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Unternehmer und Züchter Gert Kraft gestorben PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludiwg/ Eurodressage   
Mittwoch, 03. Februar 2021 um 19:41

Wegberg. Wie Eurodressage meldet, starb an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung im Alter von 80 Jahren der frühere Besitzer des Gestüts St. Ludwig in Wegberg im Kreis Heinsberg, Gert Kraft.

 

Wie das Online-Portal eurodressage vermeldet, starb der in der Pferdezucht bekannte Unternehmer Gert Kraft an den Folgen von Covid-19. Nähere Umstände sind nicht bekannt. Der im Umgang nicht immer einfache Geschäftsmann Kraft wurde 80 Jahre alt. Der gelernte Buchdrucker machte sein Vermögen vor allem im Druck von Katalogen und mit Anzeigenblättern sowie Kursbüchern der Bundesbahn. Zusammen mit seinem Partner Josef Schlötels schuf er 1974 in Wassenberg an der niederländischen Grenze im Kreis Heinsberg die blühende Firma „Kraft & Schlötels“, die 2005 an ausländische Interessenten veräußert wurde. 1983 gründete Kraft das Gestüt St. Ludwig in Dalheim unmittelbar an der Grenze zu den Niederlanden als Hengststation und Dressurstall. In St. Ludwig standen so hervorragende Vererber wie Donnerschlag, Abanos, Riccione oder Lanciano. Kraft empfing Kunden aus aller Welt. Er zog Auktionen auf, vor allem mit Fohlen. Bei den Versteigerungen des Dressur-Nachwuchses hatte damals in erster Linie Dorle Hafemeister große Auftritte. Die Mutter von Springreiter-Team-Olympiasieger Dirk Hafemeister erwarb selten nicht das teuerste Fohlen…

Eine wahrlich gute Erinnerung an Gert Kraft wird auch Holger Hetzel bewahren. Durch den Druckereibesitzer und Pferdeliebhaber kam der 33-malige Nationen-Preis-Starter und bekannte Auktionator Holger Hetzel zu seinem ersten echten Weltklassepferd, nämlich Gipfelstürmer. Der kleine Wallach war 1992 für eine Million Mark an den Sponsor des britischen Springreiters Michael Whitaker bereits veräußert, doch Geld floss keines. Daraufhin wurde Gipfelstürmer vom deutschen Eigentümer wieder abgeholt. Und an der Grenze in Venlo rief er Holger Hetzel im unweiten Goch an, ob er denn nicht Gipfelstürmer kaufen wolle. Preisvorschlag: 500.000 Mark. Hetzel sagte, dieses Geld habe er nicht, besprach sich aber mit Gert Kraft. Und der sprang ein. Holger Hetzel: „Ich werde Gert Kraft immer dankbar sein, dass er für mich Gipfelstürmer kaufte. Ohne ihn wäre ich damals nie in den großen Sport gekommen, hätte er für mich nicht den Wallach erworben.“ Das Pferd ging danach im Sport unter dem Namen „St. Ludwigs Gipfelstürmer“. 

Die Anlage – ein Areal von 46.000 qm mit klimatisierter Reithalle (20 mal 60 m), Stallungen (50 Boxen), zwei Außenplätzen, Weiden, einer Besamungsstation, Solarium, separatem Büro- und Verwaltungsgebäude sowie einem Baugrundstück -  verkaufte der gesundheitlich angeschlagene Kraft 2018 für 3,9 Millionen Euro 2018 an den südkoreanischen Dressurreiter und Milliardärssohn Dong Seon Kim, der aber nach einem Jahr schon die Lust an dem Gestüt verlor und es für weniger als die Hälfte abstieß.

 


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