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Wie Peter F. C. den Samsung-Boss persönlich erlebte... PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Peter F.Cronau/ DL   
Sonntag, 08. November 2020 um 19:21

Argenbühl/ Allgäu. Den in der Schweizer PferdeWoche veröffentlichten Bericht von Max Ammann zum Ablegen des Samsung-Mächtigen Lee-Kun-hee nahm Veterinär Dr. Peter Cronau zum Anlass, etwas aus dem persönlichen Erleben mit dem Koreaner zu erzählen.

„Ich finde, einen Nachruf für das Ableben von Chairman Lee-Kun-hee zu platzieren, ist mehr als angemessen. Er und seine Familie haben unendlich viel für den Reitsport getan.Nachfolgend erlaube ich mir, einige Anmerkungen zu meiner persönlichen Beziehung zu Chairman Lee zu erzählen, mit dem mich eine enge persönliche Bindung verband. Er erzählte mir, dass er vor einigen Jahren einen Verkehrsunfall hatte und – im Koma liegend - von einer Vision begleitet wurde, dass er gesunden würde, wenn er sich reitend auf ein Pferd setzen würde. Das war wohl der Beginn seiner Beziehung zur Kreatur Pferd.

Ich selber habe mehrere Pferde in Seoul operiert und regelmäßig seine Stallungen in Anyang besucht. Ihm gehörte das Hotel Shilla im Zentrum der Stadt Seoul, 50 leading Hotels of the World, in dem er oberhalb eines französischen Sterne-Restaurants im vorletzten Stock des Hotel-Wolkenkratzers eine große Suite besaß. Er war so höflich, als er mich zum Abendessen einlud, mich fragte, ob ich etwas dagegen hätte, wenn ein anderer Deutscher das Abendessen mit uns teilen könne. Natürlich habe ich das bejaht. Der Gast war kein anderer als Geschäftsmann Alois R. aus Süddeutschland. Diesen habe ich nach dem Abendessen gefragt, wieso er hier in Seoul weile. Er antwortete: Er würde einen Ölwechsel bei Chairman Lee’s Porsche vornehmen...

Neben einigen anderen Geschichten, die mich in eine andere Welt führten, wurde mir aufgetragen, zwei Hengste zu kastrieren. Ich setzte mich mit all meinem schweren Operationsintrumenten ins Flugzeug und wollte in Seoul nicht gleich loslegen, bevor ich die Sachlage geklärt hatte. Es stellte sich heraus, dass die Pferde vom Samsung Equestrian Team in Europa an einigen Turnieren teilnehmen wollten und die EU Importe – auch temporäre – von Korea nach Europa grundsätzlich verboten waren. Bei meiner Vernetzung rief ich aus Seoul meinen Kollegen in Brüssel an, der die Angelegenheit unbürokratisch löste, indem er akzeptable Einfuhrbedingungen für Hengste schuf. Es war klar, dass damit die Indikation für eine Kastration hinfällig war (u.a. für einen rechten Bruder von Rembrandt v. Romadour II). Ich brauchte meine Operationsmaterial gar nicht auszupacken und flog wieder nach Deutschland zurück.

Der Name des Sohnes von Chairman Lee ist Lee-Jae-yong. Auch er war als junger Mann dem Pferdesport sehr verbunden, tauchte bei einem gewissen Paul Sch. des Öfteren auf und besuchte mich auch in meiner Klinik in Bochum. Er wurde in Deutschland Jay-Jay gerufen, was wohl auch den für uns etwas komplizierten koreanischen Namen geschuldet ist.

Ich war als kleiner Tierarzt von der Disziplin und der Ordnung in diesem Land sehr begeistert. Als ich einmal in das Ausbildungszentrum von Samsung Electronics eingeladen wurde, war ich doch sehr überrascht, dass an der Außenfassade ich mit einer großen Deutschen Fahne und der Unterschrift: „Welcome Dr. Cronau“ begrüßt wurde. Ich interessierte mich für die Abläufe in dem Zentrum, in dem alle einheitlich und uniform gekleidet waren – Direktoren und Arbeiter wurden gleichgestellt – keine Uhren, Ringe oder gar Schmuck durften getragen werden. Auf meine Frage, wieviel Urlaub die Teilnehmer an diesem Seminar im normalen Tages-Arbeitsablauf hätten, sagte mir der Führer: Man hätte ja 52 Sonntage im Jahr..."

 

 

 

 


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