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Frederic Wandres - der erste Badener in einem Dressur-Olympiakader PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Donnerstag, 01. Oktober 2020 um 18:49

Frederic Wandres auf Duke of Britain - möglicherweise Badens erster Olympiastarter im Reiten

(Foto: Kalle Frieler)

Hagen a.T.W. Reiner Klimke und Harry Boldt waren über Jahre die Gesichter einer deutschen Dressur-Olympia-Equipe, doch aus Baden war nie einer dabei. Nun als Erster Frederic Wandres (33), Bereiter im Stall Kasselmann in Hagen am Teutoburger Wald. 

 

Dressur-Ausschussvorsitzender Klaus Röser überbrachte ihm die Botschaft telefonisch persönlich. Nach den zuletzt konstant gezeigten Leistungen auf dem Hannoveraner Wallach Duke of Britain sei er in den Olympiakader für die nächsten Spiele in Tokio gehievt worden, zum Perspektivkader gehörte Frederic Wandres bereits. Ausschlaggebend seien die Leistungen am letzten Wochenende beim Turnier auf dem Kasselmannhof in Hagen gewesen. Frederic Wandres, den alle auf dem Kasselmannhof nur Freddy nennen: „Wahnsinn, ganz oben angekommen in der deutschen Dressur. Davon habe ich schon als Kind und dann auch als erwachsener Profi-Reiter geträumt.” Sollte der Badener aus der ehemaligen Kreisstadt Kehl am Rhein nominiert werden für Olympia, wäre  er nach Martin Schaudt (1996) der Zweite aus Baden-Württemberg in einem Olympischen Viereck.

In den letzten beiden Jahren hatten Wandres und Duke of Britain immer wieder gute Leistungen gezeigt und sich gegen starke Konkurrenz bewährt, so auch in London und dort in der Olympiahalle gegen die zweimalige britische  Olympiasiegerin und Weltmeisterin Charlotte Dujardin, die auch ohne ihren vom Leistungssport verabschiedeten Starwallach Valegro nach wie vor zu den stärksten Dressurreiterinnen der Welt gehört.

„Ich bin auch der Familie Kasselmann sehr dankbar, dass sie mir das alles ermöglichen und immer hinter mir stehen. Ulli Kasselmann trainiert auch mit mir und hat viele wichtige und wertvolle Tipps, die oft zum entscheidenden Erfolg führen. Ein Riesendank gilt auch meinem Team hier zuhause, auf das ich mich immer voll verlassen kann“, sagt Freddy Wandres.

Frederic Wandres stammt aus Sundheim, das in Kehl eingemeindet wurde. Kehl/ Rhein, oftmals in verschiedenen Kriegen zerstört, hat rund 36.000 Einwohner. Im kurzen Abriss der Stadt sind in einer Chronik „Söhne und Töchter“ des Sports erwähnt, in der Leichtathlet Georg Nückles, der Handballer Tim Ganz sowie die Fußballer Hermann Flick, Dieter Eckstein und Rainer Schütterle. Nun hat die Stadt gegenüber von Straßburg erstmals auch einen möglichen Olympiastarter, und in Kehl wissen nicht gerade viele etwas vom Dressurreiten, dem Sport aus Disziplin, Geduld und Einfühlvermögen.

Frederic Wandres, pferdeverrückt und damit nicht gerade optimal aufgehoben  in seiner engeren Heimat, ritt zunächst im nahen Verein in  Sundheim, dann auf dem Kaiserhof in Willstätt, der vor vielen Jahren in der Dressur auch internationale Turniere ausrichtete. Als dort nicht mehr der große Sport im Vordergrund stand, begann Frederic Wandres eine Lehre zum Industriekaufmann, die er erfolgreich abschloss. Dann gab sein Vater Jürgen die nächste Richtung vor, für den Sohn und dessen Berufswunsch „Reitlehrer“. Er schrieb eine Bewerbung  an den Kasselmann-Hof in Hagen am Teutoburger Wald. Frederic Wandres wurde eingeladen zum Vorreiten und durfte eine Lehre beginnen. Nach Ende der Ausbildung blieb der Badener nicht, „weil ich meinte, ich müsste auch mal etwas anderes sehen und erleben.“ Zum Abschied sagte ihm Ulli Kasselmann als Seniorchef: „Wenn Du wiederkommen willst, kannst Du jederzeit zurück. Die Tür steht Dir offen.“ Er kam zurück, die relativ kurze Zeit auf Gestüt Bonhomme in Werder bei Potsdam war wohl nicht das, was er sich erhofft hatte.

Seit drei Jahren arbeitet er wieder auf dem Kasselmannhof, wo er auch das entsprechende Pferdematerial unter dem Sattel hat, dort werden auch Reiter gemacht. Mitte Juni 2018 ritt er erstmals für Deutschland in einem Preis der Nationen beim Offiziellen Internationalen Turnier der Niederlande in Rotterdam. Er wurde Deutscher Meister der Profis und gewann in Hamburg das Deutsche Derby im Finale mit Pferdewechsel. 

Ulli Kasselmann sagt über ihn: „Er hat großes Fachwissen, ist intelligent, will alles 1000-prozentig machen, kann Druck aushalten und lässt sich stets auch etwas sagen.“ Er wisse, was er bereits könne – und was er noch lernen müsse. Er vermöge sich in Pferde hineinzudenken, verstehe sich zu artikulieren „und weiß,  von was er spricht. Er ist möglicherweise wieder ein Beispiel dafür, wie man sich einen Berufsreitlehrer vorzustellen hat.“

 


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