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Charlie Watts - Schlagzeuger und Züchter von Araberpferden PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: ProPferd.At/ DL   
Freitag, 27. August 2021 um 16:19

London. Der vor einigen Tagen verstorbene Charlie Watts war nicht nur Schlagzeuger der legendären Rolling Stones, sondern auch ein großer Pferdefreund und erfolgreicher Züchter von Vollblutarabern. Ein Nekrolog in ProPferd.At.

 


Obwohl Charlie Watts als Mitglied der wohl lautesten Rockband aller Zeiten weltweit bekannt war, bevorzugte er privat stets die leiseren Töne und legte Wert auf ein ruhiges, normales Familienleben. Eine wichtige Rolle kam dabei – von der breiten Öffentlichkeit nahezu unbemerkt – Pferden zu: Watts war passionierter Pferdefreund und besaß mit seiner Frau Shirley das Gestüt Halsdon Arabians in Dolton (Großbritannien), wo sie sich – in der idyllischen Abgeschiedenheit des ländlichen Devonshire – auf die Zucht polnischer Vollblutaraber spezialisiert hatten.

Halsdon Arabians war der private Ruhepunkt der Familie Watts – und wurde im Laufe der Jahre zu einer in Araberkreisen bekannten und geachteten Adresse: Über viele Jahre hinweg waren sie Stammgäste bei den ,Pride of Poland Sales’ und erwarben eine ganze Reihe erlesener Araberstuten, die zur Basis der eigenen hochkarätigen Zuchtherde wurden. Besonders hervorzuheben sind dabei die Stute Palba v. Penitent, die 1993 für 100.000,– US-Dollar ersteigert wurde, ebenso Emilda v. Pamir, 1998 gekauft für 200.000,– US-Dollar. 2008 ging die Stute Amra v. Eukaliptus für 340.000,– US-Dollar in ihren Besitz – und 2009 zahlten Shirley und Charlie Watts den Auktions-Höchstpreis für die Stute Pinta v. Ekstern, die sie für nicht weniger als 500.000,– Euro (707.000 US-Dollar) mit nach Hause nahmen.

Mit seinen eigenen Zuchtprodukten nahm Halsdon Arabians ab den 1990er Jahren an zahlreichen internationalen Vollblutaraber-Championaten auf der ganzen Welt teil – und war auch mehrfach beim Int. VA-Championat im Rahmen der Fachmesse PFERD WELS zu Gast. Und wenn Charlie Watts dabei mit seiner Frau unscheinbar und weitgehend unbehelligt an seinem Tisch saß, schien er überaus glücklich, dass diesmal nicht er selbst im Rampenlicht stehen musste, sondern seine Pferde. Mit Messegründer und Züchterkollegen Ferdinand Huemer verband ihn darüberhinaus eine herzliche, tiefe Freundschaft.

Wie wichtig ihm der sichere Hafen seines Gestüts und seine Pferde waren, verdeutlicht eine Episode aus den 1980er Jahren, als Charlie Watts für kurze Zeit den Boden unter den Füßen verloren hatte: Bei den Aufnahmen zum Stones-Album ,Dirty Work’ 1985 stritten sich Mick Jagger und Keith Richards ohne Ende, und die Zukunft der Band schien am seidenen Faden zu hängen. Charlies Tochter Seraphine – geboren 1968 – war von der Schule geflogen, weil sie Marihuana geraucht hatte, Watts hatte zu trinken angefangen und – schockierend für jeden, der ihn kannte – eine handfeste Heroin-Sucht entwickelt. „Ich hatte wohl Ende 1986 ein Allzeittief in meinem Privatleben und in meiner Beziehung zu Mick erreicht“, gab er gegenüber der Tageszeitung ,The Guardian’ zu. „Ich war verrückt nach Alkohol und Drogen. Ich wurde ein ganz anderer Mensch – und kein netter. Ich hätte fast meine Frau, meine Familie und alles verloren.“

Doch Charlie Watts schaffte rechtzeitig den Absprung, entwöhnte sich in aller Stille selbst von Alkohol und Drogen, noch bevor sein Problem publik wurde – und konzentrierte sich stärker auf sein Familienleben und sein Landgut in Devon, auf dem er und seine Frau ihre geliebten Pferde züchteten: Das idyllische, ruhige Leben am Land war fortan der wichtige und wohltuende Kontrast zum aufreibenden Rock-Business und dem Leben auf Tour, das Watts eigentlich zuwider war. Das romantische Gestüt in Dolton inmitten von sanften, grünen Hügeln wurde sein privates Paradies und der Ankerpunkt seines Lebens. Hier wurzelten seine Bescheidenheit und Bodenständigkeit, mit der er sich von seinen berühmten Bandkollegen wohltuend abhob.

Charlie Watts bevorzugte – ganz im Gegensatz zu Jagger und Richards – ein ruhiges, unaufgeregtes Leben. „Ich habe nie das Stereotyp des Rockstars erfüllt", verriet er 1994 dem Rolling Stone Magazin. Am 24. August ist Charlie Watts in einem Londoner Krankenhaus „friedlich im Kreise seiner Familie entschlafen“, wie es in einer Mitteilung seines Sprechers heißt. Das Herz der Rolling Stones hat aufgehört zu schlagen.

 


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