämienfohlen und mit Callida 2 (v. Callado) hat sie eine international erfolgreiche Tochter hervorgebracht, die es einmal ins Bundeschampionats-Finale in Warendorf schaffte und jetzt in den Niederlanden über S-Parcours geht.

Trotz eines Sturzes im vergangenen Jahr und einer Verletzung 2019 ist Uwe Plank, der noch heute auf den Spitznamen Max hört, nicht unterzukriegen. Immer wieder findet er den Weg in den Sattel – auch mit 80 Jahren will er noch nicht aufhören.

 

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